Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
O
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Opium 
307 
Opium 
Man benutzt den edlen Opal zu Ringsteinen, 
Ohrgehängen und anderen Schmucksachen, 
schleift ihn meist halbkugelig (en cabochon) 
ohne Facetten und umgibt ihn zur Verdeckung 
seines geringen Glanzes oft auf schwarzer 
Unterlage mit Diamanten. An warmen Tagen 
entwickelt er sein Farbenspiel am schönsten. 
Der umgebende graugelbe Trachyt mit kleinen 
eingesprengten Opalpunkten und -adern dient 
als Opalmutter zur Herstellung von Dosen. 
Feueropal, eine stark glänzende, feuriggelbe 
bis hyazinthrote Abart mit schönem Schiller, 
findet sich ziemlich selten in Ungarn, Nord 
amerika und auf den Färöern. Gemeiner O. 
von Freiberg, Schneeberg und Eibenstock in 
Sachsen, ferner aus Schlesien, Ungarn und Is 
land besitzt verschiedene Färbungen von weiß, 
gelb, grün, rot und braun sowie Glas- bis 
Wachsglanz, ermangelt aber des Farbenspiels. 
Hydrophan, Weltauge, von Augustusburg in 
Sachsen, ist gemeiner oder ursprünglich edler 
O,, der seinen Wassergehalt verloren hat und 
daher glanzlos und undurchscheinend ist. Be 
feuchtet nimmt er zwar die • Eigenschaften des 
edlen O. wieder an, jedoch nur vorübergehend, 
und hat daher als Schmuckstein nur geringen 
Wert, wird aber nach Ostindien als Amulettstein 
versandt. Halbopale nfennt man die derben, 
weniger schön gefärbten Massen. Zu ihnen ge 
hört auch der Holzopal, der als versteinertes 
Holz noch deutlich das Gefüge des letzteren 
zeigt und wegen seiner großen Politurfähigkeit 
zu Schmucksachen verarbeitet wird. Kascho- 
long (Perlmutteropal, Kalmuckenachat) 
ist ein O. mit Perlmutterglanz aus der Bucharei; 
Opaljaspis ein Zwischenglied zwischen Opal 
und Jaspis, das nach seinem hohen Eisengehalt 
auch Eisenopal genannt wird. 
Opium (Land an um, Mekonium, frz. und engl. 
Opium), ein wichtiger Gegenstand des Drogen 
handels, besteht aus dem an der Luft freiwillig 
eingetrockneten Milchsäfte des Schlafmohns, 
Papaver somniferum L., der durch Kultur 
aus dem am Mittelmeere heimischen Papaver 
setigerum entstanden ist. Der Anbau des Mohns 
wird seit den ältesten Zeiten betrieben, da seine 
heilkräftige Wirkung schon im griechischen 
Altertum bekannt war. Seine ungeheure Aus 
dehnung erreichte er aber erst, seitdem das 
Opium als verderbliches Berauschungsmittel bei 
den mohammedanischen Völkern in Aufnahme 
harn und schließlich von England in dem be 
rüchtigten Opiumkriege auch China aufge 
zwungen wurde. Die Gewinnung des O. ist 
bislang nur in Asien mit Erfolg betrieben wor 
den, denn wenn auch die in Asien und Europa 
gezogene Mohnpflanze gleich dem Hanf in 
botanischer Hinsicht keine Unterschiede auf- 
Keist, so gelangt sie doch in dem wärmeren 
Klinta zu kräftigerer Entwicklung, die allein den 
Anbau lohnend erscheinen läßt. In Europa, be 
sonders in Frankreich und Deutschland (Berlin, 
Württemberg), hat man zwar eine Zeitlang 
brauchbares O. mit 15— 20 0/0 Morphin ge 
wonnen, die Versuche aber wegen der teuren 
Arbeitskräfte und der geringeren Ausbeute wie 
der eingestellt. Auch unter günstigeren Klimaten 
lst die Opiumkultur ein gewagtes Geschäft, da 
d'e empfindliche Pflanze leicht durch Insekten, 
