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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
A
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Alkohole 
13 
Aloe 
Sprit (94^-95 °/o), Feinsprit (95—97°/o) und 
absoluten A. (98V0I.0/0) unterschieden. Auch 
der letztere enthält noch geringe Mengen von 
Wasser, von denen er nur durch Behandlung 
mit gebranntem Kalk befreit werden kann. — 
Der wasserfreie Äthylalkohol, CjHjOH, ist 
eine farblose, leicht bewegliche Flüssigkeit vom 
spez, Gew. 0,79 bei 15°, die bei 78 P siedet und 
mit farbloser Flamme brennt. Er mischt sich 
mit Wasser in jedem Verhältnis und ist ein aus 
gezeichnetes Lösungsmittel für Harze, ätherische 
Oie und viele andere organische Stoffe. In kon 
zentrierter Form und größerer Menge wirkt er 
giftig, in Verdünnungen berauschend, Mikro 
organismen (Hefen, Bakterien) tötet er ab. Zum 
chemischen Nachweise kleiner A.-Mengen er 
wärmt man das Destillat mit etwas Jod und 
Natronlauge, wobei der Geruch und gelbe Kri 
stalle von Jodoform auftreten, oder man prüft, 
ob beim Erhitzen mit konz. Schwefelsäure und 
Natriumazetat Geruch nach Essigester entsteht. 
Die 1 Stärke des Alkohols wird aus dem spez. 
Gew. mit Hilfe von Alkoholometern bestimmt 
und am besten der Tabelle von Windisch ent 
nommen. Die Angaben nach Tralles sind ver 
altet. —• A. findet in großem Maßstabe Ver 
wendung als Leucht- und Heizmittel, zur Her 
stellung von Essig, Chloroform, Äther und zahl 
reichen Chemikalien, als Lösungsmittel für Far 
ben, Harze, öle und als Branntwein (s. d.) zu 
Trinkzwecken. Die deutsche. Erzeugung belief 
sich im Jahre 1913 auf 4,5 Millionen Hektoliter. 
— Die Stcuerverhältnisse sind unter Branntwein 
besprochen. 
Alkohole (frz. Alcools, engl. Spirits), Sammel 
name für eine große Gruppe organischer Ver 
bindungen, welche mit dem Weingeist in che 
mischer Hinsicht gewisse Ähnlichkeit besitzen 
und sich wie dieser von Kohlenwasserstoffen 
durch Eintritt von Hydroxylgruppen an Stelle 
von Wasserstoffatomen ableiten. Technisch wich 
tige Alkohole sind: Äthylalkohol (Weingeist), 
Methylalkohol (Holzgeist), Amylalkohol 
(Fuselöl), Menthol, Glyzerin. 
Alkoholfreie Getränke sind Erzeugnisse einer 
neuen Industrie, welche der Mäßigkeits- und 
Enthaltsamkeitsbestrebung ihren Ursprung ver 
danken und als Ersatz der geistigen Getränke 
in steigenden Mengen zum Konsum gelangen. 
Nach dem Ausgangsmaterial unterscheidet man 
sog. alkoholfreie Weine und Biere, Getränke 
aus Apfelsaft oder anderen Fruchtsäften, 
Brauselimonaden und, von geringerer Be 
deutung, alkoholfreie Milchgetränke. Die 
Glieder der ersten Gruppe, welche auf den Na 
men Wein und Bier streng genommen keinen 
Anspruch haben, werden durch Sterilisieren von 
Traubensaft oder Bierwürze oder durch Ent 
gelten von Bier und Wein hergestellt. Die 
Apfelgetränke bestehen entweder aus dem Safte 
Bischer Äpfel oder aus Dörrobstextrakten und 
dürfen im letzteren Falle nicht als Apfe!„saft“ 
bezeichnet werden. Brauselimonaden sind Mi 
schungen von kohlensäurehaltigem Wasser mit 
natürlichen Fruchtsäften oder auch mit künst- 
hch gefärbtem und aromatisiertem Zucker- 
nasser. Nachdem in der ersten Zeit zahllose 
geringwertige Kunstprodukte unter hochtraben 
den und täuschenden Bezeichnungen verkauft 
worden waren, kommen neuerdings verschiedene 
vortreffliche Erzeugnisse aus natürlichen Frucht 
säften in den Handel. Der Alkoholgehalt soll 
0,5 Vol. 0/0 nicht übersteigen. 
