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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
P
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Paraguay-Roux 
319 
Parfümerien 
dargestellt und bildet dann eine farblose ölige 
Flüssigkeit vom spez. Gew. o,88, die bei 360° 
noch nicht zum Sieden gelangt. Es wird in 
der Medizin zur Bereitung von Paraffinsalbe 
und zu subkutanen Injektionen, in der Technik 
zum Einölen von Nähmaschinen, Uhren und 
Fahrrädern benutzt. — Bisweilen wird im Han 
del als Paraffinfett oder Paraffinschmiere 
auch ein dickes Schmieröl bezeichnet, das mit 
Paraffin nichts zu tun hat, sondern aus Harzen 
hergestellt wird. 
Paraguay-Roux (Paratinktur), ein früher 
gegen Zahnschmerz angewandtes, jetzt in Ver 
gessenheit geratenes Heilmittel, ist die alkoho 
lische Tinktur aus der Parakresse oder Kohl 
fleckblume (Spilanthes oleracea), einer in 
Südamerika einheimischen, bei uns in Gärten 
gezogenen, einjährigen, krautartigen Komposite. 
Paranüsse (brasilianische Nüsse) sind die 
3V2—4V2 cm langen Fruchtkerne eines großen, 
den Myrtengewächsen verwandten Baumes, 
Bertholletia excelsa, der im Gebiete des 
Orinoko und Amazonenstromes heimisch ist. 
Die Samen liegen ursprünglich in einer hart- 
schaligen, kopfgroßen Frucht und haben infolge 
ihrer gedrängten Lage eine dreiseitige Form 
mit zwei flachen und einer gewölbten Fläche 
erhalten. Ihre holzige oder vielmehr leder 
artige Schale ist braun, rauh und quer gerun 
zelt und umschließt einen Kern mit rostbrauner 
Oberhaut und dichtem weißem Fleisch. Der 
Kern enthält bis 670/0 eines milden, geruch 
losen und gelblichen fetten Öls, das Paranuß 
öl, das dem Mandelöl sehr ähnlich ist, aber 
leicht ranzig wird und bei o° erstarrt. Das spez. 
Gew. beträgt 0,9184. Man benutzt die P. wie 
Alandein oder andere Nüsse als Nahrungs- und 
Genußmittel. 
Pareirawurzel (amerikanische Grießwur 
zel, lat. Radix pareirae bravae, frz. Racine de 
Pareire, engl. Velvet leaf), die getrocknete Wur 
zel einer Schlingpflanze aus der Familie der 
Alenispermazeen, Cissampelos Pareira, 
die in Mexiko, Westindien und auch in Ost 
indien angetroffen wird, bildet teils zylindrische, 
teils plattgedrückte Stücke von oft beträcht 
licher Länge mit rauher, dunkelbrauner bis 
schwarzbrauner Rinde, die stellenweise von 
Dängsrissen und Querwülsten durchbrochen ist. 
Auf dem Querschnitte zeigt sich unter der ver 
hältnismäßig dünnen Rinde das eigentümlich 
Sebaute Holz, das aus 5—8 konzentrischen 
Schichten besteht. Die Ringe umgeben oft auch 
exzentrisch rinnenartig oder spiralig den Holz 
kern und sind durch verdickte Zellen vonein- 
a Uder getrennt. Das poröse Holz der Wurzel 
lst gelb und durch dunklere Markstrahlen radial 
gestreift. P. schmeckt anfangs süßlich, hinter 
her unangenehm bitter, besitzt aber keinen Ge- 
r Uch. Ihre medizinische Verwendung als harn- 
tr eibendes Mittel beruht auf der Anwesenheit 
eines Alkaloides, das früher Pelosin genannt 
Wur de, aber mit Buxin identisch ist. 
