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Die Arbeiterfrage

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Bibliographic data

fullscreen: Die Arbeiterfrage

Monograph

Identifikator:
891224181
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-65049
Document type:
Monograph
Author:
Levenstein, Adolf http://d-nb.info/gnd/116961155
Title:
Die Arbeiterfrage
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag Ernst Reinhardt
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (406 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
E. Die Stellung der Arbeiter zu den außenberuflichen Kultur- und Lebensproblemen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Arbeiterfrage
  • Title page
  • A. Erhebungs-Methode
  • B. Das seelische Verhältnis der Arbeiter zu ihrer berufsmäßigen Arbeit und ihren Arbeitsbedingungen
  • C. Die positive Wünsche der Arbeiter in bezug auf die Umgestaltung ihrer ökonomischen Lage
  • D. Die Beziehungen der Arbeiter zu den sozialen Gemeinschaften
  • E. Die Stellung der Arbeiter zu den außenberuflichen Kultur- und Lebensproblemen
  • F. Schluß

Full text

Gehen Sie oft in den Wald? Was denken Sie, wenn Sie auf 
dem Waldboden liegen, ringsherum tiefe Einsamkeit? 
Metallarbeiter. 
Jhr. 
20 
21 
22 
23 
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M. 
24 
18 — 
22,— 
30,— 
32,— 
28,— 
Wie schön ist es, frei von einem gebiete 
rischen Unternehmer in der Natur zu sein, 
(i.) [M.O.] 
Ich denke, wie sich des Menschen Seele 
so recht erholen kann in dem einsamen 
Walde. (3.) [M.S.] 
Gehe nicht in den Wald. (3. t.) [M. B.] 
In den Wald gehe ich oft. Er ist meine 
Kirche, die Natur mein Gott. Da möchte 
ich auf jubeln in heller Freudigkeit und Lust, 
(z.) [M.B.] 
In der Stadt, wo ich erzogen wurde, und 
noch obendrein in einem jüdischen Ghetto, 
wurde auf die Schönheit der Natur kein Ge 
wicht gelegt. Ich will nicht behaupten, daß 
das Schöne an sich (Ästhetik) sofern sie 
der Ethik nicht dient, verachtet wird. Ganz 
anders ist es mit mir geworden, als ich nach 
Berlin, der Stadt Alexander von Humboldts, 
kam. Da hat sich in mir die Ästhetik, die 
bisher untergeordnete Magd der Ethik war, 
losgerissen und wurde ein selbständiges 
Wesen. Jetzt wandere ich oft in die freie 
Natur und denke ich an Fausts Wort: „Wie 
fasse ich Dich, unendliche Natur?“ (2.) 
[M.B.] 
374 
Alter jj 
Anzahl der 
Kinder 
Durchschn. 
Wochen 
verdienst 
Jhr. 
M. 
25 
— 
32,— 
Dann glaube ich die Gottheit verspüren zu 
können und sinne ihr nach. (2.) [M. B.] 
26 
1 
29,— 
Bin von Jugend an im Walde gewesen. Die 
Eindrücke haben sich in meinem Innern 
festgewurzelt, fühle mich eins mit dem 
Rauschen der Bäume, in dieser steten Stille, 
wo man Ruhe findet vor dem grausamen 
Kampf ums Dasein. (3.) [M.B.] 
27 
31,— 
Als guter Katholik ziehe ich die Einsamkeit 
des Waldes vor pnd stelle dann Betrach 
tungen an über gute und schlechte Men 
schen. Daß es nicht richtig ist, wenn Geist 
liche den Segen über den Soldaten herab 
flehen, die ihre Brüder töten sollen. Hat 
Gott die Menschen geschaffen, damit Ein 
zelne den Wald als ihr Eigentum betrach 
ten können? (3) [M.S.] 
28 
2 
36,— 
Da fühle ich aller Proletarier Elend am 
meisten, und wiederum fühle ich mich groß 
und frei, da ich da mein eigener Herr bin 
und machen kann, was mir beliebt. (3.) 
[M.B.] 
29 
4 
22,— 
Wenn ich hier die Luft könnte alle Tage 
genießen. (4. t.) [M. O.] 
30 
3 
32,— 
Dann denke darüber nach über das Werden 
und Vergehen im Weltall. Denke an die 
Zeit der Urperiode und dann, wie die ersten 
Lebewesen die Erde bevölkerten. Mein Ohr 
glaubt die wuchtigen Hiebe der Streitaxt zu 
375
	        

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Die Arbeiterfrage. Verlag Ernst Reinhardt, 1912.
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