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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
K
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Kalzine 
194 
Kalziumplumbat 
streifte gelbe Herbstkalvillen und Gra 
vensteiner K. 
Kalzine (Calcine). Unter diesem Namen ver 
kauft man eine gelbbraune, pulverige Masse, 
die durch Oxydation eines Gemisches von Blei 
und Zinn beim Schmelzen an der Luft hergestellt 
wird und demnach aus Bleioxyd und Zinnoxyd 
besteht. Man verwendet sie in Verbindung mit 
eisenfreiem Formsand und Kochsalz zur Herstel 
lung des weißen Emails auf Ofenkacheln. 
Kalziumazetat (essigsaures Kalzium, 
essigsaurer Kalk, lat. Calcaria acetica, Cal 
cium aceticum, frz. Acötate de chaux, engl. Cal 
cium acetate) wird in großen Mengen fabrik 
mäßig hergestellt durch Sättigen des rohen Holz 
essigs mit kohlensaurem Kalk oder Ätzkalk und 
weitere Reinigung des beim Eindampfen hinter 
bleibenden Rückstandes (Holzkalk) durch Er 
hitzen und Umkristallisieren. K. bildet das 
Ausgangsmaterial zur Darstellung der Essigsäure 
sowie ihrer Ester und Salze. 
Kalziumbisulflt (doppelt oder sau rer schwef 
ligsaurer Kalk, lat. Calcium bisulfurosum, frz. 
Bisulfite de chaux, engl. Bisulfite of lime), 
Ca(HSO s ) 2 , entsteht beim Einleiten von schwef 
liger Säure in Kalkmilch und findet als Bleich 
mittel in der Zelluloseherstellung und Photo 
graphie sowie als Antiseptikum in der Gärungs 
industrie Anwendung. 
Kalziumchlorid (Chlorkalzium, lat. Calcium 
chloratum, frz. Chloride de chaux, Chlorure de 
calcium, engl. Chloride of calcium), CaCl 2 , kommt 
natürlich vor als Bestandteil vieler Mineral 
quellen, des Meerwassers und der Abraumsalze, 
wird als wenig wertvolles Nebenprodukt zahl 
reicher Industrien, so der Ammoniaksodaherstel 
lung, erhalten und in reinem Zustande durch 
Auflösen von Kalziumkarbonat in Salzsäure dar 
gestellt. Beim Eindampfen der Lösung kristalli 
siert das K. mit sechs Molekülen Wasser aus. 
Die großen Kristalle geben beim Erhitzen auf 
höhere Temperatur ihr Wasser ab, bis eine bei 
8oo° schmelzende Masse hinterbleibt, die zu 
porösen Stücken erstarrt. Das kristallisierte K. 
löst sich in Wasser unter erheblichem Wärme 
verbrauch und wird daher zur Erzeugung von 
Kältemischungen benutzt. Das geschmolzene Salz 
zieht begierig Feuchtigkeit aus der Luft an und 
dient in der chemischen Analyse und Technik 
als Trockenmittel. 
Kalziumhypochlorit (unterchlorigsaures 
Kalzium) entsteht bei der Einwirkung von 
Wasser auf Chlorkalk (s. d.). 
Kalziumkarbid nennt man die Verbindung von 
Kalzium mit Kohlenstoff, CaC 2 , welche durch 
Erhitzen von Ätzkalk mit Kohlenpulver im elek 
trischen Ofen bei den höchsten erreichbaren 
Temperaturen gewonnen wird. Es ist eine schwarz 
graue, sehr harte, kristallinische Substanz vom 
spez. Gew. 2,22, die als Reduktionsmittel bei 
Hüttenprozessen, vor allem aber zur Erzeugung 
von Azetylengas, C 2 H 2 , große Bedeutung be 
sitzt. Durch Glühen mit Stickstoff geht K. in 
das Kalziumzyanamid (s. d.) über. Die Gesamt 
erzeugung betrug im Jahre 1911 etwa 250000 t, 
davon entfielen auf Deutschland 300001 bei einer 
Einfuhr von 60 000 t. 
Kalziumkarbonat (kohlensaurer Kalk, lat. 
