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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
S
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Sprenggelatine 
424 
Stärke 
Stoffe sind Angelika-, Anis-, Kümmel-, 
Löffelkraut-, Wacholder-, Lavendel-, Me 
lissen-, Rosmarinspiritus. Der Ameisen 
spiritus (lat. Sp. formicarum) wurde früher 
durch Destillation, von Weingeist über lebende 
Ameisen dargestellt, während man ihn jetzt durch 
Auflösen von Ameisensäure in Spiritus erhält. 
Senfspiritus (Sp. sinapis) ist eine Auflösung 
von ätherischem Senföl in Weingeist, wird aber 
auch durch Destillation hergestellt. Kampfer 
spiritus (Sp. camphoratus) und Seifenspiritus 
(Sp. saponatus) sind Auflösungen von Kampfer 
oder Seife in Weingeist, Verschiedene hierher 
gehörige Flüssigkeiten sind ätherhaltig, so Sp. 
acetico-aethereus, Essigätherweingeist; Sp. 
muriatico-aethereus, Salzäthergeist (versüßter 
Salzgeist); Sp. nitrico-aethereus, Salpeteräther- 
geist (versüßter Salpetergeist). Sp. sulfurico- 
aethereus ist ein Gemisch von einem Teil Äther- 
mit drei Teilen Alkohol (Hoffmannsche Trop 
fen). Unter Spiritus vini, Weingeist, versteht 
man jetzt den reinen Kartoffelsprit. Ferner wur 
den früher als S. bezeichnet: Sp. fumans Be- 
guini, Schwefelammonium; Sp. fumans Libavii, 
Zinndichlorid; Sp. salis, Salzsäure; Sp. cornu 
cervi, Hirschhorngeist, eine Lösung von unreinem, 
brenzligem, kohlensaurem Ammoniak. 
Sprenggelatine nennt man eine äußerst bri 
sante Mischung von Nitroglyzerin (s. d.) mit 
nitrierter Zellulose (s. Schießbaumwolle), eine 
durchscheinende, gelatineartige Masse, die an 
Sprengwirkung das Dynamit übertrifft, aber 
wegen der Abscheidung von Nitroglyzerin ge 
fährlicher zu handhaben ist. Die Nachteile der 
S. werden vermindert durch Zusatz von Salpeter, 
Holzpulver, Soda, und das so entstehende Gela 
tinedynamit, das im Gegensatz zum Kieselgur 
dynamit auch zum Sprengen im Wasser benutzt 
werden kann, scheint eine größere Bedeutung 
zu erlangen. Ähnliche Sprengmischungen sind 
das Kolonialpulver (mit Zusatz von Schwarz 
pulver) und Meganit. 
Sprengstoffe. Unter dieser Bezeichnung faßt 
man eine große Zahl verschiedener explosiver 
Stoffe oder Stoffgemische zusammen, die ent 
weder als Treibmittel (Schießmittel) oder zum 
Zwecke der Sprengwirkung Verwendung finden. 
Die wichtigsten derselben sind in besonderen 
Aufsätzen besprochen worden. Wegen der mit 
ihrer Handhabung verbundenen Gefahr ist das 
Reichsgesetz gegen den verbrecherischen und 
gemeingefährlichen Gebrauch von Sprengstoffen 
vom 9. VI. 1884 erlassen worden, nach dessen 
§ 1 die Herstellung, der Vertrieb und der Besitz 
von Sp. sowie die Einführung aus dem Auslande 
nur mit polizeilicher Genehmigung zulässig ist. 
Nur eine Reihe sog. Schießmittel wie Schwarz 
pulver, Zündhütchen, Gewehrpatronen u. dgl. sind 
von diesen Bestimmungen ausgenommen. Als 
Sp. im Sinne dieses Gesetzes gilt nach dem Ur 
teile des Reichsgerichts vom 28. III, 1898 „jeder 
Stoff, der bei der Entzündung eine gewaltsame 
Ausdehnung von elastischen Flüssigkeiten oder 
Gasen hervorruft und sich mit Rücksicht auf 
diese Eigenschaft zur Verwendung als Spreng 
mittel eignet“. Zu ihnen gehören also nicht 
nur Nitroglyzerin, Dynamit, Knallquecksilber, son 
dern auch ein so verbreiteter Stoff wie die 
Pikrinsäure kann als Sp. angesehen werden. 
