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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Ivaöl 
177 
Japanlack 
als Zusatz zu dem sogenannten Schweizertee und 
fertigt daraus einen beliebten bitteren Likör, 
Ivabitter oder Ivalikör. Das Kraut enthält 
die Bitterstoffe Ivain, Achillein und Mos cha 
tin sowie 0,4 o/o eines ätherischen Öles, Ivaöl. 
Ivaöl (lat. Oleum ivae. frz. Essence d’Iva, engl. 
J 
Jaborandi (lat. Folia jaborandi, frz. Feuilles de 
jaborandi, engl. Jaborandi leaves) nennt man 
die Blätter verschiedener Rutazeen: Pilocar- 
pus pinnatifolius, P. Jaborandi, P. micro- 
phyllus, die aus Brasilien, besonders über 
Pernambuko eingeführt werden. Die Droge ent 
hält neben einem ätherischen Öl mehrere Alka 
loide: Pilokarpin (s.d.), Isopilokarpin, Pilo- 
karpidin und wirkt schweißtreibend, wird aber 
jetzt meist durch das rein dargestellte Pilokar 
pin ersetzt. 
Jakarandaholz (Zuckertannenholz, Poli- 
sander, P’olyxanderholz), eine dichte und 
schwere, namentlich zu Furnieren wie auch 
Drechslerarbeiten viel gebrauchte amerikanische 
Holzart, stammt hauptsächlich von der Bigno- 
niazee Jacaranda Brasiliens, wahrscheinlich 
aber auch noch von verschiedenen anderen Bäu 
men. Das rotbraune oder schwärzliche, von 
helleren und dunkleren roten Adern durchzogene 
und sehr politurfähige Holz kommt aus den 
trockenen Wäldern des inneren Brasilien, teils in 
Stämmen oder Blöcken, von denen der weiße, 
ziemlich dicke Splint abgehauen ist, teils in 
Scheiten und zu Bohlen geschnitten in den Han 
del. Je nach Färbung und Zeichnung unterschei 
det man gegen zehn verschiedene Sorten, von 
denen diejenigen, welche neben vielen Schatten 
partien auch schöne lichte Stellen zeigen, am 
höchsten geschätzt werden. Das beste J. wird 
über Rio de Janeiro, eine zweite Sorte über Bahia 
ausgeführt, während ein helleres ostindisches 
Vorkommen als geringwertiger gilt. 
Jalapenwurzel (Purgierwurzel, lat. Radix 
seu Tubera jalapae, frz. Racine de jalap, engl. 
Jalap root) nennt man die Wurzel eines in den 
ostmexikanischen Kordilleren wild wachsenden, 
wie' auch angebauten Windengewächses Exo- 
gonium purga Bentham (Ipomoea purga 
Hayne), die gleich nach dem Sammeln über 
freiem Feuer oder in heißer Asche getrocknet wird. 
Die knollig verdickten Wurzeln haben eine kugelige 
oder hinten- bis spindelförmige Gestalt, eine runze 
lig-höckerige Oberfläche von brauner bis schwarz- 
hrauner Farbe, widerlich bitteren, kratzenden 
Geschmack und von der Art des Trocknens oft 
etwas räucherigen Geruch. Die Bruchfläche ist 
gleichmäßig hornartig, im Innern mehlig, der 
Querschnitt zeigt unregelmäßig konzentrische, 
von Harzgängen gebildete Kreise. Neben Stärke, 
Zucker (20 o/o), Gummi und Mineralstoffen (5 bis 
6%) ist als wirksamer Bestandteil ein Harz (s. 
späjifer) vorhanden. Die echte J. von Verakruz, die 
kugelige oder eiförmige Stücke von der Größe 
einer Haselnuß bis zu der einer kleinen Faust 
bildet, enthält bis zu 17% Harz. Weniger wert 
v°H sind die J. von Jamaika und den Ncil- 
Mercks Warenlexikon. 
