Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
A
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Anime 
Anthranilsäure 
24 
sauren Kaliums auch Kaliumchromat, -perman- I 
ganat, Bleisuperoxyd oder ein anderes Oxyda- 1 
tionsmittel genommen werden. Der Farbstoff 
selbst, der in allen bekannten Lösungsmitteln 
anlöslich ist, kommt in Teigform in den Handel 
und findet im Zeugdruck beschränkte Anwen 
dung. Er ist gegen Alkalien wie Säuren nahezu 
unveränderlich. 
Anime (Flußharz, lat. Resina anime, frz. 
Anim£, engl. Anime), ein früher offizinelles, jetzt 
nicht mehr gebräuchliches Harz aus der Rinde 
der in Westindien und Südamerika heimischen 
Burserazee Hymenaea courbaril, bildet gelb 
liche, leicht zerreibliche Stücke von schwach 
aromatischem Geruch, welche beim Kauen weich 
werden. Als ostindisches und afrikanisches A. 
kommt ein Harz unbekannter Abstammung in 
den Handel, welches eine rötlichgelbe Farbe 
und abweichenden Geruch besitzt. A. wird zu 
weilen mit dem Ko pal verwechselt, weil die 
Engländer den Kopal Animi nennen, und findet 
zu Räucherzwecken sowie bei der Herstellung 
von Lack und Siegellack Anwendung. 
Anis (Anissamen, Anisfrüchte, lat. Fruc- 
tus anisi, frz. Anis vert, engl. Anige früits), die 
Früchte der Anispflanze, Pimpinella Anisum, 
welche in ganz Süd- und Mitteleuropa angebaul 
wird, haben eine eiförmige Gestalt und bestehen 
aus den noch nicht getrennten Teilfrüchtchen 
der Pflanze. Sie sind grünlichgelb bis graugrün 
und mit äußerst zarten, kurzen, angedrückten 
Haaren bedeckt. An der Berührungsstelle er 
scheinen die beiden Teilfrüchte flach, am Rücken 
gewölbt. Ihren starken, aromatisch süßlichen 
Geruch und Geschmack verdanken sie einem 
ätherischen Öle (s. Anisöl), von dem je nach der 
Sorte 2—6 o/o vorhanden sind. In Deutschland 
wird A. hauptsächlich in der Gegend von Bam 
berg, Erfurt, Gotha und Magdeburg angebaut, 
außerdem liefern Spanien und Malta, haupt 
sächlich aber Südrußland,, aus der Gegend von 
Charkow, große Mengen. Als wichtigstes Ver 
fälschungsmittel sind bislang neben Sand und 
ähnlich aussehenden Früchten anderer Umbelli- 
feren gedämpfte und extrahierte Anissamen be 
obachtet worden, während der bis zu o/o be 
tragende Gehalt der italienischen Ware an 
Schierlingsfrüchten als eine zufällige Ver 
unreinigung aufzufassen ist. Diese gefährliche 
Beimengung läßt sich durch die Lupe sowie 
durch den beim Zerreiben und Übergießen mit 
Kalilauge auftretenden unangenehmen, betäu 
benden Geruch nachweisen. Anis findet als Zu 
satz bei verschiedenen Teespezies und Likören 
sowie als Gewürz Verwendung. 
Anisaldehyd, Paramethoxybenzaldehyd, CH a O. 
C 6 H 4 .CHO, eine farblose, nach blühendem 
Weißdorn und Kumarin riechende Flüssigkeit 
vom spez. Gew. 1,123 und dem Siedepunkt 248° 
wird durch Oxydation von Anethol dargestellt 
und in der Parfümerie angewandt. 
Anisöl (lat. Oleum anisi, frz. Essence d’anis, 
engl. Oil of anise), das ätherische Öl des Anis, 
aus dem es durch Destillation mit Wasserdampf 
gewonnen wird, besitzt den eigentümlichen süß 
lichen Anisgeruch und -geschmack in hohem 
Grade, ist farblos bis gelblich und hat bei 20 °C 
ein spez. Gew. von 0,980—0,990. Anisöl lenkt die 
Ebene des polarisierten Lichts schwach nach 
links ab («„ bis —2 0 ) und löst sich in 1,5 bis 
3V0I. 900/oigen Alkohols. In der Kälte erstarrt 
es zu einer schneeweißen, kristallinischen Masse, 
die bei 15 0 oder darüber zu schmelzen beginnt 
und sich bei 18—20 0 vollständig verflüssigt. Das. 
