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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Q
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Quecksilberoxyd 
356 
Querzitronrinde 
lung offizineil sind. Das Oxydsalz dient auch zur 
Bereitung einer gelben Quecksilbersalbe, ferner 
in der Technik als Hutmacherbeize und beim 
Vergolden als sog. Quickwasser. 
Quecksilberoxyd (roter Präcipitat, lat. 
Hydrargyrum oxydatum rubrum, frz. Oxyde mer- 
curique rouge, engl. Redoxyde of xnercury), HgO, 
ein gelbrotes, in Wasser etwas lösliches, widrig 
metallisch schmeckendes Pulver von höchst gif 
tiger Wirkung, entsteht beim Abdampfen einer 
Lösung von Quecksilbernitrat und Erhitzen des 
Rückstandes in einer Porzellanschale. Eine Ver 
bindung von gleicher Zusammensetzung, aber 
mehr gelber Farbe (H. via humida paratum) er 
hält man durch Fällung einer Quecksilbernitrat 
lösung mit Natronlauge. Q. dient in der Medizin 
als äußerliches Mittel, in der Technik als Por 
zellanfarbe. 
Quecksilbersulfat (lat. Hydrargyrum sulfuri- 
cum, frz. Sulfate de mercure, engl. Sulfate of 
mercury) entsteht beim Erwärmen von Queck 
silber mit konz. Schwefelsäure, und zwar als 
Oxydulsalz, Hg 2 S0 4 , wenn das Metall, als Oxyd 
salz, HgSÖ 4 , wenn die Säure überwiegt. Das 
letztere bildet ein schweres, weißes Kristallpulver, 
das beim Erhitzen zuerst gelb, dann braun wird 
und zur Darstellung des Sublimats, Kalomels und 
anderer Quecksilbersalze dient. Bei Behandlung 
mit Wasser liefert es ein zitronengelbes basisches 
Salz (Turpethum minerale), das beschränkte 
Anwendung gegen Hautkrankheiten findet. 
Quecksilbersulfid. Reibt man gleiche Teile 
Q. und Schwefel hinreichend lange zusammen, 
so entsteht ein feines tiefschwarzes Pulver, das 
schwarze Schwefelquecksilber, minerali 
scher Mohr, Quecksilbermohr (lat. Hydrar 
gyrum sulfuratum nigrum, frz. Sulfure noir de 
mercure, engl. Black sulfide of mercury), das 
früher unter der Bezeichnung Aethiops mine 
ral is eine beschränkte medizinische Anwendung 
fand. Das rote Schwefelquecksilber (lat. 
Hydrargyrum sulfuratum rubrum, frz. Sulfure 
mercurique,. engl. Red sulfide of mercury) findet 
sich in der Natur als natürlicher Zinnober 
(s. d.) und wird nach verschiedenen Verfahren 
künstlich dargestellt. In erster Linie bedient man 
sich zur Gewinnung von künstlichem Zin 
nober des schwarzen Q. oder auch einfach eines 
Gemisches von Quecksilber und Schwefel, die 
aus konischen Tontiegeln in gußeisernen Appa 
raten sublimiert werden. Die sublimierte Ware 
heißt Stückenzinnober und wird zum Teil in 
den schönsten, auserlesensten Teilen direkt in den 
Handel gebracht, hauptsächlich aber zunächst in 
ein feines Pulver verwandelt. Je weiter die Ver 
mahlung getrieben ist, um so heller und feuriger 
erscheint die Farbe. Nach dem Mahlen und 
Schlämmen wird die Masse noch durch Kochen 
mit Pottasche von dem ungebundenen Schwefel 
befreit und schließlich in der Wärme getrocknet. 
Auf nassem Wege verwandelt man das schwarze 
Q. durch Kochen mit Kalilauge und anderen, 
geheim gehaltenen Chemikalien in die rote Ver 
bindung (Vermillon), deren Farbe durch einen 
geringen Gehalt von etwa l °/o Antimon noch ver 
schönert wird. Zinnober ist ein geruch- und ge 
schmackloses, außerordentlich schweres Pulver 
vom spez. Gew. 7,800—8,100. Wegen seiner in 
tensiv-roten Färbung wird er als Malerfarbe 
außerordentlich geschätzt, jedoch haben die An 
striche den Nachteil, am Lichte nach und nach 
dunkler und schließlich sogar schwarz zu werden. 
