Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Die Arbeiterfrage

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Die Arbeiterfrage

Monograph

Identifikator:
891224181
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-65049
Document type:
Monograph
Author:
Levenstein, Adolf http://d-nb.info/gnd/116961155
Title:
Die Arbeiterfrage
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag Ernst Reinhardt
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (406 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
B. Das seelische Verhältnis der Arbeiter zu ihrer berufsmäßigen Arbeit und ihren Arbeitsbedingungen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Arbeiterfrage
  • Title page
  • A. Erhebungs-Methode
  • B. Das seelische Verhältnis der Arbeiter zu ihrer berufsmäßigen Arbeit und ihren Arbeitsbedingungen
  • C. Die positive Wünsche der Arbeiter in bezug auf die Umgestaltung ihrer ökonomischen Lage
  • D. Die Beziehungen der Arbeiter zu den sozialen Gemeinschaften
  • E. Die Stellung der Arbeiter zu den außenberuflichen Kultur- und Lebensproblemen
  • F. Schluß

Full text

51 
4* 
aber aufgegeben. Man hört es ja gar nicht. Das Getöse ist so 
laut, daß man schreien müßte. Darum lieber schweigen |und 
grübeln.“ 
Ein Eisendreher: „In meinem Grübeln habe ich öfters den 
Ort vergessen, an dem ich mich gerade befinde. Der Rollgang, 
welcher von Maschine zu Maschine führt, liegt voll Schienen, 
Meine Hintermänner können nicht Weiterarbeiten. Wüstes Ge 
schimpfe klingt an mein Ohr. Dann zücke ich zusammen. Hastig 
ziehe ich die Schiene hervor, knarrend fressen die Bohrer sich 
durch. Ein kräftiger Schub — das Arbeitsstück rutscht weiter, 
und so geht es fort in immer gleichem Tempo. Den ganzen Tag, 
jahraus, jahrein. Immer die gleiche klappernde Melodie.“ 
Wo dauernd derartige Unlustaffekte die Arbeit begleiten, da 
fehlt eben die Arbeitsfreude, die vor der Verkümmerung der 
Persönlichkeit bewahrt. Nicht das Materielle ist für den mo 
dernen Arbeiter ausschlaggebend, sondern die seelische Würde 
seiner berufsmäßigen Arbeit. 
„Ich mag und will nicht zur Maschine degradiert werden“, 
schreibt verzweifelnd ein 27 jähriger Metalldrucker. „Lieber 
20 Mark anstatt 36 Mark verdienen, aber nicht tagtäglich mit Ekel 
zur Arbeit gehen müssen. Nur am Sonnabend steigt das Baro 
meter der Arbeitsfreude. Am Sonnabend ist die Arbeitszeit Um 
eine Stunde kürzer. Gott sei Dank, wieder einmal eine Woche 
herum. Trotzdem der Sonnabend die unangenehmste Arbeit 
bringt: Putzstunde, herrscht dann in den Fabriksälen eine ge 
hobene Stimmung, es ist, als ob selbst die Dampfsirenen freund 
licher klingen .“ Und doch preist ein Berliner Maschinen 
schlosser den Siegeszug der Maschinen, allerdings vom ällge- 
gemeinen Solidaritätsstandpunkte aus: „Das wahrhaft Gute hat 
die Maschinenarbeit geschaffen, bei der Maschinenarbeit sind 
gelernte und ungelernte Arbeiter ziemlich gleichgestellt. Infolge 
dessen verschwindet der Kastengeist. Die gelernten wie die un 
gelernten Arbeiter haben unter gleichen Existenzbedingungen zu 
kämpfen. Sie werden mehr gleichheitlich aüsgebeutet.“ Ein 
Metallgießer: „Ich suche auch der Arbeit die beste Seite abzu 
gewinnen. Wenn Feierabend, wird fix gewaschen, das Rad her 
untergeholt, und dann denke ich nicht daran, daß ich morgen; 
wieder dieselbe Marter erleben muß. Zu Hause passen meine 
Kinder, fünf sind’s, schon an der Straßenecke auf. Dann werde
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Die Arbeiterfrage. Verlag Ernst Reinhardt, 1912.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many grams is a kilogram?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.