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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
N
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

N ußbaumholz 
302 
Oblaten 
Belgien ziemlich häufig. Durch lange Kultur 
sind verschiedene Abarten entstanden, so die 
Steinnuß, mit dicker harter Schale, aus wel 
cher der Kern schwer herauszubringen ist, da 
her auch Grübelnuß genannt, die Pferde 
nuß, von mehr als doppelter Größe, mit weni 
ger wohlschmeckendem Kern, die leicht zer 
drückbare dünnschalige Nuß, die Johannis 
nuß, deren Träger erst um Johannis aus 
schlägt, und die Blutnuß, mit teilweise blut 
rotem Kern. Die lufttrockenen Kerne haben 
einen beträchtlichen Nährwert, da sie neben 
16—17 0/0 Eiweiß, 13 0/0 stickstofffreien Extrakt 
stoffen und 2 0/0 Asche mehr als 580/0 Fett ent 
halten. — Außer der Verwendung zum Roh 
essen und in der Konditorei werden sie daher 
zum Auspressen des Öls (s. Nußöl), und die 
Preßrückstände als Viehfutter benutzt. — Die 
unreifen, grünen, noch weichen Walnüsse wer 
den mit der Außenschale mit Zucker und Ge 
würzen zu einer herbsüßen Konfitüre einge 
legt und dienen auch, mit Gewürzen und Franz 
branntwein angesetzt, zur Darstellung eines 
wohlschmeckenden Likörs. Die grünen Schalen 
der reifen Walnüsse, die beim Trocknen braun 
werden, benutzt man zum Braunfärben und zu 
Holzbeizen. Die grünen Schalen, die unreifen 
ganzen Früchte und die Blätter finden Ver 
wendung zu Abkochungen und Extrakten. — 
Die in ganz Europa wild wachsenden Hasel 
nüsse, von Corylus avellana sowie die mehr 
im Süden heimischen und bei uns gezogenen 
Lamberts-, d. h. langbärtigen N., von Cory 
lus tubulosa, haben ähnliche Zusammen 
setzung wie die Walnuß. Die Lambertsnuß 
wird in Italien und a. a. O. kultiviert und wächst 
wild in der Krim. Aus der neapolitanischen 
Provinz Terra di Lavora, dem alten Kam 
panien, stammt eine besonders große Sorte, die 
nach der Stadt Avella Avellanen genannt 
wird, und auch aus der Türkei kommt eine 
besondere Art, Corylus colurna, mit großen, 
sehr harten und fast kugelrunden Früchten. 
Nußbaumholz (Walnußbaü mholz, frz. Bois 
de noyer, engl. Wood of nut-tree), das Holz 
von Juglans regia (vgl. Nüsse), bildet ein 
sehr beliebtes und wertvolles Nutzholz für die 
Möbeltischlerei. Es ist dunkelbraun, oft schwärz 
lich geadert und besitzt sehr charakteristische 
lange Poren, die jedoch nicht so groß sind, wie 
die des Eichenholzes. Das sehr feste und dauer 
hafte Holz nimmt eine sehr schöne Politur an 
und wird zu Bildschnitzereien und Drechsler 
arbeiten, Gewehrschäften und Furnieren ver 
wandt. Auch die Knorren, Wurzelstöcke und 
Auswüchse sind wegen ihrer schönen Mase 
rung sehr gesucht. Man unterscheidet im Handel 
italienisches, schweizerisches, rhei 
nisches und böhmisches N. Das Holz junger 
Bäumchen ist noch weiß, aber sehr zäh und 
biegsam und wird daher zu Peitschenstielen 
verarbeitet. Als nordamerikanisches N. wird 
meist das Hickoryholz bezeichnet, jedoch 
kommt unter gleichem Namen auch das Holz 
einer anderen Nußbaumart, Juglans nigra, zu. 
uns, das im Bau dem europäischen ähnlich und 
von gleichmäßig brauner Farbe ist. 
Nußblätter (Walnußblätter, lat. Folia jug- 
landis, frz. Feuilles de noyer, engl. Walnut-tree 
leaves), die ganzrandigen, eiförmigen Blätter 
von Juglans regia, besitzen einen aromati 
schen Geruch und bitterlich herben Geschmack 
und .werden vielfach zu Bädern sowie inner 
lich als bluterzeugendes Mittel benutzt. Als. 
hauptsächliche Bestandteile enthalten sie äthe 
rische Öle, Gerbstoff und Juglon. 
Nußöl, das fette Öl der Walnüsse, Wal-, 
nußöl (Welschnußöl, lat. Oleum juglandis, 
frz. Huile de noix, engl. Nut-oil), ist im frischen 
Zustande und kalt gepreßt fast farblos und von 
feinem, angenehmem Geschmack, während das 
warm gepreßte Öl stark grünlichgelb gefärbt ist 
und einen scharfen Geruch und Geschmack 
zeigt. Das spez. Gew. bei 15° beträgt 0,925, 
die Verseifungszahl 190—196, die Jodzahl 142. 
Der Erstarrungspunkt liegt erst bei —27,5°. 
Das N. gehört zu den trocknenden Ölen, trock 
net besser als Leinöl und wird daher gern in 
der feinen Ölmalerei angewandt. Neuerdings 
werden auch in Ostindien unter dem Namen 
Akrot-ki-tel große Mengen Walnußöl ge 
wonnen. Das kalt gepreßte gibt ein gutes 
Tafelöl. 
Nutrol (Nural), ein sog. „künstlich verdautes 
stärkemehlhaltiges Nahrungsmittel", besteht im 
wesentlichen aus einem mit etwas Salzsäure 
und Bromelin versetzten Stärkesirup und scheint 
wegen der ungünstigen Beurteilung aus dem 
Handel verschwunden zu sein. 
Nutrose, ein lösliches Protein-Nähr 
mittel der Farbwerke vorm. Meister, Lucius 
& Brüning, wird durch Behandlung von trocke 
nem Kasein mit Ätznatron und Alkohol dar 
gestellt. Das weiße, geruch- und geschmack 
lose Pulver ist nahezu reines wasserlösliches 
Kaseinnatrium und enthält nach König 
10,070/0 Wasser, 82,81 0/0 Stickstoffsubstanz (da 
von 78,67 0/0 löslich), 0,400/0 Fett, 3,040/0 stick 
stofffreie Extraktstoffe und 3,68 °/o Asche. 
Oblaten (frz. Oublies, Hosties, engl. Wafer) 
sind dünne blattartige Scheiben, die aus einem 
Weizenmehlteige zwischen eisernen Platten oder 
in Formen gebacken werden. Größere Tafeln, 
die den Konditoren als Unterlage zu Lebkuchen 
und anderem Gebäck dienen, heißen Tafel 
oblaten. Kirchenoblaten oder Hostien 
werden in figurierten Formen gebacken, Brief 
oder Siegeloblaten durch runde Stecheisen 
aus den ganzen Blättern ausgestochen, doch 
sind die letzteren seit Einführung der gummier 
ten Briefumschläge fast ganz außer Gebrauch 
gekommen. — Eine größere Bedeutung haben 
die Einnehmeoblaten, die aus zwei am 
Rande verbundenen, in der Mitte vertieften, 
scheibenförmigen O. bestehen und zur Um
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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