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Sozialismus und Regierung

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Bibliographic data

fullscreen: Sozialismus und Regierung

Monograph

Identifikator:
895241919
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-18464
Document type:
Monograph
Author:
MacDonald, J. Ramsay http://d-nb.info/gnd/118729896
Title:
Sozialismus und Regierung
Place of publication:
Jena
Publisher:
Eugen Diederichs
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (XXIV, 186 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
V. Die Demokratie und das Imperium
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Sozialismus und Regierung
  • Title page
  • I. Der Staat
  • II. Das Wahlrecht
  • III. Die politische Organisation des Staates
  • IV. Die Partei und das Parlament
  • V. Die Demokratie und das Imperium
  • VI. Der sozialistische Staat
  • Contents

Full text

149 
zweifelhaften Wert. In Amerika, wo von io Millionen Farbigen min 
destens 3 Millionen ersichtlich Mulatten sind, ist die Vermischung kein 
greifbarer Segen gewesen. Wenn es auch richtig ist, daß einige der größ 
ten Führer der Farbigen, wie Frederick Douglas, Booker T. Washington, 
Dr. Du Bois, das Blut von Weißen in sich hatten, so war auf der an 
deren Seite Paul Lawrence Dunbar ein unverfälschter Neger. 
Der Bastard bleibt stets der unglückliche Herd von widerstreitenden 
Moralempfindungen und Impulsen der Rassen, der schwankende Bür 
ger, der durch außergewöhnliche Mitglieder seiner Rasse wohl Ehren 
titel erhält, aber durch diese Auszeichnungen sein Unglück desto tiefer 
empfindet L Ein Staat wie die nordamerikanische Union, die das Blut 
einer fremden Rasse in großen Strömen in sich aufnimmt, hat sich 
durch einen langen Prozeß von den moralwidrigen Maßnahmen und 
staatsbürgerlichen Unsicherheiten zu läutern, die ewige Schatten ihrer 
Geschichte bilden. 
Es mag sein, daß eine Mulattenbevölkerung vom industriellen Stand 
punkt aus als Verbindungsglied zwischen den Funktionen, die die Wei 
ßen und Eingeborenen erfüllen, gute Dienste leisten könnte; aber dies 
rechtfertigt doch kaum, daß man die Rassenvermischung willkommen 
heißt. 
Erziehung und Regierung sind der wirklichen Vermischung verwandt, 
denn sie bringen den Geist und das soziale Vermächtnis der beiden 
Rassen in Berührung. Trotz des Stolzes, mit dem uns unser Tun er 
und das Interesse, das jetzt für Mendels Untersuchungen bekundet wird, hervor 
gerufen haben. Im günstigsten Falle ist Sir Sydney Oliviers Lehre eine Variation 
des preisgegebenen Galtonschen Gesetzes, über das sich Professor Bateson wie 
folgt geäußert hat: „Es steht ziemlich fest, daß es in der Vererbung keine große 
Gruppe von Tatsachen gibt, auf die Galtons System oder irgendeine Modifi 
kation hiervon ausschließlich angewandt werden kann". (Mendel, Principles of 
Heredity, p. 56). Könnten wir mit dem Menschen wie mit den Hunden experi 
mentieren und alle nicht wünschenswerten Rückschläge und Kombinationen 
vernichten, so könnten die Wirkungen der Kreuzung zwischen der weißen und 
schwarzen Rasse hoffnungsvoll sein. Doch dies vermögen wir nicht. Selbst die 
Segregation ist unmöglich, wenn wir es mit Menschen zu tun haben, so daß es 
ein müßiger Gedanke ist, durch Verbindung von Weißen und Schwarzen einen 
neuen konstanten Typus hervorbringen zu wollen, ausgenommen vielleicht nach 
Ablauf von Jahrhunderten, wenn die langsamen, unsteten und ungewissen Ope 
rationen der natürlichen Auslese gewisse Elemente ausgerodet und andere fixiert 
haben können. 1 Siehe Du Bois: The Souls of Black Folk, eines der ergreifendsten 
Bücher, die je geschrieben worden sind. Ein Satz aus dem „The Afterthought' 
lautet: „Laßt Wahrheit in die Ohren eines schuldigen Volkes klingen, und 
70 Millionen seufzen in diesen schrecklichen Tagen, wo die menschliche Brüder 
lichkeit ein Hohn und eine Schlinge ist, nach der Gerechtigkeit, die die Natio 
nen erhöht."
	        

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Sozialismus Und Regierung. Eugen Diederichs, 1912.
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