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Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode

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Bibliographic data

Object: Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode

Monograph

Identifikator:
893655864
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16023
Document type:
Monograph
Author:
Heumann, Paul
Title:
Wohlfahrtzentrale der Stadt Barmen
Place of publication:
Barmen
Publisher:
Kunstanstalt F. Josephson
Year of publication:
1917
Scope:
1 Online-Ressource (179 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Geistige Anregung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Die Methode Le Play's
  • Zweiter Abschnitt. Beurteilung der Methode Le Play's

Full text

102 
der Tatsache, daß die Schleiferei damals in ihrer Abhängigkeit vom 
Wasser noch mehr den Charakter eines Saisongewerbes hatte. Es 
mag auch zugegeben werden, daß die Schleifer noch weniger solide 
waren als die übrigen Arbeiter-Kategorien; der Schnapsgenuß war 
ja in Solingen weit verbreitet, wie auch aus der Beschreibung des 
Aufschlägers hervorgeht. Die Schleifer, die draußen an den Wasser 
läufen wohnten und selten zur Stadt kamen, werden dann aber wohl 
die Trinkgelegenheit gut ausgenutzt und hierdurch aufgefallen sein. 
Sie wußten, daß ihr Beruf sie vorzeitig ins Grab bringen würde 1 );- 
denn der feine Staub von Stahl und Stein zerriß ihnen die Gewebe 
der Lunge; der Staub erzeugte auch erhöhtes Durstgefühl. Ein 
Hauptgrund für die Unsolidität der Schleifer wird aber die Unregel 
mäßigkeit der Arbeit gewesen sein, wodurch ja auch die Lohn 
höhe mit bedingt war. 
Doch für Le Play ist offenbar das Wichtigste die Möglichkeit, 
des sozialen Aufstiegs. Ist da wirklich die Lohnhöhe ein Hindernis? 
Leider fehlen alle Zahlenangaben darüber, aus welcher Klasse der 
Heimarbeiter die „Fabrikanten“ und „Kaufleute“ hervorgegangen 
sind. Auch Le Play hat nichts Derartiges veröffentlicht. Wir 
wissen, daß mehrere der heutigen Fabrikanten, besonders der Basier 
messerbranche, ehemals Schleifer waren. Nehmen wir aber an, daß 
Le Play richtig beobachtet hat, daß die Schleifer tatsächlich am 
sozialen Aufstieg weniger beteiligt waren, so drängen sich uns für 
die Erklärung dieser Erscheinung eine ganze Anzahl von Tatsachen 
auf, die eine größere Wahrscheinlichkeit für sich haben als die von 
Le Play herangezogenen. Wenn wir bedenken, daß das Schleifen 
ein Zwischenstadium in der Produktion bildet, ferner, daß die 
Schleifer außerhalb Solingens vereinzelt, dagegen die anderen an 
der Fabrikation beteiligten Arbeiter in der Stadt wohnten, so liegt 
darin wohl eine nicht unerhebliche Schwierigkeit für die Schleifer, 
direkte Beziehungen zum Konsumenten anzuknüpfen und sich zu 
Produktionsleitern emporzuschwingen. Als weiterer Grund zur Er 
klärung dieser Tatsache wurde dem Verfasser der damals sicher nicht 
geringe Unterschied in den städtischen und ländlichen Schulverhält 
nissen angegeben. Vielleicht hat auch noch der Umstand dazu bei 
getragen, daß die Schleifer die angesehenste Arbeiterklasse Solingens 
bildeten, der es ja auch gelang, lange Zeit nach Einführung der 
Gewerbefreiheit noch den zunftmäßigen Charakter zu bewahren; 
*) Grunow, S. 291.
	        

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Frédéric Le Play in Seiner Bedeutung Für Die Entwicklung Der Sozialwissenschaftlichen Methode. Gustav Fischer, 1913.
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