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Währung und Handel

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Bibliographic data

Object: Währung und Handel

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
S
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Währung und Handel
  • Title page
  • Contents

Full text

24 
Schatzung aufzuerlegen, ohne dafür irgend eine wirthschaftliehe 
Leistung zu bieten? Und wenn dies möglich wäre, müsste 
nicht die seit Jahrtausenden geübte fxeldwirthschaft unseres 
Planeten als ein geradezu lächerlicher Irrthum erscheinen? 
Wozu hätte man ungezählte Milliarden von Arbeitstagen daran 
gewendet, um der Erde ihre Schätze an Gold und Silber zu 
entreissen und diese den Circulationszwecken dienstbar zu 
maehen, wenn derselbe Zweek durch bedruckte Papierstück 
chen zu erreiehen ist? Wäre nicht jenes Land das weiseste 
gewesen, welches vom Anbeginn den anderen Staaten die ]\[ühe 
und die Kosten überlassen hätte, sich einen möglichst stabi 
len Werthmesser zu beschalfen, während es selbst sich begnügt 
hätte, Ilechenmarken zu erzeugen, denen von Dbrigkeitswegen die 
Eunction des metallischen Werthmessers übertragen wird? Und 
sollte man vielleicht einwenden, dass anch die bedeckte Banknote 
in gewisser Beziehung eine derartige Rechenmarke ist, nnd dass 
daher ganz dasselbe, was soeben gegen die Möglichkeit der wirth- 
schaftlichen Berechtigung des Papiergeldes gesagt wurde, auch 
gegen die Banknote geltend gemacht werden'kann, so vergisst 
man, dass der Nutzen, den die Banknote ihrem Erzeuger 
gewährt, um den Preis eines sehr reellen wirthschaftliehen 
Gegendienstes erkauft ist. Ganz abgesehen davon, dass schon 
die Aufrechterhaltung des LeckungsVerhältnisses eine Arbeit 
ist, verbunden mit ausserordentlichem Scharfsinn und mit 
grossen Kosten, die in der Regel jeden über das Dui’chschnitts- 
mass hinausgehenden Nutzen der Notenemission absorbiren, so hat 
ja die Banknote auch den Beruf , dem Verkehre eine Krleich- 
terung und eine Bequemlichkeit zu verschaffen, die ihm das 
Metallgeld nicht gewähren kann, und die Berechtigung der 
Banknote geht eben nur so weit, als sie sich auf die Gewäh 
rung dieser Erleichterungen beschriudvt. Das Pa])iergeld dage 
gen will sich kostenlos und ohne jede wirthschaftliehe Arbeit 
und Gegenleistung an die Stelle des mit grossen Kosten erzeug- 
' ten Metallgeldes setzen; es will seinem Erzeuger einen Nutzen 
zuwenden, ohne dass derselbe dafür etwas zu leisten brauchte, — 
und wenn dies gelingen könnte, so läge hierin eine vollstän 
dige Verneinung des obersten Grundsatzes aller wirthschaft- 
I liehen Beziehungen, wornach es keine Leistung ohne Gegen- 
1 leistung gibt.
	        

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Währung Und Handel. Manz, 1876.
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