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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
M
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Maisöl 
259 
Makrele 
und Zücker. Als Grünpflanze dient Mais, ebenso 
wie die unreifen Kolben, zum Viehfutter. Der 
zur menschlichen Ernährung bestimmte Mais er 
fordert bei der Ernte und Lagerung sorgfältige 
Behandlung, da das fettreiche Maismehl leicht 
ranzig wird und der Genuß von feucht geernte 
tem und verschimmeltem Mais die als Pellagra 
bekannte Krankheit hervorruft. 
Maisöl (lat. Oleum maydis, frz. Huile de mais, 
engl. Maize oil), das in den Keimen der Mais 
körner enthaltene fette Öl, scheidet sich beim 
Eintnaischen und der Gärung des Maises behufs 
Spiritusgewinnung ab, kann aber auch durch 
Auspressen oder Extraktion der zerkleinerten 
Samen gewonnen werden. Das blaß- bis bräun 
lichgelbe Öl ist etwas dickflüssiger als Olivenöl 
und von mildem Geschmack und schwachem Ge 
ruch. Sein spez. Gew. schwankt zwischen 0,921 
und 0,924, die Verseifungszahl zwischen 188,1 
und 192,7, die Jodzahl zwischen 111,2—125,0. 
Das zu den nicht trocknenden ölen gehörende 
M. wird in Nordamerika in großer Menge dar 
gestellt und als Schmieröl und zur Seifen 
bereitung benutzt. 
Maispapier wird teils aus dem Maisstroh 
(Maisstengeln), teils aus den Maislieschen, 
den die Kolben umhüllenden Blattscheiden, be 
reitet. Besonders die letzteren sind hierzu ge 
eignet, doch liefert auch das Maisstroh einen sehr 
brauchbaren Rohstoff, aus welchem man Papier 
in allen Graden der Feinheit darstellen kann. 
Dasselbe soll fester sein als Hadernpapier, selbst 
an die schärfsten Stahlfedern kein Fäserchen 
abgeben und auch nicht die Sprödigkeit anderer 
Strohpapiere besitzen. 
Maiwürmer (Ölkäfer) sind Blasenkäfer aus 
der Familie der Meloiden, die in etwa 70 Arten 
über Europa, Asien, Afrika, Amerika weit ver 
breitet sind, und von denen besonders der 
bunte M. (Meloe variegatus L.) und der 
blaue M. (M. proscarabaeus L.) Verwendung 
finden. Die etwa 2 cm langen Käfer besitzen 
in den Gelenken der Beine eine ölige, gelbe 
Flüssigkeit, die sie beim Berühren von sich 
geben und welche wegen ihres Gehaltes an Kan 
tharidin blasenziehend wirkt. Von den Kantha- 
t'iden unterscheiden sich die M. namentlich 
durch das Fehlen oder die unvollständige Aus 
bildung der Flügel, wodurch sie mehr auf den 
Aufenthalt in der Erde angewiesen sind. In Ko 
tig aufgesetzt, werden sie als Volksmedizin gegen 
Hundswut angewandt. 
