Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
T
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Tonbäder 
454 
Tonwaren 
der auch weniger plastisch ist, heißt Porzel 
lanton oder Kaolin (s. d.). Werden dagegen 
die Zersetzungsprodukte der Feldspate durch 
Wasser einem natürlichen Schlämmprozesse un 
terworfen und an anderen Stellen wieder ab 
gelagert, so entsteht der reinste Pfeifenton 
oder etwas weniger reiner Töpferton. Durch 
Verwitterung eisenhaltiger Gesteine entstande 
ner T. (Lehm oder Letten), der meist einen 
mehr oder weniger hohen Sandgehalt aufweist, 
hat eine gelbbraune Farbe, brennt sich aber in 
der Hitze rot, indem das Eisenoxydhydrat sein 
chemisch gebundenes Wasser verliert und sich 
in Eisenoxyd verwandelt. Ein mit Kochsalz 
durchsetzter T., wie er in Steinsalzablagerungen 
vorkommt, heißt Salzton, bituminöser, mit 
Schwefelkies durchsetzter T. Alaunton. Innige 
natürliche Gemenge von T. mit kohlensaurem 
Kalk werden als Mergel bezeichnet, und zwar 
bei vorherrschendem Tongehalt als Tonmergel, 
beim Überwiegen des Kalks als Kalkmergel. 
Reinster weißer T. ist erdig und milde, ab 
färbend und zerreiblich, zerfällt, mit Wasser 
übergossen, zu einer sehr plastischen, fetten 
Masse, die nach dem Austrocknen wieder die 
ursprünglichen Eigenschaften annimmt, aber 
nach dem Glühen (Brennen) stark schwindet 
und dann beim Zusammenhängen mit Wasser 
nicht wieder plastisch wird. Je mehr fein ver 
teilte Kieselsäure, Sand oder andere fremde Bei 
mengungen ein Ton enthält, desto weniger 
plastisch ist er. Plastischer T. wird in der Tech 
nik auch fetter oder langer T., ein nur wenig 
plastischer dagegen magerer oder kurzer T. 
genannt. Ganz reiner T. ist auch in der stärk 
sten Hitze unschmelzbar (feuerfesterT.); Bei 
mengungen von Kalk, Eisenoxyd und Alkalien 
machen ihn aber um so leichter schmelzbar, in 
je größerer Menge sie vorhanden sind, — Außer 
zur Herstellung der verschiedenen Tonwaren 
wird der T. zur Bereitung von Ultramarin, 
schwefelsaurer Tonerde und Alaun sowie mit 
Kreide oder Kalk gemengt, von Zement an 
gewandt. Ferner benutzt man ihn unter dem 
Namen Leuzin oder Lenzin als Füllmittel für 
Papiermasse. Während des Krieges wurde ein 
feiner, hellfarbiger, sog. kolloidaler Ton in 
großen Mengen als Zusatz zu Seifen und zur 
Herstellung fettloser Waschmittel verarbeitet. 
Tonbäder, Tonfixierbäder, nennt man die 
zur Tonung der photographischen Bilder 
gebräuchlichen Lösungen, die in folgende beiden 
Klassen zerfallen: i. Tonbäder, mit denen zu 
nächst der Ton des Bildes hergestellt und dann 
in einem besonderen Bade das Fixieren vör- 
genommen wird. 2. Tonfixierbäder, in denen 
das Fixiersalz schon mit enthalten ist, und deren 
Anwendung die Arbeit daher vereinfacht. — Die 
Bäder bestehen meist aus Goldchlorid, Rhodan 
salzen, Bleisalzen, Zitronensäure, Natriumazetat, 
Fixiernatron usw. S. den Aufsatz Photographi 
sche Papiere. 
Tonerde (Aluminiumoxyd, Aluminium- 
sesquioxyd, Alaunerde, lat. Alumina, frz. 
Alumine, engl. Alumina), die Sauerstoffverbin 
dung des Aluminiums, A1 2 0 3 , findet sich in 
der Natur als Korund, Rubin, Saphir und 
Schmirgel und in Verbindung mit Kieselsäure 
als Bestandteil zahlreicher Mineralien und Ge 
steine, wie Feldspate, Glimmer und Granaten. 
