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Sozialismus und Regierung

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Bibliographic data

fullscreen: Sozialismus und Regierung

Monograph

Identifikator:
895241919
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-18464
Document type:
Monograph
Author:
MacDonald, J. Ramsay http://d-nb.info/gnd/118729896
Title:
Sozialismus und Regierung
Place of publication:
Jena
Publisher:
Eugen Diederichs
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (XXIV, 186 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
VI. Der sozialistische Staat
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Sozialismus und Regierung
  • Title page
  • I. Der Staat
  • II. Das Wahlrecht
  • III. Die politische Organisation des Staates
  • IV. Die Partei und das Parlament
  • V. Die Demokratie und das Imperium
  • VI. Der sozialistische Staat
  • Contents

Full text

183 
Voraussetzung der Gleichheit ist ein Zustand, der die Entfaltung, das 
Aussich heraustreten der Persönlichkeit ermöglicht. Die Gleichheit ist 
nur eine Seite der Freiheit. Sie bedeutet die Freiheit, unter Bedingungen 
mit anderen zu schaffen, die die Interessenverschiedenheiten aussöhnen. 
Deshalb ist sie weder mit der vernunftgemäßen Ungleichheit des Al 
ters, der Mutterschaft, der Verschiedenheit in den Funktionen, der 
Tüchtigkeit, noch mit jener formalen Ungleichheit unvereinbar, die 
aus Huldigungsakten entsteht. Unverträglich ist sie nur mit einer 
Unterordnung, die die Vernunft nicht anerkennt. Deshalb wechselt 
ihre Bedeutung mit Rücksicht auf die wirkliche Erfahrung unaufhör 
lich, weil sich der Daseinsgrund eines jeden Systems von Beziehungen 
fortgesetzt verändert. 
Andererseits kann formale Gleichheit mit tatsächlicher Ungleichheit 
Zusammengehen. Nominell liegt den Leuten, die sich aus den Reihen 
der Armee erheben — und einigen ist es gelungen —, kein Hindernis 
im Wege. Doch sündigt der arme Mann mit dem Reichen, so wird 
jenem nicht vergeben, während diesem verziehen wird, welche Ent 
deckung einst ein unglücklicher General machte. 
Der Sozialismus sichert also das Ideal der Gleichheit, indem er das 
Individuum in den Stand setzt, in dem sozialen Organismus in einer 
Weise mitzuwirken, die ihm als einem Teile und der Gesellschaft als 
einem Ganzen am besten angemessen ist. 
Doch um von dem anderen Ideale zu reden: wo ist denn unter dem 
industriellen Konkurrenzsystem die Brüderlichkeit gewesen oder wie 
konnte dort von ihr die Rede sein? Der Wunsch nach Brüderlich 
keit hat dem Leben vorgeschwebt, wie eine Vision von dem „Höch 
sten, das für die Erde zu hoch ist". Denn die Brüderlichkeit bedeutet 
etwas mehr als Sympathie und ähnliche Tugenden, ohne die das Da 
sein der Gesellschaft nicht möglich gewesen wäre und ohne die sie auf 
einem sittlichen Pfade nicht hätte fortschreiten können. Die Sym 
pathie ist ein Strom, der sich aus dem menschlichen Herzen ergießt, 
wenn es leidet oder liebt oder Mitleid empfindet. Die Brüderlichkeit 
ist aber ein soziales Band, das die Menschen selbst dann verknüpft, 
wenn die Sympathie nicht in Aktion tritt, ein Band, das die Menschen 
in ihrem Streben zu einem gemeinsamen Ziele verbindet und die Be 
dingungen erzeugt, wo das „einer für alle und alle für einen“ gilt. 
Die französische Revolution brachte dies nicht zustande. Der Maien
	        

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Sozialismus Und Regierung. Eugen Diederichs, 1912.
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