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Die Arbeiterfrage

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Bibliographic data

fullscreen: Die Arbeiterfrage

Monograph

Identifikator:
891224181
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-65049
Document type:
Monograph
Author:
Levenstein, Adolf http://d-nb.info/gnd/116961155
Title:
Die Arbeiterfrage
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag Ernst Reinhardt
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (406 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
E. Die Stellung der Arbeiter zu den außenberuflichen Kultur- und Lebensproblemen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Arbeiterfrage
  • Title page
  • A. Erhebungs-Methode
  • B. Das seelische Verhältnis der Arbeiter zu ihrer berufsmäßigen Arbeit und ihren Arbeitsbedingungen
  • C. Die positive Wünsche der Arbeiter in bezug auf die Umgestaltung ihrer ökonomischen Lage
  • D. Die Beziehungen der Arbeiter zu den sozialen Gemeinschaften
  • E. Die Stellung der Arbeiter zu den außenberuflichen Kultur- und Lebensproblemen
  • F. Schluß

Full text

325 
schimpfen darüber. Oft warten sie die Predigt nicht ab, sondern 
verlassen schon vorher die Kirche. Das Kirchengehen ist hier 
weiter nichts als eine alteingewurzelte Tradition. . Dann ist 
der Charakter des Gebirgsbewohners ein anderer als der des 
Bewohners der Ebene. Das vereinzelte Wohnen auf den Berges 
abhängen bis auf die Höhe des Eulengebirgskammes (800—1000 
Meter) trägt viel dazu bei, einen gewissen Hang zur Mystik auf 
recht zu erhalten.“ 
Der Marxismus ging den Weg des Christentums. Auch 
das Christentum hatte den Ärmsten gepredigt: Duldet, duldet, 
duldet .... dennoch ist euer der Sieg. Gott gibt ihn euch. Ge 
nau so Marx, nur in anderm Jargon, Duldet, duldet, duldet . . . 
dennoch ist euer der Sieg. Das dialektische Entwicklungsge 
setz gibt ihn euch. So packte er die Proletarier wie sie waren 
und nicht wie sie werden sollten. 
Ihr werdet befreit werden. Aber von wem? Nicht durch 
euch. Der Proletarier hatte sich noch nie als Macht gefühlt, 
immer nur als Ohnmacht; wie hätte er plötzlich an seine Macht 
glauben sollen! Befreit also von Gott? Nein. Der Proletarier 
kannte auch Gott nicht als Macht. Wenigstens nicht deutlich. 
Mochte er an ihn „glauben“, vertrauen konnte er ihm unmög 
lich. Doch es gab zwei Mächte, die er täglich an sich verspürte. 
Von denen er sah, daß sie ihn freudlos, sein Leben zwecklos 
machten. Wirtschaft und Technik! Gröber gesagt: Profit und 
Maschine. Das spürten sie ja zu Hunderten am Leibe, ;wenn 
der Profit* die Konjunktur sie aufs Pflaster setzte oder (die 
Löhne drückte, und was die Maschine bedeutete, hatten sie 
immer gespürt So repräsentiert sich uns der gran 
diose Plan dieses Evangeliums: an die Apathie wie proletarische 
Freudlosigkeit, die notwendig mit sich brachten, knüpfte er un 
mittelbar an. Er schmeichelt ihr, möchte man sagen, er pro 
klamiert ihr Recht, und die beiden Gewalten, die als schuldig 
an jener Freudlosigkeit und Zwecklosigkeit dem Proletarier allein 
unmittelbar als Mächte fühlbar sind, denen allein er kolossales 
Vollbringen Zutrauen kann, .... Profit und Maschine, sie be 
traut er mit der Aufgabe der Erlösung.* 
Merkwürdig, wie wenige der befragten Arbeiterkategorien 
die Konsequenzen ihrer Entfremdung der Kirche gegenüber ge- 
* Willy Hellpach, Nervenleben und Weltanschauung, Wiesbaden 1906.
	        

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Die Arbeiterfrage. Verlag Ernst Reinhardt, 1912.
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