, Parfümerien (frz. Parfumeries, engl. Perfume- 
r fes) nennt man eine Gruppe von Waren, die 
s ’ch durch einen besonders feinen Wohlgeruch 
a uszeichnen und hauptsächlich zu Toiletten- 
zWecken, als Riechwässer, Wasch- und Schön- 
neitswässer, Haaröle, Pomaden, feine Seifen, 
Räucheressenzen und Riechkissen Verwendung 
finden. Die wohlriechenden Stoffe sind meist 
natürlichen Ursprungs und entstammen, ab 
gesehen von den tierischen Abscheidungen 
Moschus, Zibet und Ambra, sämtlich dem Pflan 
zenreiche. Ihrer chemischen Zusammensetzung 
nach stellen sie entweder ätherische Öle (s. d.) 
oder Balsame und wohlriechende Harze dar, 
bei denen allerdings das Aroma meist auch 
wieder durch ätherisches Öl bedingt wird. Eine 
besondere Klasse endlich bilden die flüch 
tigen Äther, die sich im reifen Obste bilden 
und dessen Duft verursachen. Die ätherischen 
Öle können in einzelnen Fällen, wie bei Zitro 
nen und anderen Südfrüchten, auf mechani 
schem Wege durch Auspressen erhalten werden, 
der Hauptsache nach gewinnt man sie aber 
durch Destillation mit Wasser. Das hierbei mit 
übergehende Wasser, das geringe Mengen der 
Riechstoffe auflöst, bildet als ätherisches 
Wasser einen besonderen Handelsartikel. Bei 
leicht zersetzlichen Aromastoffen, die wie viele 
Blütendüfte durch Wasser und Hitze zerstört 
werden oder nur in außerordentlich geringer 
Menge vorhanden sind, müssen andere Arbeits 
weisen benutzt werden. Am ältesten ist das 
Absorptionsverfahren (Enf leurage), bei 
dem man die Riechstoffe an Fett bindet. Nach 
der Enfleurage, welche besonders auf farne- 
sische Akazien, Heliotrop, Hyazinthe, Jasmin, 
Narzisse, Reseda, Rose, Syringe, Tuberose und 
Veilchen angewandt wird, bedeckt man Glas 
tafeln etwa 3 mm hoch mit einer Schicht von 
Talg und Schweineschmalz, legt sie in Holz 
rahmen und breitet frische Blüten darüber aus. 
Sobald diese ihren Duft abgegeben haben, wer 
den sie durch neue ersetzt, bis das Fett völlig 
mit Aroma gesättigt ist. Die wohlriechende 
Pomade kommt für sich in den .Handel oder 
wird 2—4 Wochen lang mit reinstem Weingeist 
angesetzt, welcher die Riechstoffe auflöst und 
dann die Bezeichnung Extrait führt. Derartige 
Extraits werden auch mit solchen Blüten her 
gestellt, die wie Rosen- und Orangeblüten die 
Destillation vertragen, aber nach der Enfleurage 
feinere Produkte liefern. Die gebräuchlichsten 
Parfüms dieser Art: Extrait de violet, de resdda, 
de rose und de jasmin, werden meist in drei 
facher Stärke als Extraits triples versandt und 
mit Spiritus verdünnt. — Nach einem anderen 
Verfahren tränkt man leinene oder baumwollene 
Tücher mit feinstem Olivenöl, legt sie mit Blüten 
bedeckt in Holzrahmen und preßt nach Absorp 
tion der Riechstoffe das Öl aus, oder endlich 
man trägt die Blüten in gelinde erwärmtes Öl 
ein. Die mit dem Aroma beladenen Öle führen 
den Namen Huiles antiques. — In neuerer 
Zeit geht man mehr und mehr zu der ein 
facheren und billigeren Extraktion über, nach 
welcher die Blüten mit Schwefelkohlenstoff 
oder reinstem Petroläther erschöpft werden. 
Beim Abdestillieren des Auszuges hinterbleibt 
das ganze Aroma in Form eines winzigen Rück 
standes, der in-Alkohol gelöst wird. — Die im 
Handel befindlichen Blütenessenzen entsprechen 
nicht immer ihrem Namen, sondern bestehen 
vielfach aus Nachahmungen. Andere Parfüms, 
wie Eau de mille fleurs, Eau de Cologne. 
Eßbouquet (Essence de bouquet), sind immer
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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