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Die Arbeiterfrage

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Bibliographic data

fullscreen: Die Arbeiterfrage

Monograph

Identifikator:
891224181
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-65049
Document type:
Monograph
Author:
Levenstein, Adolf http://d-nb.info/gnd/116961155
Title:
Die Arbeiterfrage
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag Ernst Reinhardt
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (406 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
B. Das seelische Verhältnis der Arbeiter zu ihrer berufsmäßigen Arbeit und ihren Arbeitsbedingungen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Arbeiterfrage
  • Title page
  • A. Erhebungs-Methode
  • B. Das seelische Verhältnis der Arbeiter zu ihrer berufsmäßigen Arbeit und ihren Arbeitsbedingungen
  • C. Die positive Wünsche der Arbeiter in bezug auf die Umgestaltung ihrer ökonomischen Lage
  • D. Die Beziehungen der Arbeiter zu den sozialen Gemeinschaften
  • E. Die Stellung der Arbeiter zu den außenberuflichen Kultur- und Lebensproblemen
  • F. Schluß

Full text

103 
geben zur Evidenz die Tragik des Denkens inmitten des mo 
dernen Arbeitsprozesses, ganz besonders unter den Bergarbei 
tern. „Ich frage mich oftmals,“ schreibt ein Steiger, „ist das 
Denken Wohltat, oder ist es Plage für das arbeitende Volk? 
Man teilt die Arbeiter sozusagen in zwei Stücke, wovon sich 
die eine sozusagen wie ein Wurm in niedriger Frohn windet, 
die andere sucht sich vergebens Schwingen zu verleihen, um 
aus dem Labyrinth von Jammer und Elend herauszukommen. 
Ich betrete den Förderkorb gewöhnlich mit dem Gedanken, den 
Dante über die Hölle schrieb.“ 
Ein Dritter: „Das Denken ist in meinem Milieu „Leiden“, 
weil ich durch das Denken eben weiß, wie elend und unglück 
lich ich bin. Läge noch der Fluch der Unwissenheit über mei 
nem geistigen Auge, wahrhaftig, mein Herz fühlte nur halb 
so sehr dies Wehe des irdischen Leids.“ Dieser Bergmann 
schildert auch weiter recht drastisch jene Schicht Glücklicher, 
die bereits inmitten der berufsmäßigen Arbeit geistig erstickt 
wurden. „Ich sprach von der Poesie zu ihnen. Man lächelte, 
und wenn ich mich vergrub in die Schauertiefen melodischer 
Harmonien und wenn ihnen mein vergeistigtes Auge die pak- 
kende Wucht des Empfundenen darbot, es ihnen hingab in 
stummer Lust, in hartem Weh, dann lachten sie schrill mir 
ins Gesicht. Sie wissen nicht, wie schimpflich ihr Menschen 
tum.“ 
Ein Kohlenhauer: „Der Geist wird bei dieser ewig-trau 
rigen Einerlei-Arb eit vollständig abgetötet, so daß man es zu 
einem besonderen Gedanken nicht bringen kann. Vor sechs 
Jahren schrieb ich in mein Tagebuch. Mein Flug ging zu den 
Sternen auf, im Sumpf muß ich verschmachten.“ „In dem 
rauhen Getriebe der Arbeit“, äußert sich ein Bergmann, „kann 
man nicht denken. Eine rauhe Arbeit wird immer ein rauhes 
Wesen erfordern. Was will ich mit schönen Gedanken unter 
einem Kreis robuster Gesellen anfangen, wo nur Gemeinheiten 
ausgetauscht werden ?“ 
Die berufsmäßige Arbeit unter Tage mit einem zweifellos 
vorhandenen mystischen Einschlag trägt die Gedankenreihen 
schon an und für sich in pessimistische Bahnen. Wie schon 
angedeutet wurde, ergaben dagegen die Untersuchungen unter 
den Textilarbeitern, daß durch die entseelte Form der modernen
	        

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Die Arbeiterfrage. Verlag Ernst Reinhardt, 1912.
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