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Bremens Warenhandel und seine Stellung in der Weltwirtschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Bremens Warenhandel und seine Stellung in der Weltwirtschaft

Monograph

Identifikator:
894756680
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-9497
Document type:
Monograph
Author:
Gehrke, Franz http://d-nb.info/gnd/138934983
Title:
Bremens Warenhandel und seine Stellung in der Weltwirtschaft
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1910
Scope:
1 Online-Ressource (126 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Teil. Besprechung des Warenhandels Bremens
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Bremens Warenhandel und seine Stellung in der Weltwirtschaft
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Besprechung des Warenhandels Bremens
  • Zweiter Teil. Vorschläge zur Hebung des Warenhandels Bremens

Full text

2 
größeren Raum in der Wirtschaftsgeschichte und in der neu als 
eigene Disziplin sich bildenden Verkehrswissenschaft einräumen 
müssen, was man früher schon deshalb nicht konnte, weil sie noch 
zu unvollkommen war. 
Bemerkt sei noch, daß der Gesamtumfang des Warenhandels 
für bremische Rechnung statistisch überhaupt nicht erfaßt werden 
kann. Einerseits stellen die Bremer Ein- und Ausfuhrzahlen nicht 
den Eigenhandel Bremens dar; vielfach fungiert Bremen — wie 
übrigens jede Handelsstadt und ganz besonders jede Seestadt — 
nur als Spediteur, und die Wareneigner, die eigentlichen Akteure, 
können weit im Binnenlande wohnen. Andererseits aber kann die 
bremische Statistik nicht die Warenmengen verzeichnen, die für 
Bremens Rechnung über andere Häfen zur Ein- oder Ausfuhr ge 
langen. So ging z. B. etwa die Hälfte der 1908“ Domingotabak 
ernte in Bremer Hände über — eingeführt aber wurde sie über 
Hamburg und auch dort verkauft. Die Untersuchung muß sich 
deshalb im allgemeinen auf die von der bremischen Statistik ge 
gebenen Zahlen beschränken. 
Die Ergebnisse, zu denen ich gekommen bin, sind vielfach 
keine erfreulichen. Sie ergaben sich erst im Laufe der näheren 
Untersuchung, denn, oberflächlich betrachtet, hat unser kleiner 
Freistaat eine wirklich glänzende Entwicklung hinter sich. Man 
läßt sich eben leider zu leicht durch das glatte Gesicht der Dame 
Statistik täuschen. 
2. Geschichtliche Einleitung. 
Bremen hat als Handelsstadt einen alten Ruf. Schon zu 
Zeiten der Karolinger wird es rühmend erwähnt. Schlecht und 
recht schlug es sich in den nächsten Jahrhunderten im Kampf um 
die Behauptung seiner Stellung durch und erreichte im 13. und 
14. Jahrhundert eine erste Blüte als eins der einflußreichsten Mit 
glieder des Städtebundes der Hansa. Seine Handelsbeziehungen 
erstreckten sich damals von Brügge in Flandern und von England 
bis weit nach Skandinavien hinein im Norden und über die jetzigen 
russischen Ostseeprovinzen, in denen es eine reiche Kolonisations 
tätigkeit entfaltete, im Osten bis Nischni-Nowgorod hin. Es war 
also das Gebiet der Nordsee und des Baltischen Meeres. 
Dann kam der politische Zerfall des Reiches, die Ohnmacht 
der Zentralgewalt, die den Städten in ihrem heldenhaften Kampf 
gegen die erstarkenden nordischen Nachbarn nicht zu Hilfe kommen 
konnte. Es kam jene durch die großen Entdeckungen bedingte
	        

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Bremens Warenhandel Und Seine Stellung in Der Weltwirtschaft. Verlag von Gustav Fischer, 1910.
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