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Bremens Warenhandel und seine Stellung in der Weltwirtschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Bremens Warenhandel und seine Stellung in der Weltwirtschaft

Monograph

Identifikator:
894756680
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-9497
Document type:
Monograph
Author:
Gehrke, Franz http://d-nb.info/gnd/138934983
Title:
Bremens Warenhandel und seine Stellung in der Weltwirtschaft
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1910
Scope:
1 Online-Ressource (126 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Vorschläge zur Hebung des Warenhandels Bremens
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Bremens Warenhandel und seine Stellung in der Weltwirtschaft
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Besprechung des Warenhandels Bremens
  • Zweiter Teil. Vorschläge zur Hebung des Warenhandels Bremens

Full text

I 12 
Amerika, und ein weiterer Erfolg derselben sind die von der 
amerikanischen Union mit Brasilien und Spanisch-Westindien ab 
geschlossenen Gegenseitigkeitsverträge, in denen gewissen Erzeug 
nissen der nordamerikanischen Bodenbewirtschaftung und Industrie 
zollfreie Einfuhr oder Einfuhr zu um 25°/ 0 ermäßigten Zollsätzen 
gewährt wird. Auf diesem Wege soll die Zusammenschließung 
der amerikanischen Staaten zu einem wirtschaftlichen Ganzen und 
ihre Unabhängigkeit von der Industrie und dem Gewerbe Europas 
erreicht werden«. Aber wegen dieses in Zukunft vielleicht einmal 
eintretenden Ereignisses die Flinte ins Korn werfen zu wollen 
wäre verfehlt. Richten wir uns nach Hamburg! 
Allerdings wird kraft der in der geographischen Lage und 
in den ethnographischen Bedingungen begründet liegenden nord 
südlichen Verkehrstendenz Südamerika unzweifelhaft in eine ge 
wisse Abhängigkeit von Nordamerika geraten. Aber diese wird 
nicht so stark werden wie man leicht zu fürchten geneigt ist. 
Denn Südamerikas Wirtschaftsleben bewegt sich in aufsteigender 
Linie, und seine Staaten sind überaus freiheitliebend und stehen 
den Suprematiegebühren Uncle Sams entschieden ablehnend 
gegenüber. Wenn dieser auch Vorteile für seinen Handel durch 
drückt, so sind sie doch nicht bedeutend und umfassend. Auch 
werden ihm solche Abmachungen mit dem wichtigsten Staate 
Südamerikas, mit dem kraftvollen Argentinien, schwerer fallen 
als mit dem durch tropische Sonne und üppige Fruchtbarkeit 
des Bodens etwas verweichlichten, energischer Kräfteanspannung 
weniger fähigen Brasilien. 
Zu diesem politischen Gegensatz besonders in der Argenti 
nischen Republik kommt ein sehr realer für Deutschland in die 
Wage fallender Umstand: die südamerikanischen Staaten müssen 
ihre Naturprodukte loswerden. Nordamerika aber, das selbst Ge 
treide in großen Mengen ausführt, kann das Getreide Argentiniens, 
auf dessen Ausfuhr dieses Land angewiesen ist, nicht aufnehmen. 
Auch die andern Landesprodukte Südamerikas, wie Wolle, Kaffee, 
Kakao, Gummi, müssen größtenteils ihren Absatz in Europa 
suchen. Und mit dem Erlös aus allen diesen Waren wird dann 
die Fabrikateneinfuhr bezahlt. Das ist ein gleichartiger, überall 
erkennbarer Zug; alle weniger kultivierten tropischen und sub 
tropischen Länder führen Massengüter ihrer Natur- und Urpro 
duktion aus und tauschen dafür in dem betreffenden Einfuhr 
lande die von ihnen benötigten Ganz- und Halbfabrikate ein. Daß 
dieser Satz auch für Südamerika Geltung hat, sehen wir bei Hamburg.
	        

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10 Jahre Wiederaufbau. Wirtschaftszeitungs-Verlags-Ges. M.B.H., 1928.
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