Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
R
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Rote Kreide 
372 
Rubin 
unterworfen. Das R. wird zur Herstellung von 
landwirtschaftlichen Geräten, Mühlwellen und 
Mühlrädern sowie in der Stellmacherei ver 
arbeitet und ist außerdem ein ganz vorzügliches, 
aber teures Brennmaterial. Der Buchenholz 
teer (s. d.) bildet den Rohstoff für die Kreosot 
herstellung. 
Rote Kreide (Rötel, Rotstein, Hausrot) 
nennt man einen tonigen Roteisenstein, d. i. ein 
Gemenge von Ton und Eisenoxyd, das da, wo 
es sich in größeren Mengen findet, als Eisen 
erz verwandt wird. Das bräunlichrot abfärbende 
Mineral kommt aus der Gegend von Saalfeld und 
Nürnberg, aus Tirol, Schlesien, und Böhmen in 
den Handel und findet sich teils in derben 
Massen, teils in spaltbaren Stücken (s. Blutstein). 
Die ersteren werden von Zimmerleuten, Stein 
metzen u. a. zum Vorzeichnen gebraucht, während 
die anderen in längere Griffel geschnitten und 
in Holz oder Rohr gefaßt zur Verwendung ge 
langen. Zur Herstellung der zum Zeichnen auf 
Papier gebrauchten dünneren Rotstifte wird die 
Masse-erst gepulvert, geschlämmt und, mit einem 
Bindemittel zu steifem Teig angemacht, in Sten 
gel geformt. Feinere Sorten von feurigem Rot 
erhalten einen Zusatz von Zinnober. 
Rotholz. Unter diesem Namen kommen ver 
schiedene, einen roten Farbstoff enthaltende Holz 
arten in den Handel, die von Bäumen aus der 
nur in den Tropen heimischen Familie der 
Zäsalpineen abstammen. Andere rote Stamm 
hölzer, wie z. B. Blauholz, Sandelholz, Kaliatur- 
holz, rechnet man hingegen nicht zu den Rot 
hölzern, sondern führt sie unter ihren besonderen 
Namen in den Preislisten auf. Zu dem nach der 
Herkunft in südamerikanisches, westindi 
sches und ostindisches unterschiedenen R. 
gehören folgende Handelssorten; Pernambuk- 
rotholz (Fernambukholz, Brasilienholz, 
lat. Lignum fernambuci, frz. Bois de Bresil ou 
de Fernambouc, engl. Pernambuco wood), das 
Kernholz von Caesalpinia echinata, wurde 
früher aus dem Hafen von Pernambuko in Bra 
silien ausgeführt, woher es seinen Namen er 
halten hat, kommt aber jetzt nicht mehr oft in 
den Handel und wird daher auch nur ausnahms 
weise als Farbholz verwandt. Höchstens benutzt 
man es wegen seiner hohen Politurfähigkeit als 
feines Tischlerholz, und zu Violinbogen. Das 
Holz bildet arm- bis schenkeldicke Stücke von 
ungefähr 1I/4 m Länge und faserigem Gefüge, 
wird aber häufig durch andere Rotholzarten, 
namentlich Bahiaholz, ersetzt. Für Färberei 
zwecke werden jetzt hauptsächlich St. Martha 
rotholz, Mazatlanrotholz, Nikaragua- und 
Kostarikarotholz verwandt. Das St. Martha 
rotholz (Martinsholz, Stockfischholz, Pfir 
sichholz), von Caesalpinia brasiliensis, ist 
im Kern schön rot und reich an Farbstoff, im 
Splint hellgelb. Die Scheite sind an dem einen 
Ende rund, am anderen abgesägt und lassen auf 
dem Querschnitte hellere, radiale Streifen er 
kennen. Die von den jüngeren Ästen herrühren 
den Stücke führen den Namen Brasiletto, 
jedoch bezeichnet man hiermit nach anderen 
Angaben auch mehrere von Kuba, Jamaika und 
den Bahamainseln kommende geringwertigere 
R.-Arten, dünne Stücke von bräuniichgelber 
Farbe, die von Caesalpinia vesicaria und C. 
