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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
R
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Rüster Ausbruch 
375 
Saccharin 
Nebenprodukt erhalten. Zur Herstellung der 
feinen Rußsorten verarbeitet man meist Harz 
(Kolophon), schwere Steinkohlenteeröle, fette 
Öle, Asphalt u. dgl. Die Öle werden in Lampen 
mit großen Dochten, die harzigen Stoffe auf 
flachen eisernen Schalen bei gedrücktem und 
kühl gehaltenem Feuer verbrannt. Alle vor 
genannten Erzeugnisse gelangen meist als Lam 
penruß in den Handel, nur eine aus Frank 
furtkommende, sehr gute Sorte geht unter ihrem 
bezeichnenderen Namen Asphaltruß. Zur Ent 
fernung der immer anhaftenden öligen Bestand 
teile wird der R. in der Regel ausgeglüht (kal 
zinierter Ruß)._ Man stampft ihn zu diesem 
Zwecke in tönerne Töpfe, die mit Deckeln bis 
auf eine kleine Öffnung verkittet, oder in ble 
cherne Zylinder, die in Tonkapseln, eingesetzt 
werden, und erhitzt bis zur Rotglut. Die öligen 
Teile verwandeln sich dabei in. Gase, die außer 
halb verbrennen. Doch darf das Glühen weder 
zu schwach sein, weil dann der R. noch fettig 
bleibt, noch zu weit getrieben werden, da er sonst 
tot gebrannt, d. h. dicht, fest und grau wird. Der 
Waldruß wird in Fässern von 7Y2—10 kg Inhalt, 
Sabadillsamen (Läusesamen, lat. Semen sa- 
badillae, frz. Semences de cdvadille, engl. Ceva- 
dilla seeds) sind die Samen oder richtiger die 
Früchte der mit unserer weißen Nießwurz ver 
wandten Liliazee Schoenocaulon offici- 
tiale, Veratrum Sabadilla, früher Sabadilla 
pfficinarum oder Veratrum officinale, einer 
in Mittelamerika wild wachsenden und amgebauten 
Pflanze mit zwiebelartigem Wurzelstock, meter 
langen, schilfartigen Blättern und gelblichen 
Blüten, die in einer Traube auf einem Schafte 
stehen. Die von Venezuela und Mexiko in den 
Handel kommende Droge besteht aus etwa 1 cm 
langen bräunlichen, zu dreien zusammenhängen 
den Balgkapseln, die häufig aufgesprungen sind 
Und die zahlreichen kleinen Samenkörner aus- 
geschüttet haben. Letztere sind glänzendschwarz 
braun, von länglich-kantiger, am oberen, Ende 
verschmälerter Form und geruchlos und haben 
Unter der Samenschale einen weißlichen, harten 
Kern, der brennend scharf und bitter schmeckt 
Und drastisch purgierend und giftig wirkt. Die 
Samen enthalten die Alkaloide Veratrin, Sa- 
badin, Sabadinin und Sabadillin, an Ze- 
vadinsäure (Methylkr otonsäure) und Vera- 
humsäure gebunden, und werden in der Tier 
heilkunde als Pulver, Essig und in Salben gegen 
Hngeziefer verwandt, sind aber durch das un 
schädliche Insektenpulver nahezu verdrängt. 
^Vegen ihrer Giftigkeit müssen sie unter den 
stark wirkenden Mitteln aufbewahrt werden. 
Saccharin (Zuckerin, lat. Saccharinum), der 
v °n Fahlberg und Remsen zuerst hergestellte 
künstliche Süßstoff, ist seiner chemischen Zu 
sammensetzung nach Orthosulfaminbenzoö- 
säureanhydrid (Benzoylsulfonimid, Ben- 
z °esäuresulfinid), C 6 H 4 (CO) (SO ä )NH. Zu 
seiner Darstellung wird Toluol mit konz. Schwefel 
säure in Orthofoluolsulfosäure, und letztere durch 
auch wohl in 50-kg-Fässern versandt, während 
der Kleinvertrieb in Fäßchen aus dünnen Holz 
spänen, den sog. Rußbutten, geschieht. R. 
findet vielfache Anwendung als Druckerschwärze, 
Anstrichfarbe, Lack, Wichse, Tusche und 
Schwarzwachs sowie zur Herstellung von Glanz 
leder und Wachstuch. 
Ruster-Ausbruch ist neben dem Meneser- 
und Tokayer-Ausbruch (s.d.) der feinste süße 
Ungarwein und wird in gleicher Weise wie der 
Tokayer hergestellt. Er enthält ungefähr 9 bis 
too/o Alkohol, und 24—26% Extrakt mit 18—230/0 
Zucker und gehört daher in die Klasse der kon 
zentrierten Süßweine. 
Ruthenium, ein Element der Platingruppe 
(s. d.), Ru = ior,7, findet sich spurenweise in 
den Platinerzen als ein silberweißes, hartes, sprö 
des und strengflüssiges Metall. In reinem Zu 
stande wird es kaum verarbeitet, geht aber mit 
ein in die Legierungen von Platin und Iridium, 
die jetzt direkt aus den Platinerzen erschmolzen 
und häufig an Stelle des Platins gebraucht 
werden. 
Zusatz von Kreide zunächst in das Kalksalz und 
darauf durch Behandlung mit Soda in die Na 
triumverbindung übergeführt. Das getrocknete 
orthotoluolsulfosaure Natrium wird mit Hilfe 
von Phosphortrichlorid und Chlor in das Ortho- 
toluolsulfochlorid, und dieses wieder mit Ammo 
niumkarbonat und Wasserdampf in Orthotoluol- 
sulfamid umgewandelt. Durch Oxydation mit 
Kaliumpermanganat und Zusatz von Salzsäure 
zu der entstehenden Verbindung fällt das Benzoe- 
säuresulfinid aus. Das S. bildet ein weißes, 
schwer in kaltem, leicht in heißem Wasser sowie 
in Alkohol und Äther lösliches Pulver. Durch 
Zusatz von Alkalien wird die Löslichkeit sehr 
erhöht. Der Schmelzpunkt liegt bei 223,5°. Die 
wichtigste Eigenschaft des S. ist seine ungeheure 
Süßkraft, welche diejenige des Rohrzuckers 
500 mal übertrifft und trotz des hohen Preises 
seine technische Verwertung lohnend erscheinen 
ließ. Im Hinblick auf den Umstand, daß S. 
nicht den mindesten Nährwert besitzt, wurde 
seine Verwendung durch das Reichsgesetz vom 
6. Juli 1898 zunächst eingeschränkt und für Bier, 
Wein, Fruchtsäfte, Konserven, Liköre, Zucker 
säfte und Stärkesirup überhaupt, für andere 
Nahrungsmittel ohne Deklaration verboten. Da 
hierdurch der Mißbrauch des S. zur Verfälschung 
von Bier (Weizenmalzextrakt) noch nicht besei 
tigt wurde, folgte am 7. Juli 1902 der Erlaß des 
neuen Süßstoffgesetzes, welches die Verwendung 
künstlicher Süßstoffe für Nahrungsmittel, mit 
Ausnahme der für Zuckerkranke bestimmten, 
vollständig verbot und den Verkauf ausschließlich 
den Apotheken zuwies. Zur Erleichterung der 
Überwachung wurde die Fierstellung nur der 
Fabrik von Fahlberg & List erlaubt, und den 
übrigen Fabriken eine Abfindungssumme aus 
gezahlt, Seitdem war das S. aus der Nahrungs 
mittelindustrie verschwunden, hat aber während
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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