Die wasserhaltige T., das Aluminium 
hydroxyd (lat. Alumina hydrata, frz. Hy 
droxyde aluminique, engl. Hydrated Alumina), 
Al(OH) 3 , bildet die natürlich vorkommen 
den Mineralien Hydrargillit und Diaspor 
und, mit Eisenoxyd gemengt, den Beauxit. 
Aus letzterem wird die T. technisch in großem 
Maßstabe durch Erhitzen mit Soda, Auslaugen 
des entstandenen Natriumaluminates mit Wasser 
und Einleiten von Kohlensäure dargestellt. Ein 
anderes Verfahren ist unter Kryolith näher be 
schrieben. Für pharmazeutische Zwecke wird 
eine Alaunlösung mit Sodalösung gefällt, der 
abfiltrierte Niederschlag in Salzsäure gelöst, 
nochmals mit Ammoniak gefällt, gewaschen und 
getrocknet. Die wasserhaltige T. kommt als ein 
.weißes, in Wasser unlösliches Pulver in den 
Handel, das zur Darstellung der Aluminiumsalze 
dient. Durch Behandlung mit Natronlauge geht 
sie in das Natriumaluminat (Tonerde 
natron) über, das an Stelle von Alaun und 
anderen Aluminiumsalzen in der Druckerei und 
Färberei, ferner als Füllmittel für Seifen, zur 
Herstellung von Lackfarben und von Milchglas 
Verwendung findet. Vor dem fluorhaltigen 
Kryolith hat es den Vorzug, daß es die Glas 
häfen nicht angreift. (S. auch Aluminiumverbin 
dungen). 
Tonkabohnen (lat. Fabae Tonca, frz. Fhves 
de Tonka, engl. Tonka beans) sind die Samen 
von Dipteryx odorata, einem 18—20 m hohen 
Waldbaum, der zu den Hülsenfrüchtlern ge 
hört, und dessen holzige Schoten nur einen ein 
zelnen Samen enthalten. Die letzteren sind einer 
ziemlich schlanken und etwas gekrümmten 
Bohne nicht unähnlich, 4—5 cm lang, 9—13 mm 
breit und mit einer dünnen, schwarzen, fett 
glänzenden,, netzähnlich gerunzelten Samenhaut 
überzogen, während das aus den beiden Samen 
lappen bestehende Innere hellbraun erscheint. 
Der Geruch ist sehr angenehm nach Kumarin. 
Neben der gewöhnlichen, als holländische be- 
zeichneten Handelssorte gibt! es noch eine zweite, 
die sog. englische, von Dipteryx oppositi- 
folia, die aus kleineren Bohnen besteht und 
auf dem Bruche weiß, im übrigen aber nicht 
wesentlich von der anderen verschieden ist. In 
den Preislisten bildet Angostura die bevor 
zugte, Para die zweite Sorte. Von guter Ware 
wird verlangt, daß sie schwarz, nicht braun aus 
sieht und reich mit Kristallnadeln von Kumarin 
bedeckt ist. Die Bohnen dienen zur Darstellung 
des Kumarins, von dem sie 1,5 0/0 enthalten- 
Außerdem werden sie in pulverisiertem Zu 
stande zum Parfümieren von Schnupftabak und 
Riechkissen, in Form alkoholischer Auszüge zu 
Tabakbeizen, als Taschentuchparfüm,' zum Trän 
ken von Pfeifenrohren aus Kirschholz, die als 
Weichsel gelten sollen, und zu Maitrankessenz 
verwandt. 
Tonwaren (Keramische Waren). Mit die - 
sem Namen im allgemeinen bezeichnet man die 
Gesamtheit aller aus Ton hergestellten Waren, 
wie Schamotte, Drain- und andere Röhren, 
Fayence, Porzellan, Siderolith, Steingut, Stein 
zeug, Töpferwaren, Ziegel usw. Zu den Ton 
waren im besonderen rechnet man aber: Mauer 
steine, Backsteine, Klinker, Tonröhren, Öfen,
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.