Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Sozialismus und Regierung

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Sozialismus und Regierung

Monograph

Identifikator:
895241919
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-18464
Document type:
Monograph
Author:
MacDonald, J. Ramsay http://d-nb.info/gnd/118729896
Title:
Sozialismus und Regierung
Place of publication:
Jena
Publisher:
Eugen Diederichs
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (XXIV, 186 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
VI. Der sozialistische Staat
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Sozialismus und Regierung
  • Title page
  • I. Der Staat
  • II. Das Wahlrecht
  • III. Die politische Organisation des Staates
  • IV. Die Partei und das Parlament
  • V. Die Demokratie und das Imperium
  • VI. Der sozialistische Staat
  • Contents

Full text

158 
sich langsam vollziehen, wie eine Reise durch die Wildnis. Die mensch 
liche Organisation ist nicht allein in ihrer Physiologie, sondern auch in 
ihren Gewohnheiten und Arten des Denkens, in ihrem Einbildungsver 
mögen und ihren Bemühungen, fest ausgebildet und konservativ. Und 
wenn wir es mit der Masse zu tun haben und nicht bloß mit dem Ein 
zelnen, so wird der Widerstand, den das Individuum allein dem Wechsel 
entgegensetzt, durch die Unbeweglichkeit dieser Masse ganz gewaltig er 
höht. Der Einzelne, der zusammen mit seinesgleichen als eine Einheit 
im Rahmen des sozialen Ganzen arbeitet, verliert seinen Freiheitssinn. 
Sein Geist wird Massengeist; über die utopistische Großmütigkeit sei 
ner eigenen Überzeugungen schüttelt er den Kopf, verweigert ihnen 
die Gefolgschaft und entnimmt seinem „Milieu“ die „anwendbaren“ 
Ideen praktischer Betätigung. So versucht das reformierende Indivi 
duum, das sich isoliert und in Bewegung hält, vergebens, die trägen 
Massen kaum beweglicher Menschen in Fluß zu bringen h Während der 
langen Zeiten historischer Umwandlung kommen im Gemeinwesen 
Klassen auf Klassen, Interessen nach Interessen in rationeller Pro 
gression zur Geltung. Sie dominieren die Gemeinschaft, entwickeln 
eine politische und wirtschaftliche Ordnung, die ihren Willen aus 
drückt, errichten ein politisches und ökonomisches Gehäuse, das auf 
breiterer Grundlage ruht und sich dem Typus einer vollkommenen 
sozialen Verfassung mehr nähert, als die Ordnung ihrer Vorgänger, die 
die Gewalt ausübten. Schließlich geben auch sie wieder Klassen und 
Interessen Raum, die auf einer höheren Warte stehen als sie selbst. 
Aber in all dieser Zeit hat der Staat, der den bestehenden Gewalten 
und den herrschenden Interessen zweifellos gehorcht, gehandelt und 
nicht etwa bloß wie ein Eunuche, dessen Amt die Zivilisation abschaf 
fen muß, sondern wie ein Organ, das eine Funktion erfüllt, die in einer 
organisierten Gemeinschaft stets von irgendeiner Instanz ausgeübt 
werden muß, ganz gleich, wer die Staatsgewalt innehat. Wie der 
Körper, so verändert sich der Staat mit dem Werkzeuge, dem Willen, 
der Idee. Durch seine Taten hat der Staat z. B. den Niedergang ihn 
beherrschender Interessen als auch ihre Stärke, die Bildung einer neuen 
Synthesis von Interessen sowohl wie die Herrschaft der alten gezeigt. 
Dies bezeugt das Hineinwachsen des mittelalterlichen Staates in den 
1 Die Massen bewegen sich rasch und manchmal turbulent, aber die Gesetze 
ihrer Bewegung und ihrer inneren flutartigen Impulse gehen mich hier nicht 
weiter an.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

The Freedmen’s Savings Bank. Univ. of North Carolina Press, 1927.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What color is the blue sky?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.