Iva oil), das durch Destillation der frisch ge 
trockneten blühenden Pflanze mit Wasserdampf 
erhaltene bläulichgrüne, pfefferminzartig schmek 
kende ätherische Öl vom spez. Gew. 0,928—0,959 
siedet bei 170—260°. Der Hauptteil, das sauer 
stoffhaltige Ivaöl, geht bei 170—210 0 über. 
gherrys. Als Mindestgehalt für offizinelle Ware 
verlangt das D. A. B. 9 0/0. Als sog. falsche 
Jalapen kommen die Wurzeln verwandter Ipo- 
moeaarten in den Handel, so die mehr längliche 
Tampikowurzel von Ipomoeä simulans, die 
unregelmäßig gekrümmte, ästig faserige Ori 
zabawurzel von Ipomoea orizabensis, die auch 
Jalapenstengel (Stipites jalapae, Radix ori- 
zabae) genannt wird, die Turpethwurzel von 
J. turpethum und die bis kopfgroße brasiliani- 
sche J. von Ipomoea operculata. Das Harz der 
letzteren ist dem Jalapenharz ähnlich, während 
dasjenige der drei anderen sich in Äther löst. 
Außer den falschen J. werden bisweilen Para 
nüsse, Kartoffeln und mit Alkohol extrahierte 
J. beigemischt, die am Fehlen des schwarzen 
Ifarzes in den Querrunzeln zu erkennen sind. 
Der Hauptausfuhrhafefi ist Verakruz, der früher 
mehrere hunderttausend Kilogramm betragende 
Verbrauch in Deutschland ist aber stark zurück 
gegangen. J. dient in Pulverform stark abfüh 
rend und muß trocken und vor Licht geschützt 
aufbewahrt werden. — Das Jalapenharz (lat. 
Resina Jalapae, frz. Rösine de jalap, engl. Jälaji 
resin) wird aus den zerkleinerten Knollen mit 
starkem Alkohol ausgezogen, der nach dem 
Eindampfen hinterbleibende harzige Rückstand 
mit Wasser gewaschen, darauf geschmolzen und 
in Stangen oder Zöpfe von graubrauner Ober 
fläche und hellbraunem glänzenden Bruch geformt. 
Das spröde und leicht zerreibliche Harz besteht im 
wesentlichen aus dem amorphen, in Wasser und 
Äther unlöslichen Konvolvulin, das bei 145° 
schmilzt und mit Alkalien die glykosidische Ko n - 
volvulinsäure liefert. Es ist selbst in Äther 
unlöslich und wirkt doppelt so stark abführend 
als die Knollen. Als Verfälschungsmittel sind 
Orizabin, Kolophonium, Guajakharz, Aloe u. a. 
beobachtet worden. 
Japanlack (Urushi), der Rohstoff für die be 
rühmten japanischen Lackarbeiten (s. lackierte 
Waren) besteht aus dem gereinigten Milchsäfte 
des giftigen Lackbaumes oder Firnissumachs, 
Rhus vernicifera, der in hervorragender Be 
schaffenheit aus den Gegenden Yoshino und 
Aidzu geliefert wird. Der unter dem Einflüsse 
eines Enzyms (Lakkase) zu einer zähen, süßlich 
riechenden Masse eingetrocknete Milchsaft hat 
ein spez. Gew. von 1,0020—1,0369 und enthält 
neben 10—34°/o Wasser, 1,7—3,5 »/o Stickstoff 
substanz und 3,0—6,5 °/o Gummi ungefähr 60 bis 
85 °/o einer Verbindung von der Formel C^HjgOo, 
die von einigen als eine Säure (U rushinsäure.t, 
von Tschirch als ein Harz (Urushin), von Mi 
yama als ein Phenol (Urushiol) angesehen 
wird. Außerdem sind noch geringe Mengen einer 
flüchtigen Säure zugegen, die als Ursache der 
12
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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