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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
L
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Lutecienne 
256 
Magdalarot 
mählich und mit Vorsicht an Lupinenfutter ge 
wöhnt werden können. In der Nahrungsmittel 
industrie finden L. beschränkte Anwendung als 
Kaffee-Ersatzmittel (s. d.), nachdem man im 
Kriege aber gelernt hat, durch Gärung und Be 
handlung mit Säuren den bitteren Geschmack 
völlig zu beseitigen, auch als Suppenmehl 
u. dgl. 
Lutßdenne (Rouge frangais), ein roter 
Teerfarbstoff, besteht aus einer Mischung 
von Orange I mit Echtrot A. Auch wird Eosin 
BN so genannt. 
Luteolin. Diesen Namen führen zwei Stoffe: 
1. der in kleinen, glänzenden, gelben Nadeln 
kristallisierende gelbe Farbstoff des Wau 
(s. d.), welcher im Handel nicht vorkommt; 
2. ein Teerfarbstoff, der Wolle in sauerem 
Bade orangerot färbt, ein orangegelbes, in 
Wasser schwer lösliches Pulver, welches aus 
dem Natronsalze des Metaxylidinsulfosäureazo- 
diphenylamins besteht. 
Luzienholz nennt man sowohl das wohlrie 
chende Holz des Mahalebkirschbaumes, 
von dem die sog. Weichselrohre kommen 
Madeira gehört zu den Dessertweinen, und 
zwar den sog. trockenen Dessertweinen (Li 
körweinen), welche zwar süß schmecken, aber 
neben hohem Alkoholgehalt doch verhältnis 
mäßig niedrigen Extraktgehalt besitzen. Er 
stammt von der Insel Madeira und den Kana 
rischen Inseln und wird aus Malvasier- und 
Vidognatrauben in der Weise hergestellt, 
daß man den Most gleich nach dem Auspressen 
mit Spiritus vermischt und dann vergären läßt. 
Nach Beendigung der Gärung folgt ein noch 
maliger Alkoholzusatz und darauf eine s—6jäh- 
rige Lagerung, welche zu seinem völligen Ausbau 
erforderlich ist. Der M. hat eine bräunlich 
gelbe Farbe und kräftiges Aroma. Sein Gehalt 
an Alkohol beträgt durchschnittlich 14,43 g in 
100 ccm, sein Gehalt an Extrakt 5,23 g, an Zucker 
2,9s g- Neben dem stark süßen Malvasier oder 
Malmsey, dessen feinste Marken für den portu 
giesischen Hof geliefert wurden, bildet der 
herbere Dry-Madeira die eigentliche Handels 
ware. Der M. unterliegt mannigfachen Ver 
fälschungen und wird selbst vollständig nach 
gemacht. 
Madia (Madin, Ölmadin, frz. Le madia cul- 
tivö, engl. Cultvated madia), eine zu den Kom 
positen gehörige Ölpflanze aus Chile, Madia 
sativa, wurde eine Zeitlang in größerem Um 
fange angebaut. Die Pflanze hat eine tiefgehende 
Wurzel und verlangt deshalb tiefgründigen Boden, 
gedeiht aber auch in leichteren Gründen und ist 
in den Anforderungen an Düngung und Pflege 
ziemlich genügsam. Als Nachteile des Anbaues 
sind zu erwähnen die ungleiche Reifung (noTage), 
hohe Erntekosten, der unangenehme Geruch der 
Pflanze und ihre drüsig klebrige Behaarung, 
welche die Samenernte erschwert. Die kleinen, 
dem Kümmel ähnlichen Samen mit ein oder 
zwei stark hervortretenden Nerven geben 35 0/0 
(s. d.), als auch das weiße bis gelbliche Holz 
der Traubenkirsche (Prunus Padus), das zu 
Tischler- oder Drechslerarbeiten benutzt wird. 
Noch geschätzter ist das Holz des amerika 
nischen immergrünen Traubenkirschbau 
mes von Karolina, das in der Färbung dem 
Mahagoniholz gleicht. Es dient als sog. falsches 
Mahagoni zur Herstellung von Möbeln, die mit 
der Zeit ein immer schöneres Aussehen er 
halten. 
Lyddit, der in England zur Füllung von Gra 
naten benutzte Sprengstoff, besteht aus gepreß 
ter Pikrinsäure (s. d.). 
Lysol, das viel genannte Desinfektionsmittel, 
'eine dunkelbraune klare Flüssigkeit, welche sich 
in Wasser, Alkohol und Benzin löst, besteht aus 
einem Gemisch gleicher Teile Rohkresol und 
Leinölschmierseife. L. besitzt ebenso wie die 
analog zusammengesetzten Präparate Barva- 
rol, Bazillol eine ausgezeichnete desinfizie 
rende Wirkung. Wegen des häufigen Miß 
brauchs zu Vergiftungen sind Lysol, Kreolin 
und ähnliche Kreosolverbindungen im Klein 
verkehr der Giftverordnung unterstellt worden. 
Öl. Als Plandelsware kommt Madiasamen 
selten und nur örtlich vor. 
Madiaöl (frz. Huile de Madi, engl. Madi oil), 
das fette Öl der Madiasamen, besitzt eine gelbe 
Farbe, einen milden, an Nußöl erinnernden Ge 
schmack und eine dickliche Konsistenz, wird aber 
nach dem Raffinieren mit Schwefelsäure dünn 
flüssig. Das spez. Gew. beträgt 0,926—0,930, die 
Verseifungszahl 122—123, die Jodzahl 1,8. Das 
Öl kann als Speiseöl Verwendung finden, dient 
aber hauptsächlich zum Brennen und zur Seifen 
fabrikation. 
Mafuratalg (Maffuratalg, frz. Suif de ma 
fura, engl. Mafura tallow), ein Pflanzenfett, 
welches' in Mozambique aus den Samen der 
Mafureira oleifera gewonnen wird, ist von 
gelblicher Farbe, Kakaobutter ähnlichem Ge 
ruch und schmilzt bei 42 0 C. Es löst sich nur 
wenig in kochendem Alkohol, dagegen leicht .in 
Äther und besteht aus den Triglyzeriden der Öl- 
säure und Palmitinsäure. M. wird wie Kokos 
nußöl verwendet und eignet sich wegen des 
hohen Schmelzpunktes seiner Fettsäuren von 52 0 
besonders gut zur Herstellung von Kerien. 
Magdalarot (Naphthalinrot, Naphthalin 
rosa, Sudanrot, Rosanaphtylamin), ein zur 
Gruppe der Safranine gehöriger Teerfarbstoff, 
entsteht durch Erhitzen von Alphaamidoazonaph- 
thalin mit salzsaurem Alphanaphtylamin unter 
Abspaltung von Ammoniak und besteht daher 
aus der Chlorwasserstoffverbindung des Diamido- 
naphtylnaphthazoniums. Es erscheint teils als 
dunkelbraunes Pulver, teils in grünschillernden 
Kristallnadeln, ist in heißem Wasser löslich und 
zeigt in alkoholischer Lösung eine sehr schöne 
gelbrote Fluoreszenz. Das M. wird nur in der 
Seidenfärberei und auch hier nur für zarte Töne 
angewandt, da es auf Seide ein violettstichiges 
Rosa mit prachtvoller Fluoreszenz erzeugt.
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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