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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
M
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Myrtenöl 
290 
Nährmittel 
blonden“) und größten Stücken bestehende M. 
electa zu pharmazeutischen Zwecken benutzt 
werden, während die dunklen und verunreinigten, 
wenig wohlriechenden Stücke der M. in sortis 
technische Verwendung finden. Namentlich die 
letztere ist häufig durch Bdelliumharz, Kirsch 
gummi und Rückstände der Öldestillation ver 
fälscht. Der Nachweis der fremden Beimen 
gungen gelingt mit Hilfe der Bonastreschen 
Reaktion, indem der ätherische Auszug der 
echten M. mit Bromdampf eine violette Fär 
bung liefert. — Die M. wurde im Altertum zu 
Salbölen und zur Einbalsamierung der Leichen 
benutzt. Gegenwärtig dient sie zu Parfümerien, Rau 
cher- und Zahnpulvern, medizinisch in Form von 
Pulver, Tinktur (lat. Tinctura myrrhae, frz. 
Teinture de myrrhe, engl. Tincture of myrrh) 
und Extrakt (lat. Extractum myrrhae, frz. 
Extrait de myrrhe, engl. Extract of myrrh) 
innerlich wie äußerlich als ein stärkendes, fäul 
niswidriges und anregendes Mittel gegen Blu 
tungen, Schleimflüsse, schlecht heilende Wunden, 
Mund- und Zahnleiden. 
Myrtenöl (lat. Oleum myrti, frz. Essence de 
myrte, engl. Myrtle oil), das ätherische öl 
des bei uns als Topfpflanze beliebten, in Süd 
europa einheimischen Myrtenstrauches (Myr- 
tus communis), wird für Parfümeriezwecke 
und zur Plerstellung des Myrtols (der von 160 
bis i8o° siedenden Fraktion des M.), das bei 
Erkrankungen der Atmungsorgane medizinische 
Anwendung findet, benutzt. Es hat ein spez. 
Gew. von 0,890—0,925, eine Drehung von -f- 8 
bis —{— 28 0 und enthält u. a. Pinen, Zineol und 
Dipenten. 
Myrtenwachs (Myrikawachs, lat. Gera my- 
ricae, frz. Cire de myrica, engl. Myrtle wax) 
ist, ähnlich dem Japanwachs, kein eigentliches 
Wachs, sondern ein Fett, und wird aus den 
Gagel- oder Wachsbeeren, den erbsengroßen 
braun bis schwarz gesprenkelten Früchten des 
Wachsbaumes, Myrica cerifera, durch Aus 
kochen mit Wasser in Menge von ■ 10—30 % ge 
wonnen. Das graugrünliche, aromatisch riechende 
Wachs (Fett) hat einen Schmelzpunkt von 47 0 
und besteht aus Palmitin, Palmitinsäure, My- 
ristin und Laurin. Seine Verseifungszahl liegt 
bei etwa 210, also ziemlich hoch, ähnlich dem 
Japanwachs. Verwendet wird M. als Ersatz des 
Bienenwachses in der Kerzenfabrikation. 
N. 
Nachtblau, ein seit 1883 bekannter Teer 
farbstoff, besteht aus der Chlorwasserstoff 
verbindung des Tolyltetramethyltriamidoalpha- 
naphtyldiphenylkarbinols. Das bronzeglänzende, 
in Wasser mit blauvioletter Farbe lösliche Pul 
ver wird zum Blaufärben gebeizter Baumwolle 
verwandt. 
Nachtlichte sind die bekannten kleinen 
Schwimmlichte, die, auf Brennöl (Rüböl) auf 
gesetzt,-eine kleine helle Flamme geben. Bei 
ihrem Gebrauch ist namentlich zu beachten, 
daß gut raffiniertes öl zur Verwendung kommt, 
da sie sonst leicht unangenehm rußen. Die be 
deutendste Fabrik hierin ist G. A. Glafey in 
Nürnberg. Eine andere Sorte N. sind die klei 
nen, aus Stearinmasse hergestellten Kerzen. 
Nadal, eines der neuen, zur Konservierung 
von Hackfleisch empfohlenen Präparate, besteht 
aus freier Benzoesäure und Natriumbenzoat. 
Nährmittel (Nährpräparate). Unter diesen 
Bezeichnungen werden seit einiger Zeit Erzeug 
nisse der chemischen Industrie in den Plandel 
gebracht, welche die Nährstoffe entweder in 
aufgeschlossener und daher leichtfer resorbier 
barer Form oder in erhöhter Konzentration ent 
halten. Obwohl in diesem Sinne auch die in 
einem besonderen Abschnitt besprochenen Kin 
dermehle als Nährmittel anzusprechen sind, rech 
net man im allgemeinen nur solche Erzeugnisse 
zu ihnen, welche im wesentlichen aus stickstoff 
haltigen Substanzen (Eiweiß, Pepton) bestehen. 
Die löslichen Proteinnährmittel sindhaupt- 
sächlich als Heilmittel oder diätetische Präpa 
rate zu beurteilen. Mit ihrer Darreichung be 
zweckt der Arzt, Kranken mit geschwächtem 
Verdauungsapparat die Ernährung zu erleich 
tern. Ihre Herstellung besteht demnach in einer 
Art künstlicher Verdauung, d. h. isolierte Ei 
weißstoffe werden mit Hilfe von Chemikalien 
oder durch Pepsin und andere Enzyme in eine 
lösliche Modifikation übergeführt. Als Aus 
gangsmaterial für Erzeugnisse der ersten Art 
dient vielfach das Kasein, welches mit Natron 
lauge, Glyzerinphosphorsäure, Ammoniak, Soda 
lösliche Verbindungen liefert (s. Eukasin, Galak- 
togen, Nutrose, Sanatogen). Auch Blut wird 
durch Behandlung mit Chemikalien vielfach in 
, lösliche, besonders eisenhaltige Nährpräparate 
übergeführt (Fersan, Hämoglobin, Sicco). Durch 
gleichzeitige Einwirkung von überhitztem Wasser 
dampf und von Chemikalien sollen Tori!, So 
matose, Sanose, Kemmerichs Fleischpepton und 
verschiedene Fleischsäfte, von denen die wich 
tigsten in besonderen Aufsätzen besprochen sind, 
hergestellt werden. Die mit Hilfe von Enzymen 
hergestellten Nährmittel zeigen je nach der Art 
der benutzten Enzyme wesentliche Unterschiede- 
Pepsin-Peptone werden durch Einwirkung 
von Pepsin und Salzsäure auf Fleisch her- 
gestellt, und zwar verwendet man am besten 
ausgekochtes Fleisch, weil die Fleischbasen un 
günstige Wirkungen ausüben sollen. Die Pep 
tone sind wegen ihres bitteren Geschmack 5 
in neuerer Zeit vielfach aufgegeben worden- 
Pankreas-Peptone entstehen durch Einwir 
kung von Pankreatin in alkalischer Lösung auf 
Stickstoffsubstanzen, werden aber ebenfalls nu r 
wenig verordnet. Schließlich kann man auch 
gewisse pflanzliche Enzyme (besonders Pa- 
payotin) zur Plerstellung löslicher Abbaupro 
dukte des Eiweißes verwenden. Die angeführten 
Erzeugnisse sind z. T. außerordentlich teuer, 
können aber nicht hiernach und ihrem Nähr 
wert, sondern lediglich nach ihrer medizinischen 
Wirksamkeit beurteilt werden. Ganz ander 5 
steht es mit der zweiten Gruppe, den unlös-
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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