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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
S
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Sennesblätter 
414 
Seronen 
Boden wachsen und in Ostindien angebaut wer 
den. Während früher mehrere Sorten im Handel 
zu verzeichnen waren, gibt das Deutsche 
Arzneibuch jetzt nur noch die Blätter von 
Cassia angustifolia Vahl als offizineil an, 
die im Drogenhandel als ostindische oder 
Tinnevelly-S. bezeichnet werden. Ihre Heimat 
ist die Küste des Roten Meeres, doch werden 
sie vielfach in Ostindien, namentlich im Distrikt 
Tinnevelly |ier Präsidentschaft Madras angebaut. 
Die in gepreßten Ballen über England und Ham 
burg eingeführten Tinnevelly-Sennesblätter sind 
schmal lanzettlich, 4—6 cm lang, 1—2 cm breit, 
hellgrün bis bräunlichgrün, fast ohne Bruch und 
frei von Stengelresten. Der Geschmack ist schlei 
mig. — Die andere im Handel noch vorkom 
mende Sorte, die sog. Alexandriner, stammt 
aus den Wüsten Oberägyptens, wo sie von Ara 
bern gesammelt, von Händlern aufgekauft und 
nach Kairo oder Alexandrien gebracht wird. 
Gewöhnlich ist die Ware mit Zweigen, Stielen, 
Bruch und Sand so gemengt, daß beim Reinigen 
über die Hälfte Abgang entsteht. Das Reinigen 
durch Auslesen, wiederholtes Aussieben und 
Schwingen wird entweder schon in Triest oder 
erst von den großen inländischen Drogen- 
häusern vorgenommen. Man scheidet dabei, noch 
eine geringere Sorte als kleine Senna (lat.Folia 
sennae parvae) ab, indem man von dem gröblich 
Abgesiebten wieder den Staub absiebt. Mög 
lichst frische Ware, bei der die Blätter noch 
zäh, grünlich und frei von Flecken und Bruch 
sind, wird am meisten gesucht. Der Geschmack 
der Alexandriner S. ist weniger schleimig als 
derjenige der Tinnevelly. —• Die S. riechen 
eigentümlich aromatisch und schmecken schlei 
mig und bitter. Sie enthalten als wirksame Be 
standteile: Emodin, Chrysophansäure, Sen- 
napikrin und Kathartomannit, außerdem 
aber noch andere Stoffe von harziger Natur, die 
ungünstig wirken und Leibschneiden verursachen. 
Da diese mit heißem Wasser in Lösung gehen, 
empfiehlt es sich, keine Abkochungen, sondern 
nur Auszüge mit kaltem oder höchstens warmem 
Wasser zu verwenden. Aus dem gleichen Grunde 
schreiben mehrere Arzneiverordnungen ent 
harzte Blätter vor (lat. Folia sennae sine resina 
seu deresinata), d. b. solche, aus denen jene 
nachteiligen Bestandteile durch Extrahieren mit 
Weingeist entfernt worden sind. — Die der 
Alexandrinerware gewöhnlich beigemengten frem 
den Blätter, die sog. Arghelblätter, von Cy- 
nanchum Arghel, einer in Ägypten heimi 
schen Asklepiazee, müssen ausgelesen werden. 
Sie sind leicht zu erkennen, da sie dick, leder 
artig.und runzelig sind und sich infolge beider 
seitiger starker Behaarung rauh anfühlen, ihre 
Farbe ist gelblichgrau oder graugrün. — Unter 
dem Namen Muttersennesblätter (Sennes- 
bälge, Sennesschoten, lat. Folliculi sennae, 
frz. Fruits de gönö, engl. Senna capsules) kommen 
die Früchte von Cassia obovata Colladon 
in Form flachgedrückter Kapseln von braun 
grüner Farbe und lederartigem Äußeren in den 
Handel. Sie werden in manchen Gegenden den 
Sennesblättern vorgezogen, weil ihre Wirkung 
eine gelindere ist und die vorher geschilderten 
Beschwerden nicht hervortreten. — Die Sennes 
blätter werden im Aufguß oder in Form von 
Pulver, Latwerge oder Extrakt als mildes Ab 
führmittel benutzt. 
