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Sozialismus und Regierung

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Bibliographic data

fullscreen: Sozialismus und Regierung

Monograph

Identifikator:
895241919
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-18464
Document type:
Monograph
Author:
MacDonald, J. Ramsay http://d-nb.info/gnd/118729896
Title:
Sozialismus und Regierung
Place of publication:
Jena
Publisher:
Eugen Diederichs
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (XXIV, 186 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
V. Die Demokratie und das Imperium
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Sozialismus und Regierung
  • Title page
  • I. Der Staat
  • II. Das Wahlrecht
  • III. Die politische Organisation des Staates
  • IV. Die Partei und das Parlament
  • V. Die Demokratie und das Imperium
  • VI. Der sozialistische Staat
  • Contents

Full text

145 
IO Mac Donald, Sozialismus 
ist dies in einer gemischten Gemeinschaft nicht der Fall. Die erwähnte 
Methode sichert der einheimischen Rasse eine Vertretung und macht 
ihre Meinung zu einem Teile der öffentlichen Meinung, worauf die Ge 
setzgebung Rücksicht zu nehmen hat; sie hindert aber die eingeborene 
Rasse daran, ein überwiegender Wahlfaktor zu werden. 
Aber hinter unseren Mißerfolgen und Irrtümern steckt die Tatsache, 
daß sich die Rassen selten verstehen. Sie verkehren miteinander geistig 
über einem Abgrund hinweg, von dessen beiden Seiten aus sie sich 
betrachten. Sie gleichen Menschen, die sich in der Nacht begegnen. 
Keine von ihnen entdeckt das Losungswort zur Seele der anderen. Un 
ter all den vielen Menschen, die wir zur Ausübung der Regierungsfunk 
tionen ins Ausland senden, befindet sich nur eine Handvoll, die so viel 
Geist hat, die Herzenssprache des zu beherrschenden Volkes zu ver 
stehen. Manchmal schreiben solche Männer Bücher, wie: Die Seele des 
Volkes (The Soul of the People) oder: Die Reichsregierung in Indien 
(Imperial Rule in India). Das eine will uns von dem unüberbrück 
baren Abgrund der Geister, der uns von unseren abhängigen Völker 
schaften trennt, erzählen; das andere soll uns zeigen, wie fremd unse 
ren politischen Gedanken und Einrichtungen die Vorstellungen und In 
stitutionen sind, die für unsere beherrschten Völker am geeignetsten 
wären. So begehen wir Fehler auf Fehler und sind darüber des Dün 
kels voll, wie wir unsere Lasten tragen, während wir die ganze Zeit mit 
roher Gewalt das Zepter führen. 
Eine Welt- oder imperialistische Politik, die sich auf die Anschauung 
stützt, daß der natürliche Reichtum der Tropenländer der Welt zu 
gänglich sein müßte, hat eine andere wichtige Seite. Hat ein Volk 
das Recht, sich in anderen Ländern, besonders in jenen, die nur teil 
weise besetzt sind, anzusiedeln? Ist ein Land berechtigt, Einwanderer 
auszuschließen, obgleich es seine Schätze nicht vollständig ausnutzt? 
Soll Japan z. B. aus Gründen internationaler Billigkeit darauf bestehen, 
daß die Westküsten des amerikanischen oder australischen Kontinentes 
seine Angehörigen aufnehmen müßten? Soll Australien, dessen Hilfs 
quellen wegen mangelnder Arbeitskräfte eingestandenermaßen nicht so 
Verwertet werden, wie sie es sollten, in seiner Weigerung, dem Strom gel 
ber oder weißer Einwanderer die Grenzen zu öffnen, unterstützt werden? 
Wenn die Ausschließungspolitik adoptiert wird, so hat sie gewöhn 
lich eine ökonomische Bedeutung. Die Politik der Weißen Australiens
	        

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Sozialismus Und Regierung. Eugen Diederichs, 1912.
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