unzeitigen Regen oder Wind leidet und außer 
ordentlich schwankende Erträge liefert. Zur 
Gewinnung des O., die im Grunde überall auf 
die gleiche Weise erfolgt, wird die Mohnkapsel, 
sobald ihre Farbe nach dem Abfallen der Blüten 
blätter von graublau in gelb übergeht, mit 
einem mehrklingigen Messer geritzt, so daß die 
Schale nicht durchschnitten wird. Der über 
Nacht austretende und verdickte Milchsaft wird 
am nächsten Morgen abgenommen, durch Kneten 
zu Kuchen, Kegeln oder Stangen geformt und 
mit Mohnblättern umwickelt. Von den verschie 
denen Handelssorten seien folgende angeführt: 
1. Das kleinasiatische, türkische, levan- 
tinische oder Smyrna-O., die in Europa fast 
ausschließlich in Betracht kommende und zum 
offizineilen Gebrauche allein zulässige Sorte, ge 
langt hauptsächlich aus den nördlichen Bezirken 
Karahissar, Sahib und Geiwa (Gudvd) nach 
Konstantinopel, während ein kleinerer Teil aus 
den südlichen Gebieten Uschak, Isbarta und 
Buldur nach Smyrna geschafft wird. Das klein 
asiatische O. bildet meist runde, 300—700 g 
schwere Kuchen, die, noch feucht in Mohnblätter 
eingeschlagen, zur Verhütung des Zusammen 
klebens mit den Samen und Blüten einer 
Ampferart bestreut sind und zu ungefähr 70 bis 
80 kg in mit Blech ausgeschlagene Kisten 
verpackt .werden. Nach der Herkunft unter 
scheidet man: Balorkesar, große, weiche 
Brote mit hohem Morphingehalt; Gudvd, kleine 
Brote, als Apothekerware; Karahissar, die be 
sonders von Holland bezogene Sorte; Malatia, 
größere Brote mit geringerem Morphingehalt. 
Von dem in den einzelnen Jahren zwischen 
600000 und 900000 kg schwankenden Ernte 
ertrage wird die Hälfte über Indien nach China 
geschafft, ein weiterer Teil findet in den tür 
kischen Ländern als Berauschungsmittel Ver 
wendung und der Rest dient medizinischen 
Zwecken. — Das dem türkischen O. vielfach 
zugerechnete ägyptische und mazedonische 
ist von geringer Güte und hat nur örtliche 
Bedeutung. — 2. Das persische O. wird von 
Papaver somniferum var. album in ähnlicher 
Weise wie das kleinasiatische, aber durch senk 
rechtes Anritzen der Kapseln gewonnen, darauf 
in kupfernen Pfannen eingedampft und in dünner 
Schicht auf Brettern an der Luft getrocknet. 
Das fertige O., das für die Ausfuhr nach China 
noch mit 10 0/0 Öl versetzt wird, erhält die 
mannigfachsten Formen: niedrige Kegel von 
180—300 g Gewicht, mit Mohnblätter umhüllte 
Kugeln, flache 600 g schwere Brote ohne 
Ampferfrüchte, aber in Feigen-oder Weinblätter 
gewickelt und in zerkleinerte Mohnstengel ver 
packt, bleistiftstarke, in rotes Papier gewickelte 
Stäbchen usw. Die Hauptstätten der Gewinnung 
liegen im Süden und Südwesten zwischen Kum 
und Kaschan, Schuschter und Schiras, Kerman 
und Jesd. Von den drei Handelssorten besteht 
Schird aus dem reinen Milchsaft, Nim-Schird 
enthält einen Teil der Oberhaut, Purd die 
ganze Oberhaut der Kapsel. Die auf 400000 kg 
geschätzte Ausbeute geht zur Hälfte nach Indien, 
ein großer Teil der oft verfälschten Ware wird in 
Europa auf Morphin verarbeitet. — 3. Das in 
dische O., das fast ganz zu der von England 
in dem schimpflichen Opiumkriege erzwunge
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many letters is "Goobi"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.