Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
P
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Pfeffer, langer 
328 
Pfefferminze 
hergestellt, daß man sie in Meer- oder Kalk 
wasser einlegte und nach dem Trocknen das 
Fruchtfleisch abrieb. Neuerdings findet sich im 
Handel meist nur eine durch Schälen von 
schwarzem P. gewonnene Ware. Der schwarze 
P. enthält neben wechselnden Wassermengen 
im Durchschnitt 12, J 0/0 Stickstoffsubstanz, 80/0 
Fett, 33 0/0 Stärke, 13% Rohfaser und 40/0, 
Asche; der weiße P. unterscheidet sich haupt 
sächlich durch seinen höheren Gehalt an Stärke 
(560/0) und seinen geringeren Gehalt an Roh 
faser (5%) und an Asche (2°/o), weil letztere 
beiden Stoffe vorwiegend in den Schalen ent 
halten sind. — Als charakteristische und wert 
bestimmende Stoffe, die den Geruch und schar 
fen Geschmack des P. bedingen, finden sich 
1—2,30/0 ätherisches Öl und 7 °/o Piperin. Der 
P. gehörte bis vor kurzem zu den am meisten 
verfälschten Gewürzen, doch hat die Nahrungs 
mittelkontrolle eine wesentliche Verbesserung 
der bestehenden Übelstände im Gefolge gehabt. 
Als Zusätze zu ganzem schwarzen P. wurden 
ähnlich aussehende Früchte anderer Pflanzen 
beobachtet, insbesondere: Kubeben, Langer P., 
Paradieskörner, Kellerhalsbeeren u. a., während 
der ganze weiße P., hauptsächlich sog. 
Penang, häufig mit einem Überzüge von Kalk 
in den Handel kam. Nach der neueren Recht 
sprechung darf gekalkter P. nicht ohne ent 
sprechende Kennzeichnung verkauft werden. 
Der gemahlene P. bildete den Abladeplatz 
aller möglichen Abfälle; Sand und Ton, ver 
dorbene taube Körner, Mehl, Schalen von P., 
Nüssen, Mandeln und Kakao, Rückstände der 
Ölgewinnung wie Palmkernmehl, Raps- und 
Rübsenkuchen, Olivenkerne, Dattelkerne, Baum 
rinden und zahlreiche andere wertlose Stoffe 
wurden in ihn hineingemahlen. Zum Nach 
weise fremder pflanzlicher Beimischungen be 
nutzt man das Mikroskop, zur Erkennung von 
Pfefferschalen und mineralischen Zusätzen die 
chemische Analyse. Marktfähiger schwarzer P. 
soll nicht über 7 o/ 0 Mineralstoffe mit 2 0/0 Sand 
und nicht über 17,5 o/ 0 Rohfaser enthalten, 
weißer P. höchstens 40/0 Asche, 1 0/0 Sand und 
7 0/0 Rohfaser. Von den zahlreichen Handels 
sorten ist der Malabar-P. mit seinen Unter 
abteilungen A1 eppi und Tellicherry am 
höchsten geschätzt. Andere Sorten führen die 
Bezeichnung Singapore, Penang (meist ge 
kalkt), Sumatra, Kochin, Goa und Lam- 
pong. Weißer P. kommt meist von Sumatra, 
Singapore und Penang. Eine aus ver 
kümmerten, tauben, oft nur stecknadelkopf 
großen Körnern bestehende Sorte, sog. Pfeffer 
köpfe, ist keine marktfähige Ware, sondern 
ein offensichtliches Verfälschungsmittel. Der 
Pfeffer findet als Gewürz ausgedehnte An 
wendung und wird in beschränktem Maße 
medizinisch verwandt. 
Pfeffer, langer (lat. Piper longum, frz. Poivre 
long, engl. Long pepper) besteht aus den vor 
völliger Reife gesammelten und getrockneten 
Fruchtständen (Kätzchen) von Chavica offi- 
cinarum (Piper longum), die etwa 3—4 cm 
lang, 6—8 mm dick und von schwarzgrauer bis 
rotbrauner Farbe sind. Der Geschmack ist 
scharf brennend, der Geruch pfefferartig, die 
Zusammensetzung den anderen Pfefferarten 
entsprechend. Langer P. wird hauptsächlich 
in Form einer Abkochung als Fliegengift ver 
wandt. 
