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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
S
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Serpentin 
415 
Sheabutter 
aus Brasilien und anderen südamerikanischen 
Ländern kommende trockene Waren eingeschla 
gen sind. Sie werden in Europa teils gegerbt, 
teils in den Leimsiedereien mitverarbeitet. Der 
Name hat sich später auf anderes Packmaterial 
ausgedehnt und bezeichnet auch solche Um 
hüllungen, die aus einer doppelten Lage von 
Bast- oder Schilfmatten, oder aus einer ein 
fachen derartigen Lage mit einer Umhüllung 
von Packleinen bestehen. 
Serpentin (Schlangenstein), ein der Haupt 
sache nach aus wasserhaltiger kieselsaurer 
Magnesia mit 40—43 °/o Kieselsäure, 38 bis 
4o°/o Magnesia und 12—i3°/o Wasser bestehen 
des und durch Eisen und etwas Chromoxyd ge 
färbtes Mineral, besitzt gewöhnlich schwarzgrüne 
oder schwärzliche, bisweilen auch rotbraune Fär 
bung mit mannigfach wechselnden Flammen, ge 
schlängelten Adern und Flecken, die an die 
Tigerung mancher Schlangenhäute erinnern. Die 
Zeichnungen beruhen meist auf den zahlreichen 
Einschlüssen fremder Mineralien, besonders von 
Asbest. S. findet sich ziemlich häufig in Schich 
ten zwischen anderem Gestein oder bildet für 
sich Hügel und kleine Berge, ist aber in vielen 
Fällen sehr zerklüftet oder in einzelne Blöcke 
zerfallen. Das Mineral wurde schon im Altertum 
zu Säulen und anderen architektonischen Werken 
benutzt und dient noch jetzt in England zur 
Herstellung von Bauverzierungen, Taufsteinen, 
großen Vasen, Obelisken und anderen Kunst 
gegenständen, in Italien, besonders zu Pisa, na 
mentlich auch zur Nachbildung antiker Vasen. 
Der wichtigste Fundort in Deutschland ist Zöblitz 
bei Marienberg in Sachsen. Hier fertigte man 
früher nur Reibschalen und Mörser, Leuchter, 
Urnen, Vasen, Becher, Teller, Dosen, Schreib 
zeuge. Briefbeschwerer und Wärmsteine, neuer 
dings aber auch Grabplatten und Kreuze, Säulen, 
große Würfel zu Denkmälern u. dgl. Erst an 
fein geschliffenen und polierten Stücken tritt 
die Schönheit des Materials recht deutlich her 
vor, die durch die überall eingesprengten Gra 
naten noch gehoben wird. Der S. hat die Eigen 
schaft, frisch aus der Erde genommen, sehr 
Weich und mit scharfen Instrumenten leicht be 
arbeitbar zu sein, während er an der Luft mit 
der. Zeit sehr hart wird. 
Serradella (Vogelfuß, Krallenklee, Sand- 
vogelfuß, Klauenschote, frz. Ornithope, engl. 
Birds foot), eine für Sandboden und anderen 
Boden, welcher die Kleearten nicht sicher trägt, 
vortrefflich geeignete einjährige Futter- und 
Weidepflanze, Ornithopus sativus, aus der 
Familie der Schmetterlingsblütler, mit gro 
ßen, rosafarbigen Blüten, wird 30—60 cm hoch, 
ist in Spanien, Portugal und Nordafrika hei 
misch und wird in der nördlichen, gemäßigten 
Hälfte Europas vielfach angebaut. Der Saat 
bedarf stellt sich je nach der Art auf 15—40 kg. 
der Ertrag auf 12—14 dz Heu oder auf 500 bis 
800 kg Samen neben 10—12 dz Stroh. 1 hl Samen 
Wiegt 4S kg. Während des Krieges sind die 
Samen, oder richtiger die tönnchenförmigen Teil 
stücke der Gliederhülse vielfach zu Kaffee-Ersatz 
verarbeitet worden, ln ungerüstetem Zustande 
e mhalten sie: 7,6 0/0 Wasser, 24 °/o Stickstoff- 
substanz, 6,6 % Fett, 20,7 % stickstofffreie Ex- 
haktstoffe, 36,8 °/o Rohfaser und 4,3 °/o Asche. 
