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Wohlfahrtzentrale der Stadt Barmen

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Bibliographic data

fullscreen: Wohlfahrtzentrale der Stadt Barmen

Monograph

Identifikator:
893655864
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16023
Document type:
Monograph
Author:
Heumann, Paul
Title:
Wohlfahrtzentrale der Stadt Barmen
Place of publication:
Barmen
Publisher:
Kunstanstalt F. Josephson
Year of publication:
1917
Scope:
1 Online-Ressource (179 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
2. Anpassung an die Kriegsnotwendigkeiten
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Wohlfahrtzentrale der Stadt Barmen
  • Title page
  • Grundlagen und Richtlinien
  • Aufgaben der Barmer Wohlfahrtspflege im Weltkriege
  • Ausübende Tätigkeit, ihre Gliederung und wirtschaftliche Durchbildung
  • Gewinnung der Geldmittel
  • Arbeits- und Betriebsgemeinschaft des Nationalen Frauendienstes und der Wohlfahrtzentrale
  • 1. Abwehr der unmittelbaren Kriegsschäden
  • 2. Anpassung an die Kriegsnotwendigkeiten
  • Material- und Abfallsammlung
  • Ernährungsfürsorge
  • Bekleidungsfürsorge
  • Wohnungsfürsorge
  • Erhaltung und Förderung des Nachwuchses
  • Jugendpflege
  • Arbeiterinnenfürsorge
  • Aufklärungsarbeit
  • Geistige Anregung
  • Rückblick und Ausblick
  • Contents

Full text

53 
werkftätte für Uniformen (Röche, Hofen, Mäntel) eingeriditet und in der- 
felben bis 31. Mai 1917 folgende Reparatur-Arbeit geleitet: 7400 Mäntel, 
400 Blufen, 800 Hofen, 19785 Müfjen, 2540 Waffenröcke, 2500 Hemden, 
535 Unterjacken, 5000 Brotbeutel. In der 
Sackflickerei 
wurden ca. 60 Frauen und Mädchen teils mit Hand — teils mit Mafchinen- 
ftopfen von 130072 Proviant- und Futterfäcken befchäftigt. Da |idi der 
Betrieb indeffen, fowohl was den Lohn der Arbeiterinnen, als auch die 
Deckung der der Wohlfahrtzentrale erwachsenen Selbftkoften anlangt, nidit 
lohnte, wurde derfelbe am 31. Mai 1917 aufgelöft. 
Um aber für die Befchäftigung Arbeitslofer nidit allein auf folche 
Arbeiten angewiefen zu fein, welche je länger, je mehr von allen deutfdien 
Gemeinden und Wohlfahrtseinrichtungen begehrt werden, war die Wohl 
fahrtzentrale auf die Herftellung von Spezialartikeln bedacht, weldie eine 
belfere fachmännifdie Einfdiulung der Arbeitskräfte erfordern, dadurch 
aber auch eine belfere Entlohnung zula|fen. Nachdem fidi die Bemühungen 
der W. Z. um Aufträge auf Gasfdiut^masken leider zerfchlagen hatten, ent- 
fchied (ich diefelbe für die 
Herftellung. von ledernen Lazcirettpantoffeln 
und wurde zu diefem Zwecke in einem gemieteten 4 ftöckigen Gebäude 
in der Bachftrafie ein großer muftergültiger Betrieb eingerichtet. Die 
Sdiwierigkeit, mit Hilfe weniger Fachleute bis dahin völlig ungelernte 
Arbeitskräfte (Frauen und Kriegsbefchädigte) in teils grofie Gefdiicklidikeit 
erfordernder Hand- und Mafchinenarbeit zu unterweifen und die weitere 
Sdiwierigkeit, angefichts des grofien Mangels die geeigneten Materialforten 
zu befchafifen, war nicht gering. Indeffen gelang es der Wohlfahrtzentrale 
durch hervorragende Qualitätsarbeit die Befürwortung der Medizinalabtei 
lung des Kriegsminifteriums bei den Intendanturen und Lazarett-Verwaltungen, 
fowie die Unterftühung der Kriegsbekleidungsämter durdi Zuweifung von 
Lederabfällen aus den militärifdien Sdiuhmadier-Werkftätten zu erringen. 
An Mafdiinen neuefter Konftruktion wurden angefchafft: 1 grofieBrücken- 
ftanze, 2 gro|?e Stanzen mit fdiwenkbarem Druckftück und mehrere einfadie 
Stanzen; 1 Sdiärfmafdiine für Oberleder, 1 Zwick-, Pinn- und Rifmiafchine, 
fowie 3 Durdinähmafchinen, ferner 1 Fräsmafdiine für Bodenausput?, 1 
Glatt- u. Preffmafchine, 1 Egalifier- u. 1 Spaltmafdiine. Sämtliche Mafdiinetp 
arbeiteten mit elektrifchem Einzelantrieb bei möglidift hoher Tourenzahl. 
Das Zwicken der Sdiäfte wurde vorwiegend in Heimarbeit ausge 
geben. Für den Betrieb felbft wurde die durdigehende Arbeitszeit ein-
	        

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Wohlfahrtzentrale Der Stadt Barmen. Kunstanstalt F. Josephson, 1917.
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