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Bibliographic data

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Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Ingweröl 
175 
Ipekakuanhawurzel 
Nur die letzteren ästigen Seitenknoüen werden 
gesammelt. Es sind abgeplattet-rundliche, mehr 
oder minder gebogene, meist durch Abschnürun 
gen in Glieder geteilte Stücke. Je nach der Art 
der Gewinnung unterscheidet man den sog. 
weißen oder schwarzen I. Der erstere stellt 
die gewaschene, geschälte und an der Luft oder 
Sonne getrocknete Ware von gelblichweißer 
Farbe und faserig-mehligem Bruch dar. Bei dem 
letzteren wird die Wurzel erst gebrüht, wodurch 
die Stärke verkleistert, hornartig wird, und eine 
dunklere Farbe entsteht. Der I. enthält neben 
reichlichen Mengen (45 °/o) charakteristisch ge 
formter Stärkekörner ein scharf schmeckendes 
Harz und ein aromatisches ätherisches Öl, welche 
den Gewürzwert bedingen. Von den zahlreichen 
Handelssorten hat der Bengalische I., der die 
Eigenschaft des weißen und des schwarzen I. ver 
einigt und nur auf den Seiten geschält ist, die 
größte Bedeutung. Der Köchin-, Zeylon- und 
Malabar-I. bildet kleinere, rundliche, bis 5 cm 
lange, geschälte und oft gekalkte Stücke, wäh 
rend der chinesische großstückig, dicht, hart 
und ungeschält ist und daher runzelig, graubraun 
und auf dem Bruche glänzend und bleigrau er 
scheint. Der afrikanische I. von Sierra Leone 
besteht aus ungeschälten oder halbgeschälten, 
nieist aber gekalkten und gebleichten Stücken, 
und der sehr beliebte, stets geschälte Jamaika-I. 
verdankt seine helle Färbung meist einem Kalk 
überzug oder einer intensiven Bleichung mit 
Chlor oder Natriumsulfit, die zwar Insekten ab- 
halten soll, aber jedenfalls die Güte der Ware 
verringert. Die anderen Sorten aus Barbados 
und Brasilien haben nur geringe Bedeutung. Der 
I. wird in ganzem Zustande Häufig durch Extrak- 
Hon, in Pulverform durch mineralische Beschwe- 
tüngsmittel verfälscht. Als Höchstgehalt an Mi- 
ueralstoffen hat 8°/o, an Sand 3 °/o zu gelten. Die 
Menge des Wasserextraktes beträgt t2°/o. Der 
Ingwer findet vielfache Anwendung als Gewürz 
w ie zur Herstellung von Likören und Extrakten 
und wird auch, in frischem Zustande in Seewasser 
Seweicht und dann in Zuckersirup eingelegt, als 
eingemachter I. verkauft. 
Ingweröl (lat. Oleum zingiberis, frz. Essence 
He gingembre, engl. Ginger-oil), das aus dem 
Ingwer durch Destillation mit Wasserdampf ge 
wonnene grüngelbe äth rische Öl ist ziemlich dick 
flüssig, schmeckt unä riecht sehr aromatisch nach 
Jngwer und hat ein spez. Gew. von o 877—0,886. 
Es enthält Phellandren und Rechts-Kamphen und 
, ® t linksdrehend. (a,, 
■25—45 °.) I. wird bei 
Her Bereitung zusammengesetzter aromatischer 
Eiköre mit verwandt. 
Insektenpulver, das bekannte Mittel gegen 
Meines Ungeziefer, besteht aus den getrockneten 
Und gepulverten Blüten verschiedener, unseren 
Kamillen verwandter Pyrethrum- oder Chry 
santhemum-Arten, die früher meist aus dem 
, r ient kamen, jetzt aber auch aus Dalmatien 
eui geführt werden. Von den beiden wichtig- 
(t> en Handelssorten stammt das persische I. 
