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Sozialismus und Regierung

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Bibliographic data

fullscreen: Sozialismus und Regierung

Monograph

Identifikator:
895241919
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-18464
Document type:
Monograph
Author:
MacDonald, J. Ramsay http://d-nb.info/gnd/118729896
Title:
Sozialismus und Regierung
Place of publication:
Jena
Publisher:
Eugen Diederichs
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (XXIV, 186 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Die Partei und das Parlament
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Sozialismus und Regierung
  • Title page
  • I. Der Staat
  • II. Das Wahlrecht
  • III. Die politische Organisation des Staates
  • IV. Die Partei und das Parlament
  • V. Die Demokratie und das Imperium
  • VI. Der sozialistische Staat
  • Contents

Full text

109 
t ei Wachsamkeit und einige mechanische Schutzeinrichtungen können 
dies schon erreichen. Mangelt es jedoch an einem Nominierungsorgan 
und treten die Kandidaten aus eigenem Antriebe in die Arena, so ist 
irgendeine Form der Stichwahl oder des Proportionalwahlsystems nö 
tig. Ich möchte mich nicht wiederholen. Was ich ausdrücklich hervorzu 
heben wünsche, ist nur die Schlußfolgerung, daß die ungeordnete Menge 
fürNominationszwecke wertlos ist und für die Erledigung geschäftlicher 
Angelegenheiten nicht ihr eigener Vollstreckungsausschuß sein kann. 
Etwas dem „Caucus“ Verwandtes wird nötig. Hiermit verschlingt sich 
das Problem, wie eine solche Einrichtung der Meinung der Partei 
passend untergeordnet werden kann. Trotz seines häßlichen Namens 
muß sich der „Caucus“ in jeder Partei, die über zahlreiche Mitglieder 
gebietet und eine Politik großen Stils betreibt, stets vorfinden. 
Doch die ganze Kraft der Kritik, die sich am System der Regierung 
durch Parteien versucht hat, ist wohl gegen das System der Kabinette 
gerichtet worden. Beim ersten Anblicke erscheint eine Kabinettsre 
gierung vernunftwidrig. Daß eine Handvoll Männer, die von einem 
Manne auserkoren werden, privatim Zusammenkommen und Staats 
geschäfte erledigen, daß sie von Ressort zu Ressort versetzt werden, 
um das eine Jahr im Unterrichtsministerium und das nächste im 
Marineamt zu erscheinen, daß das Versehen des einen das aller anderen 
ist, daß die von ihnen getroffenen Entscheidungen ihrer Partei ohne 
Diskussion und mit wenig Aussicht auf grundlegende Verbesserungen 
aufgezwungen werden, muß als ein wunderbarer Beweis von der 
Dummheit unserer konstitutionellen Praxis erscheinen, wenn all dieses 
dann noch in einer Sprache vorgetragen wird, die gewählt ist, um die 
ersichtliche Albernheit selbst der farblosesten Darlegung des Systemes 
zu erhöhen. Jedoch ist diese Folgerung bei näherer Prüfung nicht so 
einleuchtend. Ganz und gar verblaßt sie aber, wenn die Kritiker ihre 
eigenen Heilmittel vorschlagen, von der Kontrolle der Ministerialab- 
teilungen durch Ausschüsse bis zum System der Ernennung der Mi 
nister durch Wahlen. 
Alle tätigen Gesellschaften haben die Tendenz, einen engeren Kreis 
oder Rat, einen Ausschuß der Ausschüsse, einen Oberausschuß (a Ca 
binet), herauszubilden. Je wichtiger ihre Aufgaben sind, desto nötiger 
wird dies. Der Grund dafür liegt darin, daß die Diskussion wohl die 
Angelegenheit vieler ist, daß aber die Ausführung nur einer oder we
	        

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Sozialismus Und Regierung. Eugen Diederichs, 1912.
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