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Die Arbeiterfrage

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Bibliographic data

fullscreen: Die Arbeiterfrage

Monograph

Identifikator:
891224181
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-65049
Document type:
Monograph
Author:
Levenstein, Adolf http://d-nb.info/gnd/116961155
Title:
Die Arbeiterfrage
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag Ernst Reinhardt
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (406 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
E. Die Stellung der Arbeiter zu den außenberuflichen Kultur- und Lebensproblemen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Arbeiterfrage
  • Title page
  • A. Erhebungs-Methode
  • B. Das seelische Verhältnis der Arbeiter zu ihrer berufsmäßigen Arbeit und ihren Arbeitsbedingungen
  • C. Die positive Wünsche der Arbeiter in bezug auf die Umgestaltung ihrer ökonomischen Lage
  • D. Die Beziehungen der Arbeiter zu den sozialen Gemeinschaften
  • E. Die Stellung der Arbeiter zu den außenberuflichen Kultur- und Lebensproblemen
  • F. Schluß

Full text

erndes Eigentum, mehr farbige Kulissen, mit welchen ich mein 
physisches Elend zu verdecken suchte. Denn nicht entschlossen, 
sondern verzweifelt entsagen wir dem, was wir besitzen. Ich 
fühlte so eine große Reaktion nahen. Was dann? Ich war 
dann wieder nur Schwächling, stand rettungslos einsam in der 
Wüste. Vor diesem Verhängnisstehen drang der Geistesruf 
Zarathustras an mein Ohr. Der Mensch ist etwas, das über 
wunden werden soll. Was habt Ihr getan, ihn zu überwinden? 
Der Begriff Mensch war mir hierbei dieses Konglomerat yon 
Leiden und Schlafen, diese Spottgeburt von Dreck und Feuer, 
welche mich immer wieder von meiner mühsam erreichten 
Höhe herunterreißen wollte. Aber so lernt doch über Euch 
hinweglachen. Unbegrabbares ist an mir, ein Felsensprengen 
des: das heißt, mein Wille. Ich wollte klarlegen das über sich 
selber hinaus Schaffenwollen, die Aufpeitschung des Willens 
bis zum Äußersten. Das war mir der Kernpunkt. Bisher hatte 
ich nur instinktiv genossen, jetzt genoß ich mit Bewußtsein. 
So gab mir Nietzsche den Willen zur Selbsterziehung, zu Zweck 
und Ziel. Und wenn ich durch Leid dennoch wieder müde 
wurde, so halfen mir die Worte darüber hinweg: .,Erhebet 
Eure Herzen, meine Brüder, hoch, höher!“ 1 etc. etc. 
Dieser Metallarbeiter schildert dann sehr anschaulich, wie 
er zuletzt doch wieder auf Goethe zurückkam; wo man nicht 
mehr lieben kann, meint er, da soll man vorübergehen. Nietz 
sche brannte, ohne zu wärmen, und er schließt mit den Worten: 
„Du vernichtetest alle alten Werte, Friedrich Nietzsche, lösch 
test sie von den Tafeln und verlorst dich dann in metaphysi 
sches Gestrüpp. Du freier Sturmgeist, hüte Dich, daß Dich 
nicht am Ende noch ein enger Glaube einfängt, ein harter, 
strenger Wahn. Das Fabellied des Wahnsinns schenke ich 
Dir. Da lobe ich mir schon das Ewigleere oder das bewußtlose 
Aufgehen im Nirwana, das endliche Aufhören des Begehrens. 
Du meinst, Friedrich Nietzsche, alle Menschen dünkt es schon 
lange zu wissen, was gut und böse ist. Das weiß noch niemand. 
Die Moral ist eine Sache des Gefühls, nicht des Wissens. Sie 
ist die Blüte von realen,; psychischen und materiellen Zu-: 
ständen, und die Begriffe von Gut und Böse sind aus dem Wesen 
des Menschen und seiner Zustände heraus gegangene, ge 
schriebene oder ungeschriebene Gesetze. Da kann keine Phi- 
384
	        

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Kaufmanns Herrschgewalt. Verlag von G.A. Gloeckner, 1914.
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