Erstarren wird bedingt durch den Gehalt an 
Anethol (s. d.), das etwa 900/0 des Anisöls aus 
macht. Ein weiterer bemerkenswerter Bestand 
teil ist das dem Anethol isomere Methylchavi- 
col (Estragol), das ebenfalls anisartig riecht,, 
aber nicht den süßen Anisgeschmack besitzt. 
Als Destillationsmaterial dient hauptsächlich der 
russische Anis; er wird teils in Rußland auf Öl 
verarbeitet, teils zu diesem Zweck ausgeführt. 
Anisöl ist mancherlei Verfälschungen ausgesetzt, 
besonders häufig ist das Verschneiden mit 
Fenchelöl oder Fenchelstcaropten, von dem aber 
selbst kleine Mengen sich durch die Rechts 
drehung verraten. 
Anissäure (Methylparaoxybenzoesäure,. 
lat. Acidum anisicum, frz. Acide anisique, 
engl. Anisic Acid) ist identisch mit der U m- 
bellasäure, Badian- und Dragonsäure 
und entsteht durch Oxydation des Anisöls oder 
des in ihm enthaltenen Anethols mit Schwefel 
säure und Kaliumdichromat in Form farbloser 
Kristalle, die bei 184° schmelzen und bei 275 bis 
280° sieden. Sie löst sich in kaltem Wasser nur 
wenig, leichter in heißem Wasser und sehr leicht 
in Alkohol und Äther. A. findet als Antisepti 
kum und Antirheumatikum medizinische An 
wendung an Stelle der Salizylsäure, vor wel 
cher sie den Vorzug hat, nicht ätzend zu wirken 
und das Herz nicht zu schwächen. 
Annaline (Annalith), Fabrikname für fein 
gemahlenen Gips, wie er als Füllmaterial zu 
weilen in der Papierherstellung verwandt wird. 
Anthion, eine wäßrige Lösung von Kalium 
persulfat, wird in der Photographie benutzt, um 
die letzten, nicht mehr auswaschbaren Reste 
von Fixiernatron aus Platten und Papieren zu 
entfernen; 
Anfhrachinon (Oxanthrazen, Anthraze- 
nuse), C 6 H 4 (CO) 2 C 6 H 4 , wird durch Oxydation 
des Anthrazens mit chromsaurem Kalium und 
Schwefelsäure dargestellt und bildet gelbe, pris 
matische Kristalle, welche unlöslich in Wasser 
und wenig löslich in Alkohol, Äther und Benzol 
sind. Mit kalter konzentrierter Schwefelsäure 
gibt A. eine gelbe Lösung, aus welcher es durch 
Wasser in weißen Flocken gefällt wird. Der 
Schmelzpunkt liegt bei 275 0 C, doch fängt es 
schon vorher an zu sublimieren. Das A. dient 
zur Bereitung des künstlichen Alizarins. 
Anthranilsäure, o-Amidobenz«esäure,. C c H t . 
(NH 2 )COOH, entsteht beim Kochen von Indigo 
mit Kalilauge und wird durch Behandlung von 
Phtalimid mit unterchlorigsaurem Natrium oder 
von Nitrotoluolsulfosäüre mit Alkalilauge und 
nachfolgende Reduktion fabrikmäßig darge 
stellt. Als Ausgangsmaterial dient die als Neben 
produkt der Saccharinherstellung abfallende o- 
Toluolsulfosäure. A. bildet farblose, in Wasser 
und Alkohol leicht lösliche Nadeln vom Schmelz 
punkt 145°, und findet zur Herstellung des künst 
lichen Indigos praktische Anwendung. Ihr Me- 
thylester bildet einen Bestandteil des Neroliöls 
und dient zur Herstellung künstlicher Parfüms.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.