Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
P
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Pink couleur 
343 
Pinsel 
öligen Kern, der den Nüssen und Mandeln ähn- 
lieh aussieht und schmeckt, allerdings mit einem 
leisen, feinen Beigeschmack nach Harz. Zum 
Versand werden sie in geteerte Säcke verpackt 
und außer von Italien, besonders Sizilien, noch 
von der Levante, Marseille, Barcelona aus in 
den Handel gebracht. 
Pink couleur (Nelkenfarbe, Minerallack), 
ein feines, schweres Pulver von schön rosen 
roter Farbe, bildet eine, hellem Krapplack ähn 
liche, schöne, dauerhafte Farbe zum Bemalen 
und Bedrucken von Porzellan und Fayence sowie 
zur Erzeugung farbiger Glasuren von dunkel 
violett bis rosa. Auch als Öl- und Wasserfarbe 
sowie zur Bereitung farbiger Papiere findet sie 
Verwendung. Der Farbstoff ist seinem Wesen 
nach ein durch Chromsäure gefärbtes Glas aus 
Zinnoxyd, Kieselsäure und Kalk und wird durch 
Glühen von rotem chromsauren Kali, Quarz- und 
Kreidepulver mit Zinnoxyd dargestellt. 
Pinkops heißen die von der Spinnmaschine 
fertig gelieferten Kötzer von baumwollenem 
Schußgarn, welche direkt in die Schütze des 
mechanischen Webstuhls eingelegt werden. 
Pinksaiz (Ammoniumzinnchlorid, Zinn 
chloridchlorammonium, lat. Stannum bichlo- 
ratum ammoniatum, frz. Bichlorure d’ötain 
ammoniacal, engl. Pink-salt) besteht aus einer 
Verbindung von Zinnchlorid (Zinntetrachlorid) 
mit Salmiak und wird durch Mischung heißer 
konzentrierter Lösungen beider Bestandteile her- 
gestellt. Es bildet ein in Wasser leicht lösliches 
kristallinisches Pulver, oder beim Arbeiten mit 
verdünnteren Lösungen größere Wasserhelle glän 
zende Kristalle. Die Wirkung dieses besonders 
als Beize beim Hellrotfärben (Rosasalz) be 
nutzten Doppelsalzes besteht darin, daß sich beim 
Kochen von Stoffen mit der Lösung Zinnoxyd 
festhaftend auf die Faser niederschlägt und als 
Grund für Aufnahme 'der Farbe dient. 
Pinsel (frz. Pinceaux, engl. Pencils). Man 
unterscheidet Haar- und Borstpinsel, von 
denen die letzteren in ihrer Verwendbarkeit 
Und infolgedessen auch im Verbrauch die grö 
ßere Bedeutung haben. Die Borstpinsel sind 
dein Lackierer und Anstreicher wie dem Deko 
rationsmaler unentbehrliche Hilfsmittel bei Aus 
übung ihres Gewerbes, und zwar hauptsächlich 
die größeren Arten aus weißer Borste in Holz 
kluppen, Eisenkapseln oder Eisenringen, die 
unter der allgemein üblichen Bezeichnung ge 
schliffene Borstpinsel bekannt sind. Neben 
diesen, besonders zum Lackieren dienenden P., 
"jverden in .der gleichen Art Pinsel aus falber 
ß°rste hergestellt, die hauptsächlich beim Auf 
lagen von Flüssigkeiten, wie Farbe, Firnis, 
f-oim, Teer usw. angewandt werden und unter 
dem Fachausdruck Anstreichpinsel gehen, 
pudere Borstpinsel, die in den verschiedensten 
v orrnen und in breite Bleche gefaßt, hergestellt 
'J’erden, sind dem Fachmann unter dem Namen 
Maserier-, Zacken- oder Gabelpinsel, Mod- 
bp, r > Clairets. ölfarbvertreiber usw. bekannt. 