Springkörner (lat. Semina cataputiae minoris), 
die Früchte von Euphorbia Lathyris L., wur 
den früher in Deutschland als Abführmittel be 
nutzt. Sie enthalten als wichtigste Bestandteile 
ein fettes Öl und Äskuletin. — Als große S. be- 
zeichnete man auch die Rizinussamen. 
Sprotte (Breitling, Clupea sprattus L.), 
ein zu den Heringen gehörender, aber nur etwa 
17 cm langer Fisch der Nord- und Ostsee, der 
oben blau, seitlich silberfarben aussieht, wird 
an den Küsten in großen Mengen gefangen und, 
eingesal^en und geräuchert, in den Handel ge 
bracht. Hauptfangorte sind Kent, Essex und 
Suffolk in England, die Bretagne und Normandie 
in Frankreich und die ganze Nordsee bis hinauf 
nach Island. Von den Ostsee-S. gelten die bei 
Kiel gefangenen als die besten. 
Spunde nennt man zum Verschließen von 
Fässern, Flaschen usw. bestimmte Stöpsel aus 
Holz oder Kork, die je nach Wunsch in verschie 
denen Größen geschnitten werden (s. auch Kork). 
Stachelbeeren, die Früchte von Ribes Gros- 
sularia, sind echte Beeren, d. h. das ganze aus 
dem Fruchtblattgewebe (Karpidium) entstandene 
Fruchtgewebe (Perikarpium) ist fleischig, breiig 
und saftig. Die reifen Beeren enthalten neben 
85,6 0/0 Wasser 0,470/0 Stickstoffsubstanz, 1,37 0/0 
freie Säure, 7,100/0 Invertzucker, 0,8s °/o Rohr 
zucker, 0,64% stickstofffreie Extraktstoffe, 3,52 °/o 
Rohfaser und Kerne und 0,44 o/ 0 Asche. Die S. 
dienen im unreifen Zustande, mit Zucker ein 
gekocht, als Kompott, im reifen Zustande als 
Tafelobst und zur Herstellung von Stachel 
beerwein. 
Stäbchen (lat. Bacilli) nennt man eine zwar 
nicht offizielle, aber sehr gebräuchliche Zucker 
werksform, welche in der Weise hergestellt wird, 
daß man Gemische von Zucker oder Süßholzsaft 
mit arzneilichen Stoffen zu zylindrischen Stäb 
chen von Stricknadeldicke ausrollt und dann 
erhärten läßt. 
Stänker, ein äußerlich angewandtes Tierheil 
mittel, enthält Tieröl (Oleum animale), Asa foe- 
tida usw. 
Stärke (lat. Amylum. frz. Amidon, Fdcule, 
engl. Starch). Die Stärke ist einer der ver 
breitetsten Bestandteile der Pflanzen, in denen 
sie sich in drei verschiedenen Formen vorfindet: 
als Produkt der Assimilation in den Blättern, 
als Reservestoff in den Wurzeln, Samen, 
Knollen und Stämmen und als Zwischenglied auf 
der Wanderung zwischen den Assimilations- und 
Reserveorganen, sog. transitorische Stärke. 
Die Stärke entsteht in den Blättern unter der 
Mitwirkung von Licht und Chlorophyll aus der 
Kohlensäure der Luft unter Aufnahme von 
Wasser und Abgabe von Sauerstoff, und zwar 
entweder direkt oder nach Ansicht einiger For 
scher auf dem Umwege über Glykose oder Rohr 
zucker. Von den Blättern aus wandert sie in 
gelöster Form zu den Reserveorganen, in denen 
sie in Gestalt kleiner Körnchen abgelagert wird. 
Die Form und Größe der Körner ist nach der 
Art der Pflanzen außerordentlich wechselnd und 
für die Abstammung bezeichnend. Neben kreis 
runden (kugeligen) und ovalen, finden sich 
eckige und unregelmäßig geformte, neben ein 
fachen zusammengesetzte, neben geschichteten 
ungeschichtete. Die Größe sdrwankt zwischen
	        

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A Magyar Korona Országainak Betegsegélyző Pénztárai 1898-Ban = Die Krankenkassen Der Länder Der Ungarischen Krone Im Jahre 1898. Pester Buchdruckerei-Actien-Gesellschaft, 1901.
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