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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
L
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Lachs 
236 
Lacke 
aber meist ganz flach oder wenig gewölbt ge 
schliffen, da fassettierter Schliff das schöne 
Farbenspiel aufhebt. 
Lachs (Salm, frz. Saumon, engl. Salmon), 
ein zu der Ordnung der Knochenfische, Fa 
milie der Salmoniden, gehörender Raubfisch 
(Salmo salar), findet sich in allen nördlichen 
Meeren, auch in der Nord- und Ostsee, fehlt 
aber bereits im Mittelrneer. Der schlank ge 
baute, mit kleinen Schuppen bedeckte Leib 
zeigt je nach Alter und Geschlecht stark wech 
selnde Färbung. Das große Maul des verhält 
nismäßig kleinen Kopfes ist im Unterkiefer mit 
einer Reihe, im Oberkiefer mit zwei Reihen 
starker Zähne besetzt. Die Rückenflosse zeigt 
3—4 Stachel- und 9—11 weiche Strahlen, die 
Brustflosse 14 Strahlen (davon nur die erste 
hart), die Bauchflosse 8 weiche und 1 harte, 
die Afterflosse 3 harte und 7—8 weiche, die 
Schwanzflosse 19 weiche Strahlen. Der L. ist 
ein Meeresbewohner, geht aber, wenn er etwa 
1 m lang geworden ist, zum Laichen die Flüsse, 
in Deutschland besonders Rhein, Elbe und 
Weser hinauf, überspringt Stromschnellen und 
kleinere Wasserfälle und wird während dieser 
Aufwärtswanderung mit Angel und Netz ge 
fangen. Der ins Meer zurückkehrende Fisch ist, 
da er in den Flüssen keine Nahrung zu sich 
nimmt, abgemagert und wenig wertvoll, Als 
Mindestgröße fangbarer Lachse ist in Deutsch 
land J / 2 m vorgeschrieben, während Fische von 
1V2 m und 12—15 kg Gewicht die beste Han 
delsware bilden, doch kommen auch 20 kg 
schwere, vereinzelt noch schwerere Exemplare 
vor. Seitdem der Ertrag der deutschen Fischerei 
stark zurückgegangen ist, werden die L. haupt 
sächlich von Schottland, Norwegen und Nord 
amerika (Alaska) in den Handel gebracht. — 
Der L. ist einer der wohlschmeckendsten und 
nährstoff-, besonders fettreichsten Fische mit 
640/0 Wasser, 21—220/0 Eiweiß, 13—140/0 Fett 
und 1 0/0 Mineralstoffen und wird sowohl frisch 
wie eingesalzen, geräuchert und mariniert ge 
nossen. Gesalzen und geräucherter L. ent 
hält 51 0/0 Wasser, 240/0 Eiweiß, 13% Fett und 
120/0 Mineralstoffe (10 0/0 Salz). Zum Marinie 
ren werden die ausgeweideten, in Stücke zer 
schnittenen Tiere gekocht, darauf mit Gewürzen 
in Fässer gepackt und diese mit Essig-Salz- 
Lake aufgefüllt und zugeschlagen. Besonders 
geschätzt ist die marinierte Ware von Elbing. 
Außerdem bringen Danzig, Thora, Bremen, 
Frankfurt a. O. Lachs in den Handel. Wich 
tige Ausfuhrorte sind Berwick und Perth in 
Schottland, Bergen in Norwegen und Neufund 
land. — Von den hauptsächlichsten Verwandten 
des L. kommt der Huchen (Salmo hucho), 
der bis 2 m lang und 50 kg schwer wird, im 
Schwarzen Meere vor. Er steigt in die Donau 
mit ihren Nebenflüssen und wird daher Donau 
lachs genannt. — Die Seeforelle, Grund 
oder Lachsforelle, Rheinanke, Illanke 
(Salmo lacustris) bevölkert hauptsächlich die 
Landseen, besonders der Schweiz und wird bis 
zu 20 kg schwer. Eine Abart, die Meerforelle 
(Salmo trutta) verbringt einen Teil ihres Le 
bens im Meere. — Die eigentliche Forelle ist 
in einem besonderen Aufsatze besprochen 
worden. 
