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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
A
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Arsenik 
32 
Artillerieholz 
arsensaurem Kupfer bestehenden grünen Farben 
(s. Schweinfurter Grün). 
Arsenik (lat. Arsenicum, frz. und engl. Arsenic) 
schlechthin oder weißer A. ist de arsenige Säure. 
Außerdem bezeichnet man im Handel und Ver 
kehr das metallische Arsen (s. d.) als grauen 
oder schwarzen A., die Schwefelverbindungen 
hingegen als gelben oder roten A. Der weiße 
Arsenik, in chemischer Hinsicht arsenige Säure 
oder Arsentrioxyd (As 2 0 3 ), findet sich in der 
Natur als Oxydationsprodukt arsenhaltiger Erze 
in Form der Arsenikblüte' und wird« hütten 
männisch im großen beim Rösten von Arsen 
erzen in Flammenöfen gewonnen. Die hierbei 
verflüchtigte und in gemauerten Kanälen mit 
Kühlkammern wieder verdichtete arsenige Säure 
kommt entweder als weißes Pulver (Giftmehl, 
Arsenmehl, Hüttenrauch, Hüttenmehl, lat. Ar 
senicum album pulveratum, Acidum arsenico- 
sum, frz. Acide arsdnieux, Arsenic blanc, engl. 
Arsenious Add, White Arsenic) oder als ge 
schmolzene, farblose, glasartige, bald undurch 
sichtig werdende Masse (porzellanartige arsenige 
Säure, Arsenikweißglas) in den Handel. Zur 
weiteren Reinigung kann sie noch einer be 
sonderen Sublimation unterworfen werden. Die 
arsenige Säure verwandelt sich beim Erhitzen 
auf 2i8°, ohne zu schmelzen, in einen geruch 
losen Dampf, der sich an kälteren Teilen wieder 
zu glänzenden oktaedrischen Kristallen ver 
dichtet. Beim Glühen mit einem Kohlesplitter 
im einseitig geschlossenen Glasrohr entsteht ein 
schwarz glänzender Spiegel von metallischem 
Arsen unter gleichzeitigem Auftreten von Knob 
lauchgeruch. Arsenik ist in kaltem Wasser nur 
wenig, in heißem Wasser leichter löslich und 
wirkt schon in Menge von 0,005—°>°5 S gif 
tig, in Dosen von 0,1—0,3 g tödlich. (Gegen 
gift: frisch gefälltes Eisenhydroxyd Anti 
dotum Arsenici.) Als Gift der Abteilung I 
darf A. nur von Apothekern und Drogisten 
mit Erlaubnis zum Gifthandel der Abteilung 1 
gegen Giftschein an bekannte Personen, und 
zwar als Mittel zum Vertilgen von Ungeziefer, 
Ratten, Füchsen und Mardern, nur mit einer 
in Wasser leicht löslichen grünen Farbe gefärbt, 
verkauft werden. Arsenik dient in der che 
mischen Industrie als Ausgangsmatcrial zahl 
reicher Arsenpräparate und findet in der Tech 
nik Anwendung zur Herstellung optischer Gläser, 
von Schweinfurter Grün, zum Konservieren von 
Tierbälgen, zur Behandlung von Haaren in der 
Hutmacherei und als Beize' in der Färberei und 
Druckerei. Hingegen ist er, wie auch die ver 
wandte Arsensäure (As 2 0 6 , Ars.enpentoxy d, 
lat. Acidum arsenicicum, frz. Acide arsenique, 
engl. Arsenic Acid) aus Anilinfarben-, besonders 
Fuchsinfabriken, jetzt vollständig verdrängt. — 
Der rote Arsenik (Arsenrotglas, Arsen 
rubin, Rubinschwefel, Realgar, lat. Arseni 
cum sulfuratum rubrum, frz. Rdalgar, Sul- 
fure rouge d’arsdnic, engl. Realgar), in chemi 
scher Hinsicht Arsendisulfid (Arsensulfür, Z-wei- 
fach Schwefelarsen, eine Verbindung von 75 Tei 
len Arsen und 32 Teilen Schwefel (as> 3 ) findet 
sich in der Natur ziemlich selten in schön rubin 
roten Kristallen (Andreasberg a. H., Vesuv, 
•St. Gotthard), wird aber meist künstlich durch 
Destillation von Arsenik und Schwefelkies dar 
gestellt und bildet dann rubinrote bis braunrote, 
mehr oder weniger durchscheinende Stücke von 
muschligem Bruch und siegellackähnlichem Aus 
sehen. Während das reine Arsensulfür ungiftig | 
ist, wirkt das im Handel vorkommende Kunst 
produkt wegen seines wechselnden Gehaltes an I 
arseniger Säure giftig. Es findet Anwendung in 1 
der Feuerwerkerei zur Herstellung des indischen i 
Weißfeuers, ferner zum Enthaaren von Fellen, i 
in der Schrotherstcllung und zum Reduzieren 1 
von Indigo in der Zeugdruckerei. — Gelber 1 
Arsenik (Arsengelbglas, Arsenpigment, 
gelbes Schwefelarsen, Operment,Rausch 
gelb, Auripigment, lat. Arsenicum sulfu- | 
ratum citrinum seu flavum, frz. und engl. 
