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Die Arbeiterfrage

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Bibliographic data

fullscreen: Die Arbeiterfrage

Monograph

Identifikator:
891224181
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-65049
Document type:
Monograph
Author:
Levenstein, Adolf http://d-nb.info/gnd/116961155
Title:
Die Arbeiterfrage
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag Ernst Reinhardt
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (406 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
E. Die Stellung der Arbeiter zu den außenberuflichen Kultur- und Lebensproblemen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Arbeiterfrage
  • Title page
  • A. Erhebungs-Methode
  • B. Das seelische Verhältnis der Arbeiter zu ihrer berufsmäßigen Arbeit und ihren Arbeitsbedingungen
  • C. Die positive Wünsche der Arbeiter in bezug auf die Umgestaltung ihrer ökonomischen Lage
  • D. Die Beziehungen der Arbeiter zu den sozialen Gemeinschaften
  • E. Die Stellung der Arbeiter zu den außenberuflichen Kultur- und Lebensproblemen
  • F. Schluß

Full text

ja. Höre ich dieVöglein singen so denke ich 
ihr lebt doch in der Freiheit, trotz aller 
Witterungseinflüsse niemand schreibt euch 
vor wivihl ihr essen, oder was ihr essen 
dürfet alle gleich oder ich stüre den Ster 
nenhimmel an um etwas zu beobachten. 
(3.) [B. Schl.] 
Mitunter Werktags, sonst des Sonntags gehe 
ich in ein vielleicht io Minuten entferntes 
Wäldchen. Ich lege mich an einsamer 
Stelle hin. Aus dem Rauschen des Waldes 
tönt es mir ins Ohr. Im Banne sei gethan. 
Nie sollst du Ruhe finden. Dein Leben 
und Blut sollst du verkaufen um elende 
Silberlinge. Im Alter wenn deine Knochen 
zermürbt und dem Ausbeuter Kapital wert 
los sind, sollst Du zum Wanderstabe grei 
fen, 'und flehen um Mitleid, um mensch 
liches Dich verachtendes und verhöhnendes 
Mitleid. (2.) [B. R.] 
Wenn ich einsam bin, denke ich auf Liebe. 
(3.) [B.S.] 
ja. Ich geh gern in den Wald, denke oft 
daran wie schön es doch sein könnte, wenn 
der Mensch nicht so habsüchtig war. Hier 
in stiller Einsamkeit fühlt man sich so wohl 
so frei, man könnte mit Vögelein jube- 
lieren, wenn sich in den schönen Traum 
sich nicht immer Frage mischte was wird 
der morgige Tag bringen Grobheiten von 
Seiten des Vorgesetzten oder neue Lohn 
reduzierung. (3.) [B. S.] 
ja. Daß die Welt „schön“ ist, daß jedes le 
bende Geschöpf ein Recht hat zu leben 
und zwar zu leben wie es seine Art ver 
langt; daß alle Menschen einer Art an- 
j gehören und daß es falsch ist daß sie 
sich in Klassen teilen verdächtigen, hassen, 
einander mißtrauen, zerfleischen und auf 
reiben, wo es ihre Pflicht wäre ihr bestes 
Können einzusetzen, damit die Art immer 
„vollkommener“ „schöner“ und „besser“ 
werde ähnlich in ihrer Ruhe, Würde 
und Majestät dem Walde der als Pro 
dukt derselben Schöpferkraft im Stande ist 
alle edlen Saiten des unverdorbenen Men 
schengemütes zum Klingen zu bringen. (2.) 
[B. Schl.] 
Daß die Sache vom Waldfrieden eitel Mär 
chen ist. Unter den Menschen, in der Ve 
getation, im Tierleben, überall schlagende 
Beweise dafür, daß der Kampf bis aufs 
Messer tobt. (1.) [B. Schl.] 
Hätte ich nur keine Nahrungssorgen. (3.) 
[B. Schl.] 
Dann steigen vor mir die hehren Gestalten 
der Dichtung und Sage auf und ich höre 
ihre Stimmen, höre wieder ihre Worte, mit 
denen Sie das Volk aufmuntern. Führend, 
365
	        

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Die Arbeiterfrage. Verlag Ernst Reinhardt, 1912.
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