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Sozialismus und Regierung

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Bibliographic data

fullscreen: Sozialismus und Regierung

Monograph

Identifikator:
895241919
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-18464
Document type:
Monograph
Author:
MacDonald, J. Ramsay http://d-nb.info/gnd/118729896
Title:
Sozialismus und Regierung
Place of publication:
Jena
Publisher:
Eugen Diederichs
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (XXIV, 186 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
V. Die Demokratie und das Imperium
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Sozialismus und Regierung
  • Title page
  • I. Der Staat
  • II. Das Wahlrecht
  • III. Die politische Organisation des Staates
  • IV. Die Partei und das Parlament
  • V. Die Demokratie und das Imperium
  • VI. Der sozialistische Staat
  • Contents

Full text

148 
logie wurzeln, die aber ebensooft als sonst irgend etwas politischen Ur 
sprungs sind, außerordentlich verstärkt. In dem Grade, als dies der Fall 
ist, kann das Gewicht der Probleme, die das Vorurteil erzeugt, durchsorg 
fältiges Verfahren gemildert werden. Als Beweis, daß es eine erworbene 
Abneigung ist, kann ich den Fall des amerikanischen Mulatten anführen. 
In den Südstaaten bildete der Mulatte vor dem Kriege eine dritte Rassen 
kategorie, die zu den Weißen gute Beziehungen pflegte und die den Neger 
verachtete. Doch die Verkündigung der Negerbefreiung zerstörte die 
Privilegien des Mulatten. Er wurde in das Lager des Negers zurückge 
worfen, er akzeptierte die neue Kameradschaft. Heute hat er sich selbst 
mit seinem Bruder reineren Geblüts identifiziert und macht mit ihm 
gemeinsame Sache. Das Umgekehrte ereignete sich in der Kapkolonie, 
als diese ihre Verfassung erhielt. Der gelinde Druck, den die Reichs 
behörde zugunsten der politischen Anerkennung der Eingeborenen 
ausübte, sicherte ihnen das Wahlrecht. Seitdem hat der Rassenkampf, 
der die anderen südafrikanischen Kolonien beunruhigt hat, im Kap- 
land aufgehört. Trotzdem existiert die Rassenabneigung, was auch 
ihre Ursachen sein mögen. Sie bildet für die Staatsmänner des Reiches 
eine sich stetig verschärfende Schwierigkeit. 
Auch dürfen wir nicht vergessen, daß eine Rasse desto untauglicher 
wird, sich mit einer anderen von verschiedenen Eigenschaften zu ver 
mischen, je älter jene erste Rasse ist. Die Sprödigkeit kommt mit 
dem Alter. Die Umgebung gibt der Rassenbeschaffenheit ein festes 
Gepräge, die Auslese spezialisiert einige Eigenschaften und eliminiert 
andere, so daß mit der Zeit die vielen Entwicklungsmöglichkeiten be 
schränkt werden, die sich einer neuen Rasse auftun, deren reiche 
^Eigenschaften noch gären und unentwickelt sind, einer Rasse, die in 
ein Milieu gestellt worden ist, das auf Rasseneigentümlichkeiten noch 
keinen Eindruck hinterlassen hat. Die Kreuzung erzeugt dann weniger 
verheißungsvolle Erfolge 1 . 
Selbst vom Standpunkte der eingeborenen Rasse hat die Vermischung 
1 Sir Sydney Olivier kommt in seinem Buche über White Ccepital and Coloured 
Labour zu einem anderen Schlüsse als ich. Kreuzung vergleicht er mit der 
Vermischung von Kandisfasern durch Ausziehen. In dem Maße als die Strähne 
gezogen und doubliert werden, werden sie immer feiner, bis bei der Beendi 
gung dieses Verfahrens eine gleichartige Farbe hergestellt ist, die sich von den 
beiden Stammfarben unterscheidet. Diese Ansicht harmoniert jedoch nicht 
mit dem beobachteten Prozeß der Hybridation. Sie berücksichtigt nicht die 
Verschiedenheit der Ergebnisse, die zu der Theorie der Vererbung mit re 
zessiven und dominierenden Anlagen (Spaltungs- und Prävalenzregel) geführt
	        

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Sozialismus Und Regierung. Eugen Diederichs, 1912.
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