Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
P
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Pottasche 
349 
Poudrette 
se, die 
Kiesel- 
arzellan I 
immen- 
■echejid I 
gerade 
asse zu 
porösen 
Ich an- 
-se auf 
wieder I 
Gegen- 
chaben 
ikleben I 
Boden- I 
teingut I 
ennen 
1700 0 
16—18 
Tage, 
cke in I 
h und I 
detalle I 
feuer- I 
randes I 
;e Bis 
verden I 
;n ver- I 
rd und 
Grün, I 
eloxyd 
h aber 
; nicht I 
unter 
zerden 
Glasur 
einge- 
;n be- 
detaü- 
Borax- 
e ver- 
taften, 
Die 
Stoffe 
n viel- 
. Sie 
vorde- 
iufge- 
cknet. 
irmals 
chwer 
ichter 
ir we- 
etzen. 
in be- 
feiner 
s mit 
r und 
Ein- 
lalten 
Ver- 
das 
war. 
[gold, 
Isain- 
oge n " 
ärdefl 
ent' 
:e er 
zeugt. — Das Fritten- oder weiche Porzellan 
ist kein eigentliches P., da es keinen Tonzusatz 
erhält, sondern ein aus Soda, Kochsalz, Salpeter, 
Alaun, Gips, Schwerspat und Sand mit einem 
Grundkörper aus Kreide und Mergel hergestelltes 
Glas. Es stellt eine weiße, durchscheinende, 
dem chinesischen Porzellan ähnliche Masse dar. 
Als Glasur bedient man sich eines Gemisches von 
Soda, Mennige und Borax. Wegen seiner leich 
ten Schmelzbarkeit und geringen Widerstands 
fähigkeit gegen Temperaturwechsel wird es nur 
noch zu Schaustücken verwandt. Eine Unter 
abteilung des Frittenporzellans bildet das eng 
lische oder natürliche Weichporzellan, das 
Wegen der Verwendung von Knooheinasche auch 
Knoche n porzellan genannt wird. Zu seiner 
Darstellung wird ein Gemisch von Kaolin, plasti 
schem Ton, Feuerstein und Knochenasche bei 
verhältnismäßig niedriger Temperatur gebrannt 
Und mit einer Glasur von Feldspat, Feuerstein 
Borax und Bleiglas überzogen. Das dritte Weich- 
Porzellan endlich, das Seger-P., besteht aus 
einem Grundkörper von Ton, Quarz und Feld 
spat, auf den nach dem Brennen eine Feldspat 
glasur aufgetragen wird. — Unglasiertes Por 
zellan, zu dem das Biskuit-, Statuen- oder 
Figurenporzellan gehört, besteht aus der Masse 
des echten Hartporzellans, die nur einen höheren 
Zusatz von Flußmitteln erhält und ohne Glasur 
stärker gebrannt wird. — P. ist einer der wich 
tigsten Gebrauchsgegenstände des täglichen Le 
bens und findet in seinein verschiedenen Sorten 
zu Küchengeschirren, chemischen Apparaten und 
Kunstgegenständen der mannigfaltigsten Art aus 
gedehnte Anwendung. 
Pottasche (Potasche, kohlensaures Kali, 
kohlensaures Kalium, Kaliumkarbonat, lat. 
Kalium carbonicum, Cineres clavellati, frz. Po 
tasse, Carbonate de potasse, engl. Potash), ein 
Überaus wichtiger Gegenstand des Chemikalien 
handels, besteht in reinster Form aus Kalium 
karbonat, K 2 C0 3 , ist aber in rohem Zustande 
s tets mehr odef weniger verunreinigt. Früher 
Sewann man die P. ausschließlich durch Ver 
brennen von Pflanzemstoffen, namentlich, Holz, 
tu denen das Kalium mit organischen Säuren ver 
bunden vorkommt. Die Asche wurde in Laugen 
fässern mit warmem Wasser übergossen, und die 
Kösung von etwa 20 0 B6 in Pfannen oder Kesseln 
bis zur völligen Trockne eingedampft. Wenn 
hierbei zum Schluß mit eisernen Rührscheiten 
Utngerührt wurde, so daß die Masse sich zu rund- 
hchen, stark wasserhaltigen Klumpen vereinigte, 
bezeichnete man sie als ausgerührte P. 