crista herrühren sollen. Das Nikaraguarot 
holz ist dem St. Marthaholz sehr ähnlich und 
stammt vielleicht von demselben Baume. Die 
Scheite sind meist etwas gedreht und noch von 
hellem Splinte bedeckt. Das Mazatlan-Lima- 
R. hat oft lange Spalten, die einen grauen Über 
zug zeigen. Frisch geschnitten ist es gelblich, 
wird aber an der Luft rot. Kostarikarotholz, 
aus der gleichnamigen Republik, bildet eben 
falls eine gesuchte Sorte, — Unter den ostindi 
schen Rothölzern ist das wichtigste das Sapan 
rotholz, von dem man wieder Siam-Sapan 
und Birma-Sapan unterscheidet. Ersteres ' ist 
lebhaft gelbrpt, ohne Sp.int, letzteres hellrot, 
später nachdunkelnd und noch vom Splint um 
geben. Beide Sorten stammen von Caesalpinia 
Sapan. Andere geringwertige Sorten sind Pa- 
dang-Sapan und Jaya-Sapan. — Das R. 
wird erst in Europa geraspelt und fermentiert, 
wodurch die Farbe lebhafter wird, und ebenso 
wie das daraus hergestellte Rotholzextrakt 
in der Färberei und zur Herstellung roter Farb- 
lacke benutzt. Der wertbestimmende Farbstoff, 
das Brasilein, ist nur zum Teil fertig gebildet 
in dem Holze enthalten, während der Haupttei! 
sich als Chromogen (Brasilin) vorfindet, aus 
dem sich erst nach und nach durch Einwirkung 
der Luft das Brasilein bildet. 
Rotviolett. Diesen Namen führen einige seit 
1877 bekannte Teerfarbstoffe, die zum Fär 
ben von Wolle benutzt werden. Rotviolett 
4 RS, ein rotviolettes, in Wasser leicht lösliches 
Pulver, wird durch Behandeln von Dimethyl- 
rosanilin mit rauchender Schwefelsäure erhalten 
und besteht demnach aus dem Natronsalze det 
Dimethylrosanilintrisulfosäure. Rotviolett 5 RS 
wird in Form braunvioletter, metallisch glänzen 
der, in Wasser mit fuchsinroter Farbe leicht 
löslicher Stücke durch Behandeln von Äthyl 
rosanilin mit rauchender Schwefelsäure erhalten 
und besteht aus dem Natronsalze der Äthylros- 
anilinsulfosäure. Rotviolett 5R extra ist ein 
dem Hofmannschen Violett nahestehender Farb 
stoff. 
Rubin nennt man das nach dem Nitrobenzol 
verfahren ohne Anwendung von Arsensäure dar 
gestellte, also arsenfreie Fuchsin. 
Rubin (frz. Rubis, engl. Ruby), einer der kost 
barsten Edelsteine, der im Wert dem Diamant 
nahesteht und ihn in seinen schönsten Sorten 
übertreffen kann, gehört zur Klasse der Ko 
runde, Mineralien, die aus reiner kristallisierter 
Tonerde (Aluminiumoxyd) bestehen und durch 
einen kleinen Gehalt von Metalloxyden ver 
schieden gefärbt sind. Vom blauen Saphir 
unterscheidet er sich lediglich durch die Farbe, 
ist aber weit seltner als dieser. Die schönsten 
R. finden sich im Königreich Birma und auf 
Zeylon, wo sie aus Schuttland gegraben werden- 
Seit einigen Jahren hat man angeblich auch in 
Südaustralien bedeutende Mengen von Rubine 11 
gefunden. Die Farbe des R. ist ein schönes, sehr 
feuriges Karminrot, und zwar wird am meisten 
der Farbenton geschätzt, den die Juweliere 
Taubenblüt nennen, ein reines tiefes und rei 
ches Rot, ohne Beimischung von Blau oder Gelb- 
Die R. von Zeylon haben einen zu stark bläu 
lichen Farbton, werden aber nach dem Schleif 611 
und Polieren dadurch verschönert, daß man si 6
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fifth month of the year?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.