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Die Arbeiterfrage

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Bibliographic data

fullscreen: Die Arbeiterfrage

Monograph

Identifikator:
891224181
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-65049
Document type:
Monograph
Author:
Levenstein, Adolf http://d-nb.info/gnd/116961155
Title:
Die Arbeiterfrage
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag Ernst Reinhardt
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (406 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
D. Die Beziehungen der Arbeiter zu den sozialen Gemeinschaften
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Arbeiterfrage
  • Title page
  • A. Erhebungs-Methode
  • B. Das seelische Verhältnis der Arbeiter zu ihrer berufsmäßigen Arbeit und ihren Arbeitsbedingungen
  • C. Die positive Wünsche der Arbeiter in bezug auf die Umgestaltung ihrer ökonomischen Lage
  • D. Die Beziehungen der Arbeiter zu den sozialen Gemeinschaften
  • E. Die Stellung der Arbeiter zu den außenberuflichen Kultur- und Lebensproblemen
  • F. Schluß

Full text

sächlichem Zusammenhänge stehen. Nur nicht müde werden, 
das darf man nicht, dann kommt die Entlassung, und darum 
der Fusel. Derartige Äußerungen liegen auch in größerer Zahl 
vor. 
Ein Berliner Metallarbeiter: „Wie soll ich mein Vergnügen 
in der Familie finden? Meine kranke Frau muß auch auf Ar 
beit gehen und auf meine Aufforderung, „bleib zuhause“, unter 
bricht sie mich stets mit dem kategorischen: „Wir brauchen 
Geld. Wir haben sechs Kinder“, und es ist eine gräßliche Wahr 
heit* die sie spricht, gräßlich, weil ich, ohne es hindern zu 
können, zusehen muß, wie eine Mutter für ihre Kinder langsam 
sich selbst den Leib verzehren läßt“. Ein in einem Walzwerk 
beschäftigter Arbeiter gibt folgende Darstellung über die Wir 
kung des Alkoholgenusses: „Ich betrachte öfters aufmerksam 
meine viele Kollegen, speziell des Montags. Kein Wort, kein 
Lachen. Es ist traurig. Stumpf und gleichgültig gehen die 
meisten den alten Trott. Es war ja Sonntag gestern, Ruhetag, 
Feiertag. Wenn man einen von den vielen fragte, was hast Du 
gestern von Deinem Ruhetag gehabt, es würde nicht viel Ge 
scheites herauskommen. Ein gutes Buch verschmähen sie, der 
Wald bietet ihnen ohne Suff nischt. Nur die Nüchternen 
schauen frischer und froher aus. Sie lachen mir auch wohl zu. 
Die meisten sehen mich böse an. Ich bin ihnen ein Stein des 
Anstoßes. Das soll mich aber nicht beirren. Ich weiß genau, 
die Abstinenz gibt uns viel und nimmt uns ein Gift. Aber ich 
sehe auch mutige und erprobte Kämpfer jeden Morgen des 
Weges marschieren. Stolze Kerle. Ganze Kerle. Das Herz lacht 
mir immer im Leibe, wenn ich sie sehe. Wir sind nicht immer 
gleicher Meinung, jeder hat seine Eigenart. Das tut nichts. Die 
gemeinsame Sache bringt uns näher.“ Ein anderes Bild: „Meine 
Kollegen im Walzwerk. Vor drei Tagen noch hatt’ ich einen 
traurigen Anblick. Die ganze Ofenbesetzung total besoffen. Sie 
meinen Unorganisierte? Nein, organisierte Arbeiter. Überhaupt 
habe ich diese Ofenleute in den letzten Tagen nur noch besoffen 
gesehen. Nicht nur angeheitert, wie in Fachkreisen der Aus 
druck lautet. Was für Bilder könnte ich liefern . . . .“ 
Ein Bergarbeiter schreibt: „In nächster Nähe Gladbecks 
produzieren sechs Brennereien nicht zu unterschätzende Quan 
titäten des verfluchten Fuselgiftes. Früher beteiligten sich sämt- 
245
	        

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Die Arbeiterfrage. Verlag Ernst Reinhardt, 1912.
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