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Die Arbeiterfrage

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Bibliographic data

fullscreen: Die Arbeiterfrage

Monograph

Identifikator:
891224181
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-65049
Document type:
Monograph
Author:
Levenstein, Adolf http://d-nb.info/gnd/116961155
Title:
Die Arbeiterfrage
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag Ernst Reinhardt
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (406 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
D. Die Beziehungen der Arbeiter zu den sozialen Gemeinschaften
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Arbeiterfrage
  • Title page
  • A. Erhebungs-Methode
  • B. Das seelische Verhältnis der Arbeiter zu ihrer berufsmäßigen Arbeit und ihren Arbeitsbedingungen
  • C. Die positive Wünsche der Arbeiter in bezug auf die Umgestaltung ihrer ökonomischen Lage
  • D. Die Beziehungen der Arbeiter zu den sozialen Gemeinschaften
  • E. Die Stellung der Arbeiter zu den außenberuflichen Kultur- und Lebensproblemen
  • F. Schluß

Full text

2. Welchen Einfluß hat auf Sie die politische und Gewerkschafts 
bewegung? Haben Sie dadurch Hoffnung, daß es bald besser 
für Sie wird? Oder sind Sie hoffnungslos und warum? 
Sind Uneigennützigkeit, Entsagung, absolute Hingebung an 
ein utopisches oder lebensvolles Ideal sittliche Tugenden, dann 
kann man sagen, die Massen besitzen diese Tugenden oft in so 
hohem Maße, wie es bei den weisesten Philosophen selten er 
reicht worden ist. 
Gewiß, die Macht der Worte, wie Sozialismus, Klassen 
kampf, Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit auf die Massenseele 
ist eine ungeheure. Sie sind die Synthese der verschiedensten 
unbewußten Erwartungen und der Hoffnung auf deren Verwirk 
lichung. Worte rufen in den Seelen grandiose und vage Bilder 
hervor, aber eben das Vage, das sie verwischt, vermehrt ihre 
magische Gewalt. Welch tiefe Antipathie andererseits der Masse 
gegenüber Worten wie Bourgeoisie, Kapitalismus usw. Auch 
sonst ruhige und intelligente Arbeiter wurden oft fuchswild, 
wenn man zu einer Verurteilung allzu heftiger Kraftausdrücke, 
die extremste Haßgefühle offenbarten, kam. Auch darüber wurde 
eine lebhafte Korrespondenz geführt, und man kann wohl be 
haupten, daß diese Menschen, um nicht innerlich zu veröden, 
einer heftigen Reaktion bedürfen. Auf ein Schreiben, daß der 
menschliche Organismus doch ein einheitlicher sei und man 
einzelne Teile doch nicht hassen sollte, schreibt ein Metallar 
beiter : „Sie weisen mich auf das edle Grundgesetz alles Seins, 
auf die Liebe. Ja, werter Herr, muß ich nicht hassen, um lieben 
zu können? Was ich hasse, liebe ich in seiner Urform, sonst 
würde es mir doch gleichgültig sein. Ja, ich behaupte sogar, 
daß Haß nichts anderes ist als die Gewalt der Liebe“ etc. etc. 
Die Hoffnung, die aufwachsende Generation glücklicher, er 
leuchteter und in sittlicher Beziehung feinfühliger zu sehen, 
zieht sich durch den größten Teil der Erhebungsformulare. Frei 
aus der Tiefe seines sozialen Wollens bekennt sich der Einzelne 
zur Partei, und innerhalb derselben tönt ihm nur ein Sollen ent 
gegen. du sollst, du sollst, denn du kannst. Ich, die Partei 
verfassung, stelle dir nur solche Aufgaben, denen du gewachsen 
bist. Und wenn ich dich dann und wann mahne und zwinge, 
für mich ins Feld zu ziehen, so ist mein Zwang ein freier mo- 
283
	        

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Die Arbeiterfrage. Verlag Ernst Reinhardt, 1912.
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