Außerdem findet Q. beschränkte Anwendung als 
Schminke und in der Medizin. Wegen seiner 
völligen Ungiftigkeit kann es auch zum Färben 
von Kautschukwaren benutzt werden. 
Quecksilbertannat (gerbsaures Queck 
silberoxydul, lat. Hydrargyrum tarmicum oxy- 
dulatum, frz. Tannate de mercure, engl. Taninate 
of mercury), eine Verbindung der Gerbsäure mit 
Quecksilberoxydul, erscheint in bräunlichgrünen 
Schuppen, die beim Zerreiben ein grünes Pulver 
geben. Es wird seit 1884 in der Medizin als 
mildes Antiseptikum verwandt. 
Quendel (Feldkümmel, wilder Thymian, 
lat. Herba serpylli, frz. Herbe de thym sauvage 
ou serpolet, engl. Mother of thyme), das an 
genehm aromatisch riechende und bitterlich zu 
sammenziehend schmeckende Kraut der bekann 
ten ausdauernden Labiale Thymus Serpyl- 
lum, wird in der Blüte gesammelt und zu stär 
kenden Bädern, Umschlägen, Kräuterkissen und 
Krankentees sowie zur Herstellung eines alko 
holischen Destillates, Spiritus serpylli, benutzt. 
Aus dem trockenen Kraute gewinnt man durch 
Destillation mit Wasser das Feldthymian- oder 
Serpylliöl (lat. Oleum serpylli, frz. Essepce 
de thym sauvage ou serpolet, engl. Oil of wild 
thyme), ein dünnflüssiges, farbloses bis gold 
gelbes, später bräunliches ätherisches Öl vom 
spez. Gew. 0,89—92, das den Geruch der Pflanze 
in höchstem Grade besitzt und neben Thymol 
Karvakrol und Zymol enthält. 
Querzit (Eichelzucker), eine besondere, in 
den Eicheln enthaltene Zuckerart, bildet harte 
farblose Kristalle von süßem Geschmack, ist nicht 
gärutigsfähig und löst sich in Wasser und Wein 
geist. 
Querzitronrinde (lat. Cortex quercus tinc- 
toriae, frz. Ecorce de tinctoire ebene, engl. Quer- 
citron bark) besteht aus der inneren gelblichen 
Rinde der in den Südstaaten von Nordame 
rika heimischen Färbereiche Quercus tinc- 
toria. Sie kommt nur selten in ganzen Stücken, 
hingegen fast stets in zerkleinertem Zustande, 
teils fein, teils grob gemahlen von Neuyork, 
Baltimore und Philadelphia aus in den Handel. 
Das Pulver besitzt eine bräunlichgelbe Farbe, 
schwachen, nicht unangenehmen Geruch und 
bitteren Geschmack und färbt den Speichel gelb. 
Der Farbstoff der Q„ das Querzitrin, gehört 
zu den Glykosiden und bildet kleine schwefel 
gelbe Kristalle, die in Wasser schwer, in alka 
lischen Laugen leicht löslich sind. Die wäßrige 
Abkochung der Rinde ist orangerot und wird 
zum Färben benutzt, muß aber für diesen Zweck 
durch Zusatz von Leimlösung von Gerbstoff und \ 
anderen störenden Beimengungen befreit wer 
den. Ein reineres Präparat wird auch durch Aus 
kochen der Q. mit Schwefelsäure erhalten, wobei 
eine Spaltung eintritt und ein schönerer Farb 
stoff, das Querzetin, zurückbleibt. Von den 
Nordamerikanern und Engländern wird auch flüs 
siges und trockenes braunes Extrakt (Qu er- 
zitronextrakt) als ein reineres Farbmaterial 
hergestellt, während der durch Auskochen mit 
Sodalösung und Fällen mit verdünnter Schwefel 
säure erhaltene, noch unreine Farbstoff als Teig
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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