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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
A
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Ammoniaksalze 
19 
Amorces 
Bruche fettglänzend. A. besitzt einen starken, 
nicht angenehmen Geruch, erweicht in der Hand 
und gibt mit Wasser zerrieben eine weiße Emul 
sion, welche sich auf Zusatz von Natronlauge 
zunächst gelb und dann braun färbt. Zur Unter 
scheidung von den ähnlichen Harzen Gälbanum 
und Asa foetida können folgende Reaktionen 
herangezogen werden; Beim Befeuchten mit 
Atzkali oder Chlorkalklösung wird A. gelb, mit 
Natriumhypochlorit violettrot. In konzentrierter 
Schwefelsäure gibt es beim Erwärmen eine blut 
rote Lösung, welche nach dem Verdünnen auf 
Zusatz von Kalilauge nicht fluoresziert. Beim 
Erhitzen mit der dreifachen Menge Salzsäure auf 
6o° darf sich die Flüssigkeit nicht fäfben und 
das Filtrat darf nach dem Übersättigen mit Am 
moniak keine blaue Fluoreszenz zeigen. Die 
wäßrige Auskochung wird auf Zusatz von Eisen 
chlorid tiefrot. Beim Schmelzen mit Kali ent 
steht das an der Fluoreszeinreaktion leicht kennt 
liche Resorzin (s. d.). — A. enthält neben 60 
bis 7oo/ 0 eines in alkalischem Alkohol löslichen 
geschmacklosen Harzes von rötlicher Farbe etwa 
20 —250/0 Gummi, 1—20/1 eines schwefelsauren 
ätherischen Öls und Spuren Salizylsäure. , Die 
Säurezahl beträgt 100—200, die Verseifungs 
zahl 145.—162, der Trockenverlust bei 100 0 2,5 
bis i2 0/o. Der Gehalt an Asche soll xoo/ 0 nicht 
übersteigen. — Das A. wird in Form von Emul 
sionen gegen Lungen- und Halsleiden verordnet 
und als Bestandteil von Pflastern und Salben 
zum Zerteilen und Reifen von Geschwüren an 
gewandt. Zur Herstellung des hierfür erforder 
lichen Pulvers muß das Harz vorher längere 
Zeit über Kalk entwässert oder durch Gefrieren 
spröde gemacht werden. Es gelangt aber viel 
fach schon als Pulver in den Handel und ist 
dann, vor Feuchtigkeit geschützt, über Kalk 
aufzubewahren. 
Ammoniaksalze (Ammoniumsalze) nennt 
man die Verbindungen des Ammoniaks mit 
Säuren. Sie reagieren, mit Ausnahme des koh 
lensauren A., neutral. Ammoniumazetat 
(Essig sau res Ammonium, lat. Ammonium 
uceticum, frz. Acetate ammonique, engl. Am 
monium Acetate) entsteht beim Einleiten von 
Ammoniakgas in Essigsäure als ein weißes Kri 
slallpulver, welches in Form seiner wäßrigen 
Lösung als Liquor Ammonii acetici (frz. 
Solution d’aeetate ammonique, engl. Solution of 
Ammonium Acetate) medizinische Anwendung 
findet. — Ammoniumbromid (lat. Ammo 
nium bromatum, frz. Bromure ammonique, engl. 
Bromide of Ammonium) wird durch Behand 
lung von Ammoniak mit Brom gewonnen und 
dient zum Ersatz des Bromkaliums sowie zur 
Herstellung von brausendem Bromsalz. — 
Ammoniumchlorid, Salmiak (s. d.). — 
Ammoniumfluorid (Fluorammonium, 
* at - Ammonium fluoratum, frz. Fluorure am- 
nronique, engl. Ammonium Fluoride) entsteht 
durch Sublimation von Chlorammonium mit 
1' kiornatrium als ein weißes Kristallpulver, 
-khes Glas angreift und daher in Gutta 
perchaflaschen aufbewahrt werden muß. Es 
,’udet Anwendung zum Glasätzcn, zur Vcr- 
,'utung von Butter- und Milchsäuregärung in der 
.’.rennerei, und in beschränktem Maße für me- 
d'zmischc Zwecke. Ammoniumkarbonat 
bildet als ir/ 2 fach saures Salz das sog. Hirsch 
hornsalz (lat. Ammonium carbonicum, Sal Al- 
cali volatile, frz. Carbohate ammonique, engl. 
