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Sozialismus und Regierung

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Bibliographic data

fullscreen: Sozialismus und Regierung

Monograph

Identifikator:
895241919
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-18464
Document type:
Monograph
Author:
MacDonald, J. Ramsay http://d-nb.info/gnd/118729896
Title:
Sozialismus und Regierung
Place of publication:
Jena
Publisher:
Eugen Diederichs
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (XXIV, 186 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
VI. Der sozialistische Staat
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Sozialismus und Regierung
  • Title page
  • I. Der Staat
  • II. Das Wahlrecht
  • III. Die politische Organisation des Staates
  • IV. Die Partei und das Parlament
  • V. Die Demokratie und das Imperium
  • VI. Der sozialistische Staat
  • Contents

Full text

156 
gewaltsamen Niederhaltung der ausgebeuteten Klasse in den durch 
die bestehende Produktionsweise gegebenen Bedingungen der Unter 
drückung (Sklaverei, Leibeigenschaft oder Hörigkeit, Lohnarbeit). Der 
Staat war der offizielle Repräsentant der ganzen Gesellschaft, ihre Zu 
sammenfassung in einer sichtbaren Körperschaft, aber er war dies nur, 
insofern er der Staat derjenigen Klasse war, welche selbst für ihre Zeit 
die ganze Gesellschaft vertrat: im Altertum Staat der sklavenhalten 
den Staatsbürger, im Mittelalter des Feudaladels, in unserer Zeit der 
Bourgeoisie. Indem er endlich tatsächlich Repräsentant der ganzen 
Gesellschaft wird, macht er sich selbst überflüssig. Sobald es keine 
Gesellschaftsklasse mehr in der Unterdrückung zu halten gibt, sobald 
mit der Klassenherrschaft und dem in der bisherigen Anarchie der 
Produktion begründeten Kampf ums Einzeldasein auch die daraus 
entspringenden Kollisionen und Exzesse beseitigt sind, gibt es nichts 
mehr zu reprimieren, das eine besondere Repressionsgewalt, einen 
Staat, nötig machte.“ 1 Dies erklärt mit bewunderungswerter Klar 
heit den Standpunkt Engels’. Nur ein weiterer Satz muß noch hinzu 
gefügt werden. Nachdem der Staat von den Produktionsmitteln Be 
sitz genommen hat, fährt Engels fort: „Das Eingreifen einer Staats 
gewalt in gesellschaftliche Verhältnisse wird auf einem Gebiete nach 
dem anderen überflüssig und schläft dann von selbst ein. An die Stelle 
der Regierung über Personen tritt die Verwaltung von Sachen und 
die Leitung von Produktionsprozessen. Der Staat wird nicht ,abge 
schafft‘, er stirbt ab.“ 2 
Nie ist ein wissenschaftlicher Denker von einer Formel und einem 
Dogma gründlicher irregeführt worden. Die historische Entwicklung 
wäre eine fortlaufende Kette von Klassenkämpfen gewesen, die in die 
Aufhebung der Klassenkämpfe münden müsse. Der Staat wäre das 
Werkzeug gewesen, durch das die jeweilig herrschende Klasse die an 
deren Klassen in Unterdrückung gehalten hätte; wenn deshalb die Pe 
riode der Unterdrückungs- und Herrschaftsverhältnisse ende, so werde 
auch der Staat aufhören. Dies ist einer der einschneidendsten Beweise 
von der Unzulänglichkeit der Klassenkampftheorie als einer Erklärung 
des sozialen Fortschrittes. Die Theorie zerstört die Auffassung von dem 
1 Friedrich Engels: Die Entwicklung d. Soz. v. d. Utopie z. Wiss. p. 40. 2 In 
diesen wie in anderen dogmatischen Punkten folgt Bebel mit getreuer Genauig 
keit Engels. „Der Staat hört mit dem Herrschaftsverhältnis auf . . .“ (Bebel: 
Die Frau, p. 149, Zürich 1883).
	        

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Sozialismus Und Regierung. Eugen Diederichs, 1912.
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