Pfefferkuchen (Lebkuchen, frz. Pain d’epi- 
ces, Gätcau au miel, engl. Gingerbread, Honey 
comb), ein sehr haltbares gewürziges Back- | 
werk, wird mit Hilfe von Hirschhornsalz als 
Treibmittel besonders in Nürnberg, Braun 
schweig, Pulsnitz, Kamenz, Danzig, Thorn und 
Basel (Leckerli) fabrikmäßig hergestellt. Zu 
den braunen P. nimmt man außer Mehl ent- , 
weder Sirup, oder bei feineren Sorten (Honig- | 
kuchen) auch wohl Honig, zu den weißen P. 4 
Zucker. Als Gewürze kommen hauptsächlich i. 
Kardamomen, Zimt, Nelken, Vanille, bittere / l! 
Mandeln und Zitronat zur Verwendung. ■— ' 
Kleine, rundliche Stücke nennt man Pfeffer 
nüsse. 
Pfefferminze (Pfeffermünze, lat. Herba s. 
Folia menthae piperitae, frz. Feuilles de menthe / 
poivr6e, engl. Peppermint leaves). Mentha pi- 
perita, die wichtigste der zu den Lippenblüt 
lern gehörenden Gattung Mentha, deren zahl 
reiche Arten sich fast alle durch ein mehr oder 
weniger starkes Aroma auszeichnen, unterschei- 
det sich von ihren Verwandten äußerlich durch 
ihre gestielten, fast glatten Blätter, die nur 
an den Nerven der Unterseite spärlich behaart 
und an den der Blattspitze zugekehrten Stellen 
am Rande scharf gezähnt sind. Die P. kommt ut i 
in Westeuropa, vor allem in England, wild vor, ’g 
wird aber bei uns, besonders in Thüringen und ' 
im Harz sowie in England (London, Cambridge, 
Mitcham) vielfach angebaut und dann als Mentha 
piperita var. ß bezeichnet. Die in der Blüte 
zeit gesammelten Spitzen der Zweige und die 
Blätter der unteren Teile (ohne die Stengel) kom 
men getrocknet in den Drogenhandel und haben 
einen stärkeren Geruch und Geschmack als im 
frischen Zustande. P. wird medizinisch als 
krampfstillendes, magenstärkendes und zu Blä 
hungen treibendes Mittel angewandt. — Der 
wirksame Bestandteil der Pflanze ist das äthe- | 
rische Öl, das Pfefferminzöl (lat. Oleum men 
thae piperitae, frz. Essence de menthe poivree, 
engl. Oil of peppermint), das von angebauten j 
Pflanzen gewonnen wird. Die geschätzteste Sorte, 
das englische Mitchamöl, hat ein spez. Gew. ! 
von 0,900—0,912. Die deutschen Öle kommen 
für den Weltmarkt weniger in Betracht, da ihre 
Produktion jährlich nur einige hundert Kilo 
beträgt. Ihr spez. Gew. ist 0,900—0,915 bei 
15 0 C. Weniger feine Sorten kommen aus j. 
Amerika, weil hier nicht selten andere Minze 
arten mitdestilliert werden, und auch häufig 
Verfälschungen mit Poleyöl, Erigeronöl und 
dem flüssigen Teil des japanischen Pfefferminz 
öls vorgenommen werden. In neuerer Zeit 
haben sich die Verhältnisse aber wesentlich ge 
bessert, indem man auf sorgfältigere Kultur und 
Reinhalten der Felder von Unkraut achtet. — , 
Große Mengen P. kommen aus Japan. Das nor 
male japanische Öl bildet bei gewöhnlicher Tem 
peratur eine feste, ölgetränkte Kristallmasse. In 
den Handel kommt das normale öl, (Unsepara- 
ted), das aus lockeren Kristallen bestehende 
Rohmenthol (Crystals) und das von diesem ge 
trennte flüssige öl (Oil). — Die P. sind im rekti 
fizierten Zustande farblose, etwas dickliche Flüs-
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Documenti Ispano-Genovesi dell’Archivio Di Simancas. Co’ tipi del R.I. de’ Sordo-Muti, 1868.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.