'J ulvis florum pyrethri rosei) von dem im süd- 
° s Hichen Kaukasus heimischen, in Südrußland 
® u ch angebaufen Chrysanthemum roseum 
“nd Chr. Marschailii, Syn. Pyrethrum car- 
ne nnr oder P. roseum ab, deren aus braun 
Veränderten Schuppen zusammengesetzter kreisel 
förmiger Hüllkelch blaßrötliShe, getrocknet vio 
lette Strahlenblüten und gelbliche Scheibenblü 
ten umschließt. Das Montenegriner oder Dal 
matiner I. (Pulvis florum chrysanthemi) wird 
aus den Blüten von Chrysanthemum oder 
Pyrethrum cinnerariaefolium hergestellt, 
die einen halbkugeligen Hüllkelch mit gelblich- 
braunen Schuppen, gelblichweiße Randblüten 
und sehr kleine, gelbe Scheibenblüten zeigen. 
Eine dritte als Buhach bezeichnete amerikani 
sche Sorte stammt ebenfalls von nach Kalifornien 
verpflanztem Chrysanthemum cinnerariaefolium. 
In gepulvertem Zustande besitzen alle Sorten eine 
gelblichbraune bis gelblichgrüne Farbe und einen 
eigentümlichen, nicht sehr starken Geruch. Da 
dieser sich aber mit der Zeit verliert, muß die 
Ware gut verschlossen aufbewahrt werden, ohne 
auch hierdurch immer wirksam erhalten zu blei 
ben. Als wirksame Bestandteile betrachtet man 
hauptsächlich die am Grunde der Scheiben 
blüten sitzenden Harzdrüsen, aus denen Pyre- 
throxinsäure, ein Alkaloid Chrysanthemin 
und ein stickstofffreier Körper Pyrethrosin 
isoliert worden sein sollen. Fujitani fand einen 
neutralen stickstofffreien Ester, das Pyrethran, 
das sich bei der Verseifung und beim Liegen zu 
Pyrethrol (Co^H^OH) zersetzt. Die Unterschei 
dung der gepulverten Sorten, von denen jetzt 
die Dalmatiner, und zwar besonders von wilden, 
noch nicht aufgeblühten Blüten am höchsten ge 
schätzt wird, ist nicht immer möglich. Das beste 
Mittel zur Erprobung der Wirksamkeit besteht 
darin, daß man das Pulver mit lebenden Wanzen 
und Ameisen zusammenbringt. Noch energischer 
wirkt Ausräuchern mit dem auf glühende Kohlen 
geworfenem Pulver oder Einreiben mit der alko 
holischen Tinktur, die selbst in zehnfacher 
Verdünnung gegen Moskitos schützt und in kon 
zentrierter Form gegen Krätze hilft. Als Ver 
fälschungsmittel sind häufig Blüten von Chry 
santhemum leucanthemum, Kamillen usw. beob 
achtet worden. 
Inulin (Alantstärke, Dahlin, Alantin, lat. 
Inulinum), ein dem S ärkemehl ähnliches Kohlen 
hydrat, findet sich in verschiedenen Pfianzen- 
wurzeln, namentlich in der Alantwurzel, Zichorie, 
Löwenzahnwurzel und den Knollen der Georgi 
nen als ein weißes, geruchloses, in Wasser lös 
liches Pulver, das durch Jod nicht blau gefärbt 
wird, in Alkohol und Äther ganz unlöslich ist und 
beim Erwärmen mit verdünnter Salzsäure Links 
fruchtzucker, Fruktose, gibt. Das I. wird medizi 
nisch verwandt. 
Invertzucker nennt man die Mischung gleicher 
Teile Glykose und Fruktose, welche, bei der 
Hydrolyse von Rohrzucker entsteht. Er wird 
durch Behandlung des letzteren mit verdünnten 
Säuren (Salzsäure, Schwefelsäure), neuerdings 
auch mit Kohlensäure, dargestellt, und bildet 
einen rein süß schmeckenden, linksdrehenden 
Sirup, der als Ersatz des Rohrzuckers bei der 
Herstellung von Kunsthonig, Marmeladen und 
anderen Obstkonserven benutzt wird. 
Ipekakuanhawurzel (Brechwurzel, lat. Ra 
dix ipecacuanhae, frz. Racine d'Ipöca, engl. Ipe- 
cacuanha root) wird besonders von Brasilien aus 
versandt, neuerdings aber auch in Ostindien an 
gebaut, während eine aus Neu-Granada (Karta- 
gena) stammende Sorte nicht in Aufnahme ge
	        

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Volkswirtschaftliches Lesebuch Für Kaufleute. Verlag der Waldow’schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler), 1905.
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