Ammonium Carbonate) des Handels, das zu me 
dizinischen und technischen Zwecken, u. a. als 
Backpulver, benutzt wird. Früher hauptsächlich 
durch trockene Destillation tierischer Reste ge 
wonnen, wird es jetzt meist durch Sublimation 
eines nicht ganz trockenen Gemisches von 
schwefelsaurem Ammoniak, Kreide und Kohle 
dargestellt. Es riecht stark nach Ammoniak. - 
Ammoniumnitrat (Salpetersaures Am 
mon, Ammoniaksalpeter, lat. Ammo 
nium nitricum, frz. Nitrate ammonique, engl. 
Ammonium Nitrate), aus Ammoniak und Sal 
petersäure, findet Anwendung zur F üllung von 
Eismaschinen als Bestandteil von Kältemischun 
gen, ferner zur Herstellung von Lachgas (Stick 
oxydul) und in der Sprengtechnik. — Ammo 
niumpersulfat (Überschwefelsaures Am 
monium, lat. Ammonium persulfuricum, frz. 
Persulfate ammonique, engl. Ammonium Per 
sulfate), das Ammoniumsalz der in freiem Zu 
stande nicht beständigen Überschwefelsäure, 
entsteht bei der Elektrolyse einer gesättigten Lö 
sung von Amproniumsulfat in verdünnter Schwe 
felsäure inForm farbloser wasserlöslicherEristalle, 
die bei der Einwirkung von Wasser Sauerstoff 
abgeben. Das A. dient, wie das analoge, aus ihm 
durch Umsetzung erhaltene Kalium- und Na 
triumpersulfat, als kräftiges Oxydations- und 
Desinfektionsmittel, — Ammoniumphosphat 
(lat. Ammonium phosphoricum, frz. Phosphate 
ammonique, engl. Ammonium Phosphate) wird 
in letzter Zeit als ein konzentriertes, phos 
phorsäure- und stickstoffhaltiges Düngemittel 
empfohlen. Außerdem dient es zum Tränken 
der Dochte für Stearinkerzen. — Ammonium 
sulfat (lat. Ammonium sulfuricum, frz. Sul 
fate ammonique, engl. Ammonium Sulfate), 
durch Behandlung von Gaswasser mit Schwefel 
säure erhalten, ist das Ausgangsprodukt für die 
Herstellung der meisten Ammoniumverbindun- 
gen. Im rohen Zustande bildet es das wichtigste 
Stickstoffdüngcmittei. 1 — Ammoniumvanadi- 
nat (lat. Ammonium vanadinicum, frz. Vana- 
date ammonique, engl. Ammonium Vanadat), 
die Verbindung der Vanadinsäure mit Ammo 
niak, findet sich im Handel in zwei verschie 
denen Modifikationen, als weißes und gelbes 
Salz, von denen das erstere beim Kochen der 
wäßrigen Lösung in die gelbe Form übergeht. 
Das A. wird zur Erzeugung von Anilinschwarz 
auf Wolle sowie in Verbindung mit Pyrogallus- 
säure zur Herstellung von Tinte verwandt. Der 
Preis, der in der vorigen Auflage noch mit 
140 M. für t kg als überaus hoch bezeichnet 
wurde, ist jetzt auf 29^—30 M. gesunken. 
Ammoniaksoda, allgemein gebräuchliche Be 
zeichnung für diejenige Soda, die nach dem 
Solvayverfahren dargestellt wird, aber kein Am 
moniak enthält. — Vgl. Soda. 
Amol, ein mit großer Reklame angepriesenes 
Rheumatismusmittel, ist Karmelitergeist.. _ 
Amorces, kleine Zündplättchen für Kinder 
schießwaffen oder , Zünder für Sicherheitslam 
pen, bestehen entweder aus Knallquecksilber 
oder aus chlorsaurem Kali und rotem Phosphor, 
die mit Gummischleim gemischt und' zwischen
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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