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Wohlfahrtzentrale der Stadt Barmen

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Bibliographic data

fullscreen: Wohlfahrtzentrale der Stadt Barmen

Monograph

Identifikator:
893655864
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16023
Document type:
Monograph
Author:
Heumann, Paul
Title:
Wohlfahrtzentrale der Stadt Barmen
Place of publication:
Barmen
Publisher:
Kunstanstalt F. Josephson
Year of publication:
1917
Scope:
1 Online-Ressource (179 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Ernährungsfürsorge
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Wohlfahrtzentrale der Stadt Barmen
  • Title page
  • Grundlagen und Richtlinien
  • Aufgaben der Barmer Wohlfahrtspflege im Weltkriege
  • Ausübende Tätigkeit, ihre Gliederung und wirtschaftliche Durchbildung
  • Gewinnung der Geldmittel
  • Arbeits- und Betriebsgemeinschaft des Nationalen Frauendienstes und der Wohlfahrtzentrale
  • 1. Abwehr der unmittelbaren Kriegsschäden
  • 2. Anpassung an die Kriegsnotwendigkeiten
  • Material- und Abfallsammlung
  • Ernährungsfürsorge
  • Bekleidungsfürsorge
  • Wohnungsfürsorge
  • Erhaltung und Förderung des Nachwuchses
  • Jugendpflege
  • Arbeiterinnenfürsorge
  • Aufklärungsarbeit
  • Geistige Anregung
  • Rückblick und Ausblick
  • Contents

Full text

S9 
Preisstellung. 
Der Preis für die Literportion war anfänglich auf 15 Pfg. fefgefeßt. 
Derfelbe wurde dann infolge des geringen Befuches auf 10 Pfg. herabgefeßt, 
inde|fen infolge der Lebensmittelteuerung am 1. April 1915 auf 15 Pfg., am 1. Juli 
1916 auf 20 Pfg., am 15. Juli 1916 auf 25 Pfg., am 15. Obt. 1916 auf 30 Pfg. 
und am 1. Juni 1917 auf 35 Pfg. erhöht. Aber auch diefer Preis i|t gegenüber 
andern Städten noch billig, da, foweit bekannt, die Literportion vielfach bis 
zu 45 Pfg. abgegeben oder nur eine 3 /i Liter Portion verabfolgt wird. 
Perfonen, welche in den Stadtküchen an Ort und Stelle fpeifen, zahlen 
für die Portion 5 Pfg. mehr. Grundfäßlich werden die Speifen nur im Wochen 
abonnement ausgegeben, was den doppelten Vorteil bietet, daß, infolge 
beferer Ueberfdit über den Abfaß, das Ueberbleiben von Reften vermieden 
werden kann und vor allem, daß die Befucher der Stadtküchen ftändig eine 
kräftige Nahrung erhalten. Der Preis der Wochenkarte beträgt ab 1. Juni 
1917 bei Abholung des E|fens Mk. 2.10, wenn das E|]en in der Küche ver 
zehrt wird Mk. 2.40. Eine in den Küchen eingenommene Einzelportion 
koftet Mk. 0.50. 
Die Selbftkoften pro Portion betrugen im Oktober 1916 2 7 72 Pfg., im 
November 1916 31 Vs Pfg-, im Dezember 1916 357s Pfg. Abgefehen von pein 
lich genauer Führung der ordnungsmäßigen Gefchäftsbücher für den Lebens 
mitteleinkauf, für die Gehälter, Löhne, allgemeinen Unkoften ufw. erfolgt monat- 
lidi eine ftatiftifdie Aufhellung über die Verteilung der Einnahmen und Aus 
gaben auf die einzelnen Küdien, ihre Bedürfni|fe und ihre Leiftungen (flehe 
abgedruckte Beifpiele). Für Deckung der Anfdiaffungskoften für Kochke|fel 
Wafditroge, Rohrleitungen Gefchirre ufw. wird pro Portion 7a Pfg. Ab- 
fchreibung geredmet, welcher Saß erfahrungsgemäß den wirklichen Auf 
wendungen entfpricht. Der von der Wohlfahrtzentrale zu den Kriegsküchen 
bis zum 30. Juni 1917 geleiftete Zufchuß betrug Mk. 589100,20. 
Die erhebliche Steigerung der Selbftkoften ift zurückzuführen auf die 
außerordentliche Preisfteigerung der Lebensmittel und die infolge der 
Kartoffelknappheit notwendig gewordene vorzugsweife Verwendung von 
ungleich teueren Gemüfen, namentlidi Dörrgemüfe. Im November 1915 be 
fanden die Gerichte zu 3 /s aus Kartoffeln und zu 2 / 5 ausGemüfe, im Dezember 
1916 zu 7s aus Kartoffeln und zu 4 / 5 aus Gemüfe. Das Frifchgemüfe gibt 
durch längeres Lagern mehr Abfall, Dörrgemüfe feilt (ich ca. 4 mal teurer, 
wie Frifchgemüfe. 
Zugegeben, daß eine große, mechanifch betriebene Zentralküche mit 
geringeren Unkoften arbeiten würde, ließe (ich, abgefehen davon, daß die
	        

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Wohlfahrtzentrale Der Stadt Barmen. Kunstanstalt F. Josephson, 1917.
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