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Die Arbeiterfrage

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Bibliographic data

fullscreen: Die Arbeiterfrage

Monograph

Identifikator:
891224181
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-65049
Document type:
Monograph
Author:
Levenstein, Adolf http://d-nb.info/gnd/116961155
Title:
Die Arbeiterfrage
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag Ernst Reinhardt
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (406 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
B. Das seelische Verhältnis der Arbeiter zu ihrer berufsmäßigen Arbeit und ihren Arbeitsbedingungen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Arbeiterfrage
  • Title page
  • A. Erhebungs-Methode
  • B. Das seelische Verhältnis der Arbeiter zu ihrer berufsmäßigen Arbeit und ihren Arbeitsbedingungen
  • C. Die positive Wünsche der Arbeiter in bezug auf die Umgestaltung ihrer ökonomischen Lage
  • D. Die Beziehungen der Arbeiter zu den sozialen Gemeinschaften
  • E. Die Stellung der Arbeiter zu den außenberuflichen Kultur- und Lebensproblemen
  • F. Schluß

Full text

„Ich arbeite an einer Spinnereimaschine“, schreibt ein Förster 
Weber, „welche im ganzen 880 Spindeln haben. Das sind Ma 
schinen, welche das Garn zu den Tuchen spinnen. Diese Ma 
schinen nennt man Selfaktor. Nun macht der Selfaktor in der 
Minute drei Zug. Bei jedem Zug muß ich nun zwölf bis drei 
zehn Schritte machen, macht in der Minute 36—39 Schritte. Wenn 
ich nun schlechtes Material zu spinnen habe, wo mehr Faden 
brüche Vorkommen, dann werden es noch mehr. Dies würde 
also bei einer zehnstündigen Arbeitszeit einer Leistung von ca. 
12 km täglich entsprechen.“ Ein Berliner Weber: „Selbst die 
größte Ermüdung hat auf die Leistung des Webers nur geringen 
Einfluß. Der mechanische Webstuhl wird nicht müde. Der über 
müdete Arbeiter zwingt sich mit aller Kraft. Er läßt den Stuhl 
laufen und sucht sich selbst irgendwo zu stützen.“ „Sie fragen, 
ob Unterschiede in Quantum und Qualität an den verschiedenen 
Perioden des Tages sich bemerkbar machen. Darauf antworte 
ich: Nein. Aus dem einfachen Grunde, weil es sich nicht be 
merkbar machen darf. Eben darin liegt die große überanstren 
gung des Webers. Der Weber muß alle Unlustempfindungen 
niederzwingen.“ 
Ganz charakteristisch für Textil- und Metallarbeiter waren 
die Klagen über die Maschine, die ihn zu einem Tempo zwingt 
und zu einem Aufwand an Muskelkraft, dem er nicht folgen 
kann, und oft gebieterisch von ihm Überanstrengung fordert, 
ob er auch dabei fast zusammenbricht. 
Auch die lichtelektrische Ermüdung spielt bei den Textil 
arbeitern eine große Rolle. Helle Farben kann man für den 
Weber als geradezu ungesund bezeichnen. Die Kette weiß, die 
Poile, der Schuß weiß. Die Folgen: Druck in den Augenhöhlen, 
Funken sehen, Mücken sehen, allmähliche Abnahme der Seh 
schärfe. Dazu kommen hohe Temperaturen, wodurch die von der 
Bindehaut gelieferte Feuchtigkeit, welche den vorderen Teil des 
Auges bedeckt, zu schnell verdunstet. Trockenheit des Auges 
wirkt ungemein lästig, weil hierbei nicht allein das Auge, sondern 
auch der Körper erwärmt wird, Und es entstehen einerseits Kopf 
schmerzen, welche das Weiterarbeiten erschweren, andererseits 
auch schwere organische Störungen des Augapfels. „Meine 
Nerven sind ganz kaput“, äußert sich ein Weber. Mein Stuhl 
macht 32 Touren in der Minute, im staubigen, heißen Raum; 
78
	        

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Die Arbeiterfrage. Verlag Ernst Reinhardt, 1912.
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