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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
H
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Haare 
155 
Haifisch 
H. 
Haare (frz. Cheveux, engl. Hair) verschiede 
ner Tierarten, wie Biber, Hasen, Kaninchen, 
Roß, Ziegen usw. werden namentlich in Pinsel- 
und Bürstenfabriken vielfach verwendet. .Roß 
haare dienen auch zur Herstellung von Polster 
material und Gespinstwaren. 
Haarfärbemittel- Die früher benutzten H. ent 
hielten neben organischen Verbindungen meist 
Blei- und Kupfersalze. Seitdem aber durch das 
Farbengesetz vom 5. VII, 1887 (s. Farben) die 
Verwendung giftiger Metalle zur Herstellung 
kosmetischer Präparate verboten ist, kommen 
vorwiegend ammoniakalische Silberlösungen für 
sich oder in Verbindung mit Pyrogallol zum 
Verkehr. Diese Mittel sind nicht zu beanstan 
den. Hingegen ist vor dem Gebrauch einiger 
neuerer H., wie Phoenix, Teinture africaine, 
Eau de Raffah, Kronen-Nußextrakt-Haarfarbe, 
Nutin, ausdrücklich zu warnen, weil diese das 
giftige Paraphenylendiamin enthalten und in 
verschiedenen deutschen Bundesstaaten durch 
Verordnungen, in der Schweiz durch Gesetz, 
verboten sind. 
Haargewebe (Haartuch, frz. Tissus de crin, 
engl. Hair scating). Aus Haaren wqrden im Ge 
misch mit anderen Fasern verschiedenartige 
Stoffe für Decken, Teppiche, wasserdichte Män 
tel usw. hergestellt. Die sog. Haardecken, 
Haarziechen, aus den kürzeren Haaren von 
Pferden und Rindern, dienen zur Herstellung 
von Packtüch, einfachen Teppichen, Pferde-und 
Schiffsdecken, Preßtüchern zum Ölschlagen und 
Regenmänteln. Aus den langen Haaren der 
Pferdeschweife werden die Roßhaarstoffe, 
die besonders als Siebböden vielfache Anwen 
dung finden, hergestellt. Die verschiedenen Num 
mern der letzteren führen besondere Namen, wie 
Pfefferböden, Safranböden, Pulver-, Müllerböden 
und dienen zum Absieben von Mehl, Grieß, Gips, 
Schießpulver, feinen Gewürzen, Drogen und 
Vegetabilicn. Für andere Zwecke sind die Roß 
haargewebe gewöhnlich gemischte Stoffe (Haar 
tuch) mit baumwollener Kette und Einschuß 
von Haaren und finden in Verbindung mit Stroh 
oder Manilahanf als Einlage in Halsbinden, als 
bauschende Unterfutter, zu Mützen, Beuteltuch 
und Damenhüten Verwendung. 
Haarstrangwurzel (lat. Radix peucedani, frz. 
Racine de peucedane, engl. Peucedanum root), 
die unangenehm riechende Wurzel von Peuce 
danum officinale, wird in der Tierheilkunde 
gegen Schafräude benutzt. 
Haarwuchsmittel. Neben vielen unschädlichen, 
Wennschon wertlosen Präparaten werden eine 
Reihe bedenklicher Zubereitungen vertrieben, 
welche Pilokarpin, Veratrin oder Kantharidin 
enthalten und z. T. bösartige Hautentzün 
dungen hervorgerufen haben. Besonders sind 
solche nach dem Gebrauche von Craven-Bur- 
Highs H. beobachtet worden. 
Haematogcn, ein Nähr- und Kräftigungsmittel 
a us defibriniertem Blut, das zur Verbesserung 
des Geschmacks und zur Erhöhung der Halt 
barkeit einen Zusatz von Glyzerin erhält. 
Hafer (lat. Avena, frz. Avoine, engl. Oats), 
eine der wichtigsten Getreidearten, gedeiht in 
den nördlichen Gegenden Europas, Asiens und 
Amerikas, besonders in Schottland, an den 
Küsten der Nord- und Ostsee und auf höheren 
Gebirgen Mitteleuropas und wird in zahlreichen 
Arten angebaut. Die meisten derselben gehören 
botanisch zu dem gemeinen oder Rispen 
hafer, Avena sativa, oder, wie der Türki 
sche, Kamm- oder Fahnenhafer zu A, 
orientalis, während der kurze H. oder Sper 
lingsschnabel, A. brevis, nur selten ange 
baut wird und meist wild wächst. H. wird im 
Norden nur als Sommerfrucht, in südlicheren 
Gegenden auch als Winterfrucht gebaut und 
geht bis zu einer nördlichen Breite von 67° und 
in der Schweiz bis zu Höhen von 1700 m. Er 
ist die anspruchsloseste Getreideart, liefert selbst 
auf schlechtem Boden noch einen Ertrag und 
hat eine Reifezeit von 110—150 Tagen. Als 
mittlere Ernte rechnet man auf den Hektar 25 
bis 32 hl Körner, im Gewicht von 3i : —50 kg für 
1 hl, und 10—35 Ztr. Stroh. Der PI. unterschei 
det sich von den übrigen Getreidearten durch 
einen ziemlich hohen Fettgehalt, welcher bis zu 
10 0/0 steigt, und enthält im Mittel etwa 12 0/0 
Wasser, 10 0/0 Protein, 50/0 Fett, ioo/ 0 Rohfaser, 
3 0/0 Salze und 60 o/ 0 Kohlenhydrate. Die Körner 
bilden das Hauptfutter für Pferde, in zurück 
tretendem Maße auch für Geflügel und Rind 
vieh. Das Mehl wird, vielfach zur Herstellung 
von Kindermehlen (Nestle, Kufeke), Hafer 
kakao und ähnlichen Zubereitungen, seltener 
zur Brotbereitung benutzt. — Die Hafergrütze 
(Quaker oats, lat. Avena excorticata, frz. 
Gruau d’avoine, engl. Oats groats), das Haupt 
nahrungsmittel der Schotten, dient zur Her 
stellung von Brei und Suppen in geröstetem Zu-, 
stände, in England zur Bereitung eines kühlen 
den Getränkes und zu medizinischen Zwecken. 
Die deutsche Produktion betrug ihn Jahre 1912 
rund 9 Millionen Tonnen, der Einfuhrüberschuß 
602000 t. 
Hagibutten (Hainbutten, lat. Fructus cynos- 
bati, frz. Fruit du rosier sauvage, engl. Hips) 
sind die reifen, roten, getrockneten Früchte der 
Hundsrose, Rosa canina, die, von den zahl 
reichen Samenkörnchen befreit, in der Küche 
zu Tunken und Suppen sowie medizinisch ge 
braucht werden. — Die Samen (lat. Semen 
cynosbati, frz. Semences de fruit du rosier sau 
vage, engl. Wild-dogrose-seeds) werden medi 
zinisch als harntreibendes Mittel sowie als 
Kaffee- und Tee-Ersatz benutzt. 
Haifisch. Von den zahlreichen Arten des H.: 
Hundshai (Scyllium canicula), Katzenhai 
(Scyllium catulus), Blauhai (Carcharias 
glaucus) u. a. wird hauptsächlich die rauhe 
Haut (s. Fischhaut) als Poliermittel benutzt. 
Die Rückenflossen (Haifischflossen) gelten 
den Chinesen als Delikatesse und werden von 
ihnen, ebenso wie das in Streifen geschnittene 
und eingesalzene Fleisch, als Nahrungsmittel 
verwertet. Der aus der Leber gewonnene Hai-
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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