Sepia nennt man zwei verschiedene Handels 
waren, die beide von Seetieren der zu den 
Zephalopoden (Kopffüßlern) gehörenden 
Gattung Sepia gewonnen werden. Ihr wichtig 
ster Vertreter, der Tintenfisch oder Black 
fisch (S. officinalis), der im Mittelmeer, vor 
zugsweise im Adriatischen Meere, zerstreuter auch 
in den übrigen europäischen Meeren lebt, hat 
einen bis zu 50 cm langen, sackförmigen Körper, 
der zehn mit Saugnäpfen besetzte Fangarme 
trägt. Zur Stütze des weichen Körpers liegt an 
der Rückenseite, innerhalb der sackförmigen 
Hülle, eine Art länglicher Knochenplatte, die 
gleich den Muschelschalen in der Hauptsache 
aus kohlensaurem Kalk besteht. Der etwas ge 
wölbte Rückenschild (Schulp) von 11—23 cm 
Länge und 7—9 cm Breite läuft nach beiden 
Seiten schmäler zu und wird von der Mitte aus 
nach den scharfen Rändern zu immer dünner. 
Die Oberseite besteht aus einer sehr dünnen, 
harten und knochenähnlichen Schicht von gelb 
lichweißer Farbe, die darunterliegende dickere 
Masse ist rein weiß, lockerzeilig, blättrig und 
zerreiblich. Nach dem Absterben der Tiere blei 
ben die sehr leichten porösen'Stücke auf der See 
schwimmen. Sie bilden die als Sepiaknochen 
oder weißes Fischbein (lat. Os oder Tegmen 
Sepiae, frz. Os de seiche, engl. Cuttle fish bone) 
bezeichnete Handelsware, die zu feinen Gieß 
formen für Goldarbeiter, als scharfes Pulver zum 
Schleifen und Polieren feiner Hölzer sowie als 
Zahnpulver Verwendung findet. — Die andere 
als Sepia bezeichnete Ware ist der aus dem 
gefangenen Tiere sogleich herausgeschnittene und 
rasch getrocknete Tintenbeutel oder die aus 
ihm herausgenommene bröcklige Masse, deren 
Färbekraft so groß ist, daß 1 Teil noch 1000 
Teile Wasser undurchsichtig macht. Neuerdings 
wird der Farbstoff in-der Regel gereinigt, indem 
man ihn in (Kalilauge löst, mit Säuren Wieder aus 
fällt und den gewaschenen Niederschlag im Ge 
misch mit Gummischleim zu Täfelchen formt. 
Das so gewonnene Sepiabraun bildet eine ge 
schätzte Malerfarbe. — Das Fleisch des Tinten 
fisches wie der ihm verwandten Arten S. elegans 
und biserialis wird als Nahrungsmittel ge 
schätzt. 
Serge (Sarsche, frz. Serge, engl. Serge)nennt 
man mehrere Arten vota seidenen, halbseidenen, 
wollenen und gemischten Geweben, die mit drei 
oder vier Schäften geköpert oder mit fünf- oder 
siebenbindigem Atlas gewebt sind. Die wolle 
nen Sergen dienen in den leichteren Sorten ge 
wöhnlich als Futterzeuge, doch gibt es auch 
dichte, aus festem Kammgarn gewebte, und 
solche, die durch Rauhen und Scheren fast halb- 
tuchähnlich sind. Die bekannteste Sorte aus 
sehr glattem, gutem Kammgarn ist die Serge 
de Berry. Statt der früher vorkommenden zahl 
reichen Arten wollener S. werden jetzt andere 
Köperstoffe, wie Merino, Orleans, Napolitains, 
Tibets u.dgl. benutzt. —• Unter den Seiden 
waren bilden die S. hauptsächlich Futterstoffe- 
Sie unterscheiden sich von anderen geköperten 
Waren dadurch, daß sie nicht appretiert sind. 
Seronen (Suronen) nennt man die aus rohen 
Rindshäuten bestehenden Packhüllen, in die
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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