Calcium carbonicum, frz. Carbonate de calcium, 
engl, Carbonate of lime), CaCO a , findet sich in 
der Natur in großen Massen als Kalkstein, Mar 
mor (s. d.) und Kreide (s. d.), ferner in den Eier 
schalen, Korallenstöcken usw., und wird künstlich 
durch Fällung Von Kalziumlösungen mit Kohlen 
säure oder Alkalikarbonaten dargestellt. K. löst 
sich schwer in reinem, leichter in kohlensäure 
haltigem Wasser und findet sich daher in den 
meisten natürlichen Wässern. Mit verdünnten 
Säuren braust es unter Entweichen von Kohlen 
säure auf und gibt letztere auch bei heftigem 
Glühen ab unter Hinterlassung von Kalziumoxyd, 
das aus der Luft begierig Kohlensäure anzieht 
und mit Wasser unter Wärmeentwicklung Kal 
ziumhydroxyd liefert. K. findet vielfache An 
wendung zur Herstellung von Kohlensäure, Ätz 
kalk usw., in gefälltem Zdstande auch zu Zahn- 
und Magenpulvern. 
Kalziumphosphat (phosphorsaures Kal 
zium, phosphorsaurer Kalk, lat. Calcium 
phosphoricum, frz. Phosphate de chaux, engl. 
Phosphate of lime) findet sich im Handel in 
drei Modifikationen: 1. Trikalziumphosphat 
(dreibasischer oder tertiärer phosphorsaurer Kalk, 
basisches K., lat. Calcium phosphoricum basi- 
cum) wird durch Behandlung von weiß gebrannter 
Knochenasche, die zu 8o°/o aus K. besteht, mit 
Salzsäure und Fällung der Lösung mit Ammoniak 
in der Wärme, oder durch Fällung von dreibasi 
schem Natriumphosphat mit Kalziumchlorid er 
halten. Das weiße amorphe, geruch- und ge 
schmacklose Pulver, Ca 3 (P0 4 ) 2 , ist in Wasser 
unlöslich, in Salz- und Salpetersäure leicht löslich 
und wird bei Rachitis und anderen Knochen 
erkrankungen verordnet. 2. Dikalziumphos- 
phat (zweibasischer oder sekundärer phosphor 
saurer Kalk, neutrales oder gewöhnliches K., 
lat. Calcium phosphoricum neutrale) entsteht 
durch Fällung neutraler oder schwach essigsaurer 
Kalziumchloridlösung mit Dinatriumphosphat und 
gelindes Trocknen des Niederschlages als ein 
weißes Kristallpulver, CaHPQ 4 , das, in Wasser 
nahezu unlöslich, in Essigsäure und Mineral 
säuren leicht löslich ist. Es ist das pharma 
zeutisch wichtigste Salz der Phosphorsäure und 
dient zur Behandlung aller Knochenkrankheiten 
sowie von Diarrhöen und Skrofulöse. 3. Mono 
kalziumphosphat (einbasischer oder primärer 
phosphorsaurer Kalk, saures K., lat. Calcium 
phosphoricum acidum) wird fabrikmäßig durch 
Auflösen von Knochenasche in konz. Schwefel 
säure als ein kristallinisches Salz von der Formel 
CaH 4 (P0 4 ) 2 erhalten und bildet den Haupt 
bestandteil der Superphosphate (s. d.). Neuer 
dings wird es auch als Ersatz der Weinsäure für 
Backpulver benutzt. 
Kalziumplumbat (bleisaures Kalzium),,Ca 2 . 
Pb0 4 , entsteht beim Glühen von Bleioxyd mit 
Kalziumkarbonat auf mittlere Rotglut als ein 
schweres gelbrotes, in Wasser unlösliches Pul 
ver. Beim Überleiten von Kohlensäure bei Rot 
glut gibt es Sauerstoff ab, nimmt beim folgen 
den Glühen im Luftstrom neuen Sauerstoff auf 
und kann somit zur Erzeugung von Sauerstoff 
in ununterbrochenem Betriebe benutzt werden. 
Außerdem findet es zur Herstellung giftfreier 
Zündhölzer, welche sich ohne besonders prä 
parierte Reibflächen entzünden lassen, An 
wendung.
	        

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Urzeit Und Mittelalter. Heyfelder, 1904.
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