Alkoholometer (frz. Alcoolometres, engl. Al 
koholometers) sind Senkwagen oder Aräometer 
(s. d.), die zur leichten Bestimmung des Al 
koholgehaltes wäßrig-spirituöser Flüssigkeiten 
(Branntwein) dienen und sofort Gewichtspro 
zente anzeigen. Bei zuckerhaltigen Flüssigkeiten 
(Likören, Fruchtsäften) muß der Alkohol vor 
her abdestilliert werden. A. werden hauptsäch 
lich in Thüringen (Mellenbach, Stützerbach, 
Manebach) und in Berlin fabrikmäßig herge 
stellt, 
Allerheiligenholz ist die in manchen Gegen 
den gebräuchliche Bezeichnung für Bahiarotholz. 
Allerleigewürz nennt man eine in manchen 
Gegenden gebräuchliche Mischung verschiede 
ner gemahlener Gewürze, welche gewöhnlich 
aus Piment, Pfeffer und Ingwer besteht. Häufig 
wird auch bloß Piment dafür gegeben. 
Allermannsharnisch (Siegwurzel, lat. Bul 
bus victorialis, frz. Racine de victoriale, engl. 
Wild broad garlic), ein veralteter Artikel des 
Drogenhandels, besteht entweder als „langer 
A.“ aus den Zwiebeln vonAllium victorialis 
oder als „runder A.“ aus den Wurzeln von 
Gladiolus communis. 
Alligatorleder (Krokodilleder), die gegerbte 
Haut des amerikanischen Krokodils oder Alli 
gators (Kaiman, Champsa lucius), welche aus 
Mexiko oder Mittelamerika nach Neuyork und 
San b ranzisko auf den Markt kommt, ist bräun 
lichgelb und wird zu Sätteln, Taschen und Schu 
hen verarbeitet. Für Stiefel ist es weniger ge 
eignet, da es wegen seiner zu geringen Dicke 
die Feuchtigkeit nicht genügend abhält. 
Allylverbindungen enthalten die Gruppe C 3 H 6 , 
welche sich in der Natur besonders im Senföl 
(s.d.) vorfindet. Der Allylalkohol, C s H 5 .OH, 
entsteht bei der Erhitzung von Glyzerin mir 
Oxalsäure auf 260°. 
Almandin (Alabandine, orientalischer 
Granat), eine der schönsten Granatsorten, von 
rubinroter Farbe, s. Granat. 
Aloe (lat. Aloe, frz. Alöbs, engl. Aloe), ein 
wichtiger Artikel des Drogenhandels, besteht 
aus dem eingetrockneten Safte verschiedener 
Arten der Aloepflanze. Nach der äußeren Be 
schaffenheit unterscheidet man im Handel die 
beiden Hauptformen: Leberaloe (Aloe he- 
patica) und glänzende Aloe (Aloe lucida). 
Die zu letzterer gehörigen Sorten sind stark 
glänzend und auf der Bruchfläche und in dünnen 
Schichten durchscheinend, während die Leber 
aloesorten matt led^rfarben und undurchsichtig 
sind, da die ganze Masse mit mikroskopisch 
kleinen Kristallen erfüllt ist. Sämtliche Sorten 
besitzen einen äußerst bitteren Geschmack und 
einen eigentümlichen Geruch. Nach der Her 
kunft unterscheidet man folgende Sorten: 1.S0- 
kotrin-Aloe oder türkische A, (Aloe soco- 
trina) wurde früher auf der Insel Sokotra im 
Golf von Aden gewonnen. Jetzt kommt jedoch 
keine A. mehr von dort, sondern man belegt 
mit diesem Namen teils die bei Maccula unweit 
Kosseir an der arabischen Südküste, teils die 
auf Zanzibar gewonnene A., welche in großen
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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