Lacke (lat. Lacca, frz. Laques oder Vernis, 
engl. Lac oder Varnish). Mit diesem Namen be 
legt man, abgesehen von einigen natürlichen 
Harzen wie Stocklack oder Schellack (s, d.), 
dem Japanlack (s. d.) und einigen Lackfarben 
(s. d.), sowohl Auflösungen von Harzen in 
leicht flüchtigen Flüssigkeiten, die sog. flüch 
tigen oder mageren Lacke, als auch 
Mischungen der letzteren mit fetten Ölen, Harz 
ölen oder Firnis, die sog. Lackfirnisse, 
fetten oder Öllacke. Im gewöhnlichen Leben 
werden die Begriffe Lack und Firnis häufig 
verwechselt oder als völlig gleichbedeutend ge 
braucht, so daß vielfach nur mit Firnis oder 
Ölfarbe gestrichene Gegenstände als lackierte in 
den Handel kommen. Charakteristisch für einen 
wahren Lack ist aber immer sein Gehalt an 
Harz. Als Harze kommen besonders Bernstein, 
Dammar, Kopal, Kolophonium sowie neuer 
dings Kunstharze (s. Harz), als Lösungsmittel 
Äther, Alkohol, Amylalkohol, Amylazetat, Aze 
ton, Benzin, Benzol, Kampferöl, Rosmarinöl, 
Terpentinöl in Betracht. Beim Überstreichen 
def Gegenstände verflüchtigt sich das Lösungs 
mittel und das Harz bleibt als dünner durch 
sichtiger oder bei Zusatz von Körperfarben 
undurchsichtiger Überzug zurück. Die fetten 
Lackfirnisse bestehen' aus Firnis (Leinöl-, 
Holzöl- oder anderem Firnis) und Harzen in 
Terpentinöl. Zu ihrer Herstellung wird der 
entsprechend in etwa nußgroße Stücke zer 
brochene Kopal (oder auch Bernstein) in Kesseln 
mit Kondensationsvorrichtung vorsichtig bei 
etwa 300—350° geschmolzen, wobei das Kopalöl 
überdestilliert, und darauf das auf 200 0 er 
wärmte Leinöl (Firnis) nach und nach hinzu 
gegeben, bis bei andauerndem Erhitzen auf 
320 0 eine völlig gleichmäßige Mischung ent 
standen ist. Nach dem Abkühlen gibt man 
Terpentinöl, unter Umständen auch Sikkative 
(s. d.) hinzu und unterwirft das fertige Er 
zeugnis in der Regel noch einer Filtration. Bei 
Verwendung von Kolophonium statt der fossilen 
Harze kann ein einfacheres Verfahren angewandt 
werden. Die fetten Lackfirnisse liefern von allen 
Lacken die haltbarsten Überzüge, brauchen aber 
lange Zeit zum Trocknen (meist in geheizten 
Räumen) und werden, oft in Verbindung mit 
Farben, für Lederzeug, Blechwaren und andere 
der Abnutzung ausgesetzte Gegenstände ange 
wandt. Als Unterabteilung gehören zu ihnen 
noch die sog. Kautschuklacke, die einen Zu 
satz von Kautschuk oder Guttapercha in Benzin 
gelöst erhalten und sich durch große Geschmei 
digkeit, bei allerdings vermindertem Glanz, aus 
zeichnen. Matt lacke erhalten außerdem einen 
Zusatz von Wachs. — Spiritus- oder Wein 
geistlacke werden in der Regel gebraucht, 
wenn die gestrichenen Gegenstände ihre natür 
liche Farbe behalten sollen, und daher für 
diesen Fall aus besonders hellen Harzen be 
reitet, während für andere Zwecke auch dunk 
lere Harze, Bernstein, Schellack, Kolophonium, 
benutzt werden können. Bisweilen erhalten sie 
auch einen Zusatz alkohollöslicher Farben, wie 
Teerfarben oder Drachenblut (Goldlack). 
Kleinere Mengen der weicheren Harze kann 
man durch Schütteln der pulverisierten Masse 
mit starkem Weingeist schon in der Kälte,
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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