Sesam (frz. Sesame. engl. Sesame) nennt man 
die Samen der zu den Pedoliazeen gehörenden 
Sesampflanze, von der namentlich die Arten 
Sesamum indicum L. und S. orientale L. in 
den Tropen und in gemäßigt warmen. Gegenden 
von China und Indien bis Algier und von BrasL 
lien bis zu den Südstaaten der Vereinigten Staa 
ten Nordamerikas als Ölpflanze angebaut werden. 
Die Pflanzen werden 1—2 m hoch, haben ovale, 
drüsig-klebrig behaarte Blätter, meist weiße und 
rötliche Blüten und vierkantige, abgerundete 
Kapseln mif zahlreichen Samen. Die letzteren 
sind eiförmig und stark plattgedrückt und be 
sitzen einen angenehm öligen Geschmack. Ihr 
Gewicht beträgt etwa 4 mg. Die Farbe ist hell 
gelb bis bräunlich bei S. indicum, braunviolett 
bis schwärzlich bei S. orientale. Die Samen 
enthalten etwa 45—so °/o Öl, zu dessen Herstel 
lung sie hauptsächlich benutzt werden. 
Sesamöl (lat. Oleum sesami, frz. Huile de 
sösame, engl. Sesame oil) wird aus den ölreichen 
Samen von Sesamum indicum u. a. durch an 
fangs kalte, dann warme Nachpresse gewonnen. 
Das kalt gepreßte Öl ist schön hell, blaßgelblich, 
während die warme Nachpressung noch eine 
geringere dunkle Sorte ergibt. Das S. hat einen 
angenehmen Geschmack, ein spez. Gew. von 
0,920—0,924 und gehört zu den nicht trocknen 
den Ölen. Es besteht aus den Glyzeriden der 
Stearinsäure, Palmitinsäure, Ölsäure und 
Linolsäure und hat eine Jodzahl von 103 bis 
112. Wegen seiner, auffallenden Reaktion, der 
mit Furfurol und Salzsäure sowie mit Zinnchlorür 
eintretenden Rotfärbung, bildet es den gesetzlich 
vorgeschriebenen Zusatz zu Margarine. Außer 
dem wird es selbst als reines, billiges Speiseöl, 
ferner zur Darstellung von Seifen, zur Enfleurage 
von Parfüms und zur Verschneidung des Oliven 
öls benutzt. 
Shampooing-Water (Shampooing-Fluid) 
gehört nach E. Dieterich zu den angenehmsten. 
Kopfwaschwässern und besitzt den Vorzug, die 
Kopfhaut zu reinigen und geschmeidig zu er 
halten, so daß jede Schuppenbildung verhindert 
wird. Zu seiner Herstellung verquirlt man sorg 
fältig drei frische Hühnereier, verdünnt mit 800 g 
Rosenwasser und setzt dann noch eine Mischung 
folgender Stoffe hinzu: 50,0 Seifenspiritus, 10,0 
Kaliumkarbonat, 10,0 Ammoniakflüssigkeit (10- 
proz.), 0,5 .Kumarinzucker, je zwei Tropfen Rosen- 
und Bergamottöl und je ein Tropfen französi 
sches Geraniumöl und ätherisches Bittermandelöl. 
Die ziemlich geringe Haltbarkeit kann durch 
Ersatz der Pottasche durch 20 g Borax erhöht 
werden. Nach anderen Vorschriften wird auch 
wohl Natriumbikarbonat zugesetzt. 
Sheabutter (lat. Oleum galam seu Butyrum 
shea, frz. Beurre de shde, engl. Shea butter), 
eine der verschiedenen Arten von Bassiafett 
(s. d.), wird aus den nußartigen Fruchtkernen 
eines im Innern Westafrikas wachsenden Bau 
mes, Butyrospermum oder Bassia Parkii, 
gewonnen, der den Eingeborenem als Fettspender 
dasselbe leistet, wie den Küstenvölkern die Öl 
palme. Der strauchartig wachsende Baum be 
deckt ungeheure Strecken von Hügel- und Flach 
land und liefert im Mai oder Juni reifende 
Fruchtkerne von der Gestalt und Farbe der Roß 
kastanie. deren süßes Fleisch als Nahrungsmittel
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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