Majolika nennt man eine besondere Art 
Steingut (s. d.), die über dem meist eisenhaltigen, 
daher durch den Brand gelblich oder rötlich 
"[erdenden Ton die Malerei auf einer undurch 
sichtigen weißen Zinnglasur trägt. Der Name 
?tammt Von der Insel M a J or ka, wo die Pisaner 
12. Jahrhundert die in die Kirchenwände 
Htigesetzten Schüsselchen (baccioli) sahen und 
ua ch Italien mitnahmen. Lucca della Robbia 
'var der erste, der das Metall der Glasur er 
nannte. Die anderen, welche dieselbe Wirkung 
211 erzielen suchten, pflegten auf dem eisenhal 
tigen Ton eine Auflage von Pfeifenton, der sich 
w eiß brennt (Engobe) und darüber die Malerei 
a nzubringen, die durch eine durchsichtige. Blei- 
glasur gedeckt wurde. Diese Waren nannte 
tüan. Mezza-Majoliken. In neuerer Zeit wird 
die Bezeichnung auch für manche Ersatzstücke 
gebraucht, so daß sie jetzt fast jegliche leicht 
gebrannte bunte Tonware umfaßt. Als bekann 
teste Gattung erscheinen die Znaimer Majo 
liken, die von Alois Klanimerth durch die 
ganze Welt verbreitet wurden, die Heimberger 
oder Schweizer Majoliken, die Professor 
Keller-Leuzinger zum erstenmal auf der Pariser 
Weltausstellung verführte* die italienischen 
Bauernmajoliken, die nebst den besseren 
Erzeugnissen von Ginori in Docoia und Castel- 
lani in Rom sich am meisten an die alten Majo 
liken in Technik und Aussehen anlehnten. Jetzt 
hat man auch viele Fabriken in Deutschland 
(badischer und württembergischer Schwarzwald) 
und Österreich, die sich mit der Herstellung von 
Majolikagegenständen der verschiedensten Art, 
wie Zimmeröfen, Kaminen, Vasen, Figuren üsw. 
beschäftigen. Die Verpackung geschieht in ge 
reinigtem Heu oder Stroh in Kisten öder Holz 
körben, bei billigen Waren direkt in den Wagen 
oder auf das Schiff. Feinere Waren werden auch 
wohl in Papier oder Seidenpapier gewickelt, kost 
barste Proben selbst in Watte und stückweise in 
Pappschachteln verpackt (s. auch Fayence). 
Majoran (Meiran, Wurstkraut, lat. Herba 
majoranae, frz. Marjolaine, engl. Marjoram) 
nennt man die von den Stengeln abgestreiften 
Blätter und Blütenstände von Majorana hor- 
tensis oder Origanum majorana, einer ein 
jährigen, in Griechenland und dem Orient heimi 
schen Lab iate. Das in der Blüte gesammelte und 
getrocknete, stark aromatisch riechende und 
schmeckende Kraut, das in günstigen Jahrein 
bis dreimal geschnitten werden kann, bildet ein 
beliebtes Gewürz für Küche und Fleischerei 
1 (Wurstkraut) und wird außerdem zu Kräuter 
kissen, Bädern und Umschlägen, zu Kräuter 
schnupftabak und zur Herstellung von Majo- 
ranbutter benutzt. Durch Destillation des 
frisch getrockneten Krautes mit Wasser werden 
0.7—3.5 % eines gelblichen, dünnflüssigen, äthe 
rischen Öls, Majoranöl (lat. Oleum majora 
nae, frz. Essence de marjolaine, engl. Marjoram 
oil), erhalten, dessen spez. Gew. 0,890—0,910 und 
dessen Drehung +'2 bis +19 beträgt. Es 
muß gut verschlossen und vor dem Tageslicht 
geschützt werden, da es unter dem Einfluß von 
Luft und Licht schnell verharzt, säuert und sich 
bräunt. M. dient namentlich zur Parfümierung 
von Seifen und .als Zusatz zu aromatischen Li 
kören. 
Makassaröl, eine bei gewöhnlicher Tempe 
ratur weiche, gelblichweiße Masse, die jedoch 
sehr leicht schmilzt und dann ein fast klares Öl 
gibt, riecht schwach nach Bittermandelöl und 
enthält etwa 0,05 0/0 Blausäure. Es wird in Ost 
indien aus den Samen einer Sapindazee, 
Schleichera trijuga, durch Pressen erhalten 
und als haarwuchsbeförderndes Mittel empfoh 
len. Vielfach wird aber unter diesem Namen 
ein durch Alkannin gefärbtes und verschieden 
parfümiertes Mandel- oder Olivenöl abgegeben. 
Makrele, ein schön gestalteter und gefärbter 
Seefisch, Scomber scomber, von 50—60 cm 
Länge und 1 — 1 i/a kg Gewicht, erscheint ober 
halb stahlblau, ins Goldgrüne schimmernd, mit 
schwarzen Querbändern und an den Seiten silber 
weiß. Das Fleisch ist frisch sehr wohlschmek-
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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