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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
A
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Aluminiumverbindung'en 
16 
Ambra 
und 5—io o/o Aluminium dient zur Herstellung 
von Maschinenteilen, Schiffsbeschlägen und 
dergleichen; eine kupferarme A.-Bronze aus 
94—97 o/o Aluminium und 3—6 0/0 Kupfer für 
Küchengerätschaften. Aluminiummessing aus 
58—700/0 Kupfer, 27—40 0/0 Zink und 0,3—40/0 
Aluminium findet bei der Herstellung von feinen 
Maschinenteilen auf Kriegsschiffen Verwendung. 
Magnalium, eine Legierung mit Magnesium, 
Partinium, eine solche mit Mg und Kupfer 
können das Kupfer für elektrische Leitungen 
ersetzen. Ziskon und Alzen sind Legierungen 
von A. und Zink, Zinnalium und Zinkalium 
enthalten daneben noch Magnesium. Sie finden 
beim Automobilbau Verwendung. Metallin und 
Sonnenbronze sind Kobaltlegierungen, Drit 
telsilber ist ein silberhaltiges Aluminium. 
Aluminiumverbindungen. Von der großen Zahl 
seien nachstehend nur einige dfer technisch wich 
tigsten Salze angeführt: Aluminiumazetat, 
basisch essigsaure Tonerde, entsteht durch Be 
handlung von frisch gefällter Tonerde mit Essig 
säure oder von schwefelsaurer Tonerde mit Kal 
zium- oder Bleiazetat. In Form ihrer wäßrigen 
Lösung wird sie als Beize für Färberei und 
Druckerei, zum Wasserdichtmachen von Ge 
weben und für medizinische Zwecke angewandt. 
Aluminiumchlorid, A1C1 S , (A. chloratum, 
Chloraluminium), durch Glühen von Tonerde 
und Kohle im Chlorstrome oder durch Behand 
lung von gefällter Tonerde mit Salzsäure er 
halten, dient in wäßriger Lösung als Chlor- 
alium oder Chloralum zum Karbonisierender 
'Wolle. Aluminiumnitrat (Salpetersaure Ton 
erde), A1(N0 3 ) 8 , entsteht durch Behandlung von. 
Tonerde mit Salpetersäure und findet als Beize 
in der Färberei und Druckerei Anwendung. Alu 
miniumoxalat aus Aluminiumhydroxyd und 
Oxalsäure ist ebenfalls eine Kattunbeize. Alu- 
miniumrhodanid (A. rhodanatum) wird aus 
schwefelsaurer Tonerde und Barium- oder Kal- 
ziumrhodanid dargestellt. Die wäßrige Lösung 
kommt als Beize für Färberei und Zeugdruck 
in den Handel. Aluminiumsulfat stellt man 
im großen durch Auflösen von Kryolithabfällen 
oder von Tonerde in Schwefelsäure und nach 
folgende Kristallisation her. Das Salz kommt 
als ein weißes Pulver zum Verkauf und wird 
als Ersatz des Alauns in dfer Färberei und 
Druckerei, in der Papierfabrikation sowie zur 
Darstellung von essigsaurer Tonerde benutzt. 
Alumnol (ß-Naphtoldisulfosaures Alumi 
nium) ist ein weißliches Pulver, welches 1 in 
Wasser leicht, in Alkohol schwer und in Äther 
gar nicht löslich ist. Es löst sich auch in Gly 
zerin und findet als antiseptisches und zusam 
menziehendes Mittel gegen Tripper, ferner in 
der Wundbehandlung, der Gynäkologie, zu Spü 
lungen, z. B. als Mundwasser, und als Antisepti 
kum medizinische Anwendung. 
Alundum, aus Bauxit hergestellte geschmol 
zene Tonerde, findet wegen ihrer großen Härte 
als Schleifmittel sowie zur Herstellung von 
Schmelztiegeln Anwendung. 
Alunit (Alaunstein, Alaunspat, Alaun 
fels, frz. Alumine sous-sulfat6e alcaline, engl. 