Unterblieb das Rühren und wurde die erkaltete 
Schmelze so fest, daß sie mit Hammer und 
Meißel herausgeschlagen werden mußte, so ent 
band die ausgeschlagene P. Beide Sorten 
^phpotlasche sind durch brenzliche, bei unvoll 
ständiger Verbrennung des Holzes entstandene 
Stoffe tiefbraun gefärbt und können nur für ge 
wisse, mit hohen Temperaturen arbeitende Fa 
briken, wie von Glas und Blutlaugensalz, direkt 
benutzt werden. Für die meisten übrigen Zwecke 
bPrß sie durch Kalzinieren entfärbt und in ge 
wöhnliche P. verwandelt werden. Das Kalzi- 
n *eren besteht darin, daß man den Rohstoff 
Pnter fleißigem Umrühren einer nicht zu hohen 
Glühhitze (nicht bis zum Schmelzen), am besten 
dem Zugfeuer eines Flammenofens, aussetzt. Die 
Ware erscheint dann weiß oder durch einen 
kleinen Gehalt an Eisenoxyd rötlich, oder auch 
wohl durch etwas entstandenes mangansaures 
Kali bläulich gefärbt (Perlasche). Wegen ihrer 
großen Begierde, Wasser aus der Luft anzu 
ziehen, wurde sie früher in Töpfen verkauft, die 
mit einer luftabhaltenden Decke verschlossen 
waren, und hat davon ihren, Namen erhalten. 
Größere Mengen P. werden in Fässern verpackt, 
die recht dicht sein müssen, da sonst der Inhalt 
naß und schmierig wird, oder gar als Lauge 
durch die Fugen dringt. Die gewöhnliche, aus 
Pflanzenasche stammende P. enthält neben' 40 bis 
75 0/0 Kaliumkarbonat meist noch 3—40 °/o schwe 
felsaures Kali, bis 20% Chlorkalium, bis 6°/o 
kohlensaures Natron und unlösliche Bestandteile, 
die durch die Filter gegangen oder beim Kal 
zinieren als Asche eingeflogen sind. Der Gehalt 
an kohlensaurem Kali gibt den Wertmesser ab. 
Zur Entfernung der Beimengungen löst man, das 
Salz in möglichst wenig heißem Wasser, worauf die 
fremden Salze größtenteils herauskristallisieren 
und beim Wiedereindampfen der abgezogenen 
Lauge eine viel reinere Ware hinterbleibt. Neuer 
dings stellt man P. in ähnlicher Weise aus Wein 
geläger, Wollschweiß und Wollwaschwasser, 
Branntweinschlempe und Melasserückständen 
sowie aus Chlorkalium nach dem bei Soda be 
schriebenen Verfahren oder nach dem Magnesia- 
verfahren von Engel her. Nach dem letzteren 
leitet man Kohlensäure in ein Gemisch von Mag 
nesia und Chlorkaliumlösung, wobei neben Chlor 
magnesdum ein schwer lösliches Kaliummagne 
siumkarbonat entsteht, das abfiltriert und durch 
Erhitzen von der Magnesia befreit wird. Das 
so erhaltene Erzeugnis ist wesentlich reiner (bis 
98 0/0 K2CO3). — Chemisch reines Kaliumkar 
bonat erhält man durch Glühen von Kalium 
bikarbonat, oder eines Gemisches gleicher Teile 
reinem Weinstein und Salpeter, woher der Name 
Kalium carbonicum e tartaro oder auch 
Sal tartari (Weinsteinsalz) stammt. Es be 
steht aus 68,2 Teilen Kali und 31,8 Teilen 
Kohlensäure, hat einen scharfen, ätzenden Ge 
schmack und stark alkalische Reaktion, zieht 
aus der Luft begierig Wasser an und zerfließt 
damit, ist aber in Alkohol und Äther unlöslich. 
In der Glühhitze gerät das Salz in feurigen Fluß 
und ist dann flüssig wie Wasser, ohne jedoch 
Kohlensäure zu verlieren. Wegen seiner hygro 
skopischen Eigenschaften muß es in gut ver 
schlossenen Gefäßen aufbewahrt werden. P. fin 
det in der Medizin als harnsäurelösendes Mittel 
beschränkte Anwendung, wird aber in ungeheu 
ren Mengen, trotzdem es für viele Zwecke durch 
die billigere Soda verdrängt worden ist, von der 
chemischen Großindustrie gebraucht, so zur Her 
stellung des farblosen Kristallglases, ferner des 
Ätzkalis, des gelben und roten Blutlaugen 
salzes, des chromsauren Kalis, der Kali 
lauge, der weichen Kaliseife (Schmierseife), 
des Kaliwasserglases usw. Die deutsche 
Jahreserzeugung beläuft sich auf 30 000 t. 
Poudrette (deutscher . oder künstlicher 
Guano) besteht aus geruchlos gemachten, ge 
trockneten und gepulverten Menschenexkre 
menten, vermischt mit trockenen Stoffen (Erde, 
Torf, Kolüenpulver, Asche, Fleisch- und Kot
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.