~me besondere Sorte unter den breiten Pinseln 
bdden die sog. Schläger aus längster kräftiger 
Russischer Borste (Schlägerborste), die dem 
Lackierer zur Herstellung von Holzmaserungen 
bienen. — Die Haarpinsel sollen den verschie 
denartigsten Ansprüchen genügen, und ebenso 
verschiedenartig ist auch Größe und Material 
derselben. Für die Ölmalerei, wozu auch die 
Porzellanmalerei zu rechnen ist, werden in 
der Hauptsache Pinsel aus den Schweifhaaren des 
russischen Kolinskys (Rotmarderpinsel), des 
deutschen und russischen Iltis (Iltispinsel) 
und des russischen Eichhörnchens (Fehhaar 
pinsel), aus den feinen Ohrenhaaren des Rin 
des (Rindshaarpinsel) und aus den Fell- und 
Schweifhaaren des Zobels und Ichneumons 
(Zobel- und Ichneumonspinsel) gefertigt und 
teils in Kiele der verschiedensten Größen -— vom 
kleinsten Taubenkiel an bis hinauf zum stärksten 
Schwanenkiel ■— sowie in Blech-, Nickel- oder 
versilberte Zwingen gefaßt. Die Pinsel in Zwin 
gen, auf Holzstielen befestigt, werden sowohl 
in runder Form, als auch flach gedrückt, ver 
wandt. Früher wurden auch für gewisse Zwecke 
Pinsel aus Braunmarderhaaren — vom Baum 
und Steinmarder — sowie aus Fischptter- 
haaren hergestellt, doch sind diese in der Haupt 
sache durch Iltispinsel verdrängt worden. Für 
die Ölmalerei werden mit Vorliebe auch Pinsel 
aus Borsten, in runde oder flachgedrückte Zwin 
gen gefaßt und auf Holzstielen befestigt, ver 
wandt. Die Borsten für diese Art Pinsel sind von 
ausgesuchter Güte und eigens für diesen Zweck 
vorgerichtet. — In der Aquarellmalerei wer 
den außer den vorerwähnten Pinseln für die 
Ölmalerei noch solche aus Dachshaaren ge 
braucht. Sie sind entweder in Kiele (runde 
Dachsvertreiber genannt) oder in breite 
Bleche (breite Dachsvertreiber) gefaßt und 
dienen, wie schon der Name sagt, zUm Vertreiben 
oder Lasieren der Farben. — Nicht unwichtig 
sind ferner die Ziegenhaare, die zur Herstel 
lung der billigeren Sorten Haarpinsel erforderlich 
sind sowie die Haare des schwarzen Bären, 
die zu mancherlei Pinselarten, in der Hauptsache 
jedoch zu Lackierpinseln (Fischpinseln), Ver 
wendung finden. Unter dieselbe Abteilung fallen 
auch die Pinsel aus Iltis- und Fischotterhaaren, 
auf die wohl die allgemeine Benennung Fisch 
pinsel zurückzuführen ist. — Hinsichtlich der 
Gewinnung und ‘Zubereitung der Haare, ins 
besondere der Borsten, seien noch folgende Mit 
teilungen angefügt: Die Barsten unterliegen, 
ebenso wie die Haare, von ihrem Rohzustände an 
bis zu ihrer Verarbeitung zu Pinseln einer sorg 
fältigen Behandlung. Während die Haare, um 
sie von allen Unreinigkeiten, wie z. B.-i Fett, zu 
befreien, in Säuren gelegt, oder wie besonders die 
edleren Haarsorten Rotmarder, Iltis usw. in einer 
großen, mit Zedernholzspänen ungefüllten und 
durch ein darunter angelegtes. Feuer erwärmten 
Trommel „geläutert“ werden, muß die Pinsel 
borste bis zu ihrer Verarbeitung eine bei weitem 
umfangreichere Behandlung durchmachen, die 
unter Borsten beschrieben worden ist. — Um 
auch billige Borstenpinsel hersteilen zu können, 
mischt man den Borsten, je nach der Preislage, 
Pferde- oder Kuhhaare bei, die^ ebenfalls vor 
ihrer Verwendung gereinigt und gekocht werden 
müssen. Die steife und halbsteife. Ware ver 
wendet hauptsächlich der Bür^tenfabrikant. Die 
Art der Behandlung ist die gleiche wie bei den zu 
Pinseln bestimmten Borsten. S. auch Borsten 
und Haare.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What color is the blue sky?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.