Alumstone), ein aus Kaliumaluminiumsulfat be 
stehendes Mineral, welches zur Herstellung des 
Alauns benutzt wird. Fundorte; Tolfa bei Civi- : l 
tavecchia, Pic de Sancy in Frankreich, Inseln 
Milo und Argentiera im griechischen Archipel, ; 
Beregszäsz und Parad in Ungarn sowie im 
Quarzsand bei Wurzen. 
Alveloz, ein Balsam aus dem Milchsaft einer 1 
brasilianischen Euphorbiazee, der von Per- 
hambuko als ein gelblichweißer Sirup in zylin 
drischen Gläschen von 30—40 g in den Handel 
gebracht wird, wirkt hautreizend und soll zur j 
Behandlung krebsartiger Geschwüre angewandt 
werden. 
Amalgam (Quickbrei) nennt man jede Ver 
bindung eines Metalls mit Quecksilber. Die A. I 
bilden keinen besonderen Handelsartikel, son- j 
dem werden für den augenblicklichen Gebrauch 
hergestellt, z. B. Zinnamalgam zum Spiegel- j 
belag, Goldamalgam bei der Feuervergol- ; 
düng, Kupferamalgam gemischt mit Gold oder ( 
Silber zu Zahnplomben, Natriumamalgam in 
chemischen Laboratorien. 
Amarantholz (Purpurholz, Luftholz, Vio 
lettholz, lat. Lignum purpurinum, frz. Bois 
pourpre, engl. Purpled heart), das Holz einer 
südamerikanischen Zäsalpinee, Copaifera 
bracteata, besitzt einen dichten, schweren Kern 
von pfirsichblutroter bis tiefschwarzer Farbe, j 
während der Splint heller ist. Man erkennt es i 
leicht daran, daß es an siedendes Wasser keinen 1 
Farbstoff abgibt, zum Unterschiede von Blau- j 
holz, und mit Salmiakgeist befeuchtet schmutzig 
grün wird. Das A. landet in der feinen Kunst 
tischlerei Verwendung. 
Amazonenstein, ein Halbedelstein vc 1 der 
Flärte 6, wird zu Ringsteinen und eingelegten 
Arbeiten verwendet. Er ist eine hellgrün ge 
färbte Abart des Orthoklases (Feldspats) und 
wird am Amäzonenstrome und im Ural ge- | 
funden. 
Ambra (Amber, Graue Ambra, lat. / mbra i 
grisea, frz. Ambre gris, engl. Amber gris) nennt ’ 
man eine hauptsächlich von Surinam, Madagas 
kar und Java über England und Holland in den 
Handel kommende Substanz, welche in Stücken 
von 90 kg, auf dem Meere schwimmend, ange 
troffen wird und aus verhärteten Fäkalien, nicht 
aber, wie man früher annahm, aus Gallen- und 
Darmsteinen des Pottwals (Physeter macroce- 
phalus) besteht. Sie bildet eine graubraune, 
innen weißlich marmorierte, undurchsichtige 
Masse von moschusartigem Geruch, welche bei' ! 
gewöhnlicher Temperatur brüchig ist, aber beim 
Drücken mit den Händen weich wird und bei 
etwa 100 0 schmilzt. Das spez. Gew. beträgt 0,91 
bis 0,92. Ihr Hauptbestandteil ist neben 13 0/0 
eines flüchtigen Öles (Ambraöl) und etwas Ben 
zoesäure eine cholesterinähnliche Substanz, das 
Ambrafett oder Ambrain, von der Formel 
C 60 H 48 O 2 . Als Zeichen der Echtheit der wegen 
ihres hohen Preises (i kg = 4—4500 M.) oft 
verfälschten Ambra betrachtet man das Vor 
handensein von Sepiaschnäbeln und Tintenfisch 
resten. Zur Aufbewahrung sind gut verschlossene ■ 
Blech- oder Glasbüchsen zu benutzen. Die al 
koholische Tinktur (Ambraessenz, Ambra 
tinktur) wird als Zusatz zu verschiedenen Par 
fümerien benutzt und ist besonders in Frank 
reich beliebt. Da sie durch das Alter gewinnt, 
soll man nur mindestens ein Jahr alte verwen-
	        

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Der Deutsche Post-Zeitungsgebührentarif. [Quatz], 1914.
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