Orpimcnt) hat als Mineral (Harz) die Zusam- | 
mensetzung des Arsentrisulfids (As 2 S 3 ) und ist | 
ungiftig, während die künstlich durch Sublima- j 
tion von Arsenik mit Schwefel hergestellte 
Verbindung erhebliche Mengen, bis zu 900/0, 
arsenige Säure enthält und daher giftig wirkt. 
Das zitronen- bis orangegelbe Pulver, welches j 
beim Erhitzen dunkler bis braunrot wird, bildet j 
im Gemische mit Kalk und Wasser das Ent 
haarungsmittel der Orientalen (Rhusma) und 
findet als Königsgelb, Chinagelb, Per- ! 
sischgelb, Spanischgelb beschränkte An- 1 
Wendung in der Ölmalerei. Alle unter der Be- I 
Zeichnung „Arsenikalien“ zusammengefaßten j 
Arsenverbindungen des Handels werden nur 
dann zum Eisenbahntransporte zugclassen, wenn j 
sie in doppelte Fässer oder Kisten verpackt 
sind, auf welchen mit schwarzer Ölfarbe die 
Worte „Arsenik (Gift)“ in leserlichen Buch- j 
staben angebracht sind. Die Böden der Fässer j 
müssen mit Einlagereifen, die Deckel der Kisten 
mit Reifen oder eisernen Bändern gesichert wer- j 
den. Die inneren Fässer oder Kisten sind von 1 
starkem, trocknem Holze zu fertigen und in 
wendig mit dichter Leinwand oder ähnlichen 
dichten Geweben zu verkleben, oder es werden I 
Eisentrommeln mit Holzüberfässern verwendet, j 
Diese Vorsichtsmaßregeln sind vorgeschrieben, j 
damit eiqe Verstaubung nicht eintreten kann. ; 
Arsenjodid (Arscnjoclür, Jodarsen, lat. Ar- ' 
senium jodatum, frz.Jodure d’arsenic, ertgl. Ar- : 
senious jodide) besteht aus roten, glänzenden, j 
hexagonalen Kristallen, welche von Alkohol un 
verändert, von Wasser unter Zersetzung gelöst j 
werden. Die sehr giftige Substanz wird, beson- I 
ders in Form der Donovanschen Lösung j 
(Arsenjodid, Quecksilberbijodid und Kalium- . 
jodid), gegen Krebs, in Form von Salben auch j 
gegen Lupus, verordnet. 
Arsenwässer, heilkräftige Mineralwässer von i 
Leviko,Roncegno,Kudowa,Baden-Baden, welche j| 
gelöstes Arsen in Menge von 3—9 mg in 1 I 
enthalten. 
Artillerieholz nennt man die zur Herstellung , 
der Holzteile an Feldkanonen geeigneten rohen ! 
Holzarten. Für Felgen, Speichen und Naben der - 
Kanonenräder benutzt man das gewöhnliche ’ 
Stellmacherholz, namentlich von Buchen, Hain 
buchen, Eschen, Ulmen, Eichen und Ahorn. Das ’ 
Lafettenholz wird am besten aus Ulmenholz, 
womöglich von Ulmus suberosa, geschnitten. 
Wegen der Seltenheit dieses Holzes werden 
auch astfreie Eichen und starke Rotbuchen ver 
arbeitet.
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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