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Grundriß des deutschen Zollrechts

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Bibliographic data

fullscreen: Grundriß des deutschen Zollrechts

Monograph

Identifikator:
892769734
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-76808
Document type:
Monograph
Author:
Maslov, Petr http://d-nb.info/gnd/123876184
Title:
Die Theorie der Volkswirtschaft
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Arthur Kade
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 293 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundriß des deutschen Zollrechts
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Teil. Die Grundlagen
  • Zweiter Teil. Das Zollaufkommen und seine rechtlichen Voraussetzungen
  • Dritter Teil. Das Zollverfahren
  • Vierter Teil. Dier Zoillbefreiungen
  • Fünfter Teil. § 27, Das Zollstrafrecht
  • Index

Full text

troffenen, des Handels. Im frühen deutschen Mittelalter 
freilich, als die zum Leben notwendigen Erzeugnisse noch 
sämtlich hauswirtschaftlich oder wenigstens in der engeren 
Gemeinde gewonnen werden konnten, bedeutete der Kauf- 
mann, der meistens zwar wertvolle, aber entbehrliche Waren 
brachte, nur wenig. Die steigende Zivilisation aber vermehrte 
die Bedürfnisse, die großenteils nur durch fremde Waren be- 
friedigt werden konnten, und damit stieg die Bedeutung des 
Handels für das Wirtschaftsleben. Die Kaufleute schlossen 
sich mancherorts zusammen, und so gelangte der Handel all- 
mählich zu größerer Macht, die den ersten achtunggebietenden 
Ausdruck in der deutschen Hansa fand. Der entscheidende 
Aufstieg jedoch begann erst, als durch die Erschließung über- 
seeischer Gebiete infolge der Entdeckung Amerikas und des 
Seeweges nach Osstindien auch dem deutschen Handel frische, 
fortan nicht mehr versiegende Anregung und Kraft zugeführt 
wurde. Nachdem dieser sich endlich auch von dem schweren 
Rückschlage des Dreißigjährigen Krieges erholt hatte, war er 
zu einer wirtschaftlichen Macht geworden, deren Gedeihen 
oder Not fortan auch den Staat fühlbar berührte. Volkswirt- 
schaftliches Denken gewann Einfluß auf die Staatsleitung, 
und das Zeitalter des M erk ant il s y ste m s brach an, in 
dem es als oberster wirtschaftlicher Grundsatz galt, die Aus- 
fuhr zu heben und die Einfuhr einzudämmen und überhaupt 
den inländischen Handel zu stärken. Das bisherige reine 
Finanzzollsystem mußte fallen, und es wurden in immer stei- 
gendem Umfange „W ir t ch a f t s z öl l e“ eingeführt, deren 
Höhe für die einzelnen Warengattungen nach den Bedürf- 
nissen des einheimischen Handels und der inländischen Indu- 
strie, soweit sich eine solche schon entwickelt hatte, abgewogen 
wurde. 
Damals begannen sich auch die naturgemäß entgegen- 
gesetzten Bestrebungen von Handel und Indusftrie zu scheiden, 
am deutlichsten zuerst in England, das durch den Dreißigjähri- 
gen Urieg kaum berührt worden war: Der Handel begehrte 
Bewegungsfreiheit ohne Zollschranken, Industrie und Land- 
wirtschaft dagegen wollten durch möglichst hohe Einfuhrzölle 
gegen den Wettbewerb ausländischer Erzeugnisse im eigenen 
Lande gesichert werden. Dieser Gegensatz zwischen Frei- 
handels- und Schu tzz oll gedanke ist seitdem lebendig 
geblieben und übt auch heute noch maßgebenden Einfluß auf 
die Zollgesetzgebung jedes Staates aus, in dem neben einem
	        

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Die Lehren Des Marxismus Im Lichte Der Russischen Revolution. Sack, 1928.
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