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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
T
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Trapa natans 
458 
Trxonal 
Küste in Nordamerika, Heringsöl hauptsächlich 
aus Schweden. Sardinen und Sardellen werden 
in Japan, Sprotten in Belgien verarbeitet. — 
Der meist zu den eigentlichen T. gerechnete 
Haifischtran von Carcharias verus, glau- 
cus und leucas ist ein Leberöl. — Im Handel 
pflegt man die T. nach ihrer Herkunft als 
Archangelsker (Wal- und Robbentran), Ber- 
gener und Tromsoer (Leber-T.), Grönlän 
discher, Dänischer, Neufundländer und 
Südseetran zu unterscheiden. Schwedischer 
Dreikronentran ist ein für technische Zwecke 
aus verschiedenen besseren Sorten zusammen 
gemischter brauner T. Der Farbe nach spricht 
man von braunem blanken und weißem 
T. — Der T. findet vielfache Verwendung zum 
Sämischgerben, zum Einfetten von Leder, zur 
Herstellung von Seife, als Zusatz zur Wichse, 
als Schmiermittel und als Brennöl. Alle Tran 
sorten lassen sich, auch im Gemisch mit an 
deren Ölen, daran erkennen, daß sie mit Natron 
lauge sowie mit konz. Schwefelsäure (1,530) 
oder sirupöser Phosphorsäure eine rotbraune 
Farbe annehmen. 
Trapa natans. (Wassernuß.) Die Frucht 
kerne dieser Pflanze sind sehr reich an Nähr 
stoffen und enthalten nach König in frischem 
Zustande: 38,450/0 Wasser, 10,780/0 Stickstoff 
substanz, 0,690/0 Fett, 47,34% stickstofffreie Ex 
traktstoffe, 1,200/0 Rohfaser und 1,54% Asche. 
Sie werden in südslawischen Ländern (Rußland, 
Serbien) roh, oder gekocht, oder gebraten zur 
menschlichen Ernährung benutzt. Auch bilden 
sie, besonders für Schweine, ein geschätztes 
Futtermittel. 
Traß (Duckstein) ist ein gelbbraunes bis 
bräunliches vulkanisches Trümmergestein, 
das in der Nähe ausgebrannter Vulkane vor 
kommt und oft mächtige Lager in Tälern so 
wie um Hügel und Berge herum bildet. Wo 
das Gestein nicht zu porös ist, wird es zum 
Bauen sowie zu Steinmetzarbeiten verwandt und 
dann als Duckstein bezeichnet, während die Be 
nennung T. eigentlich nur der gepochten und 
gemahlenen Felsart zukommt, die als Möftel- 
masse sowie als natürlicher Zement Verwen 
dung findet. Das Mineral hat denselben Ur 
sprung und die gleiche Zusammensetzung und 
Verwendbarkeit wie die italienische Puzzqlan- 
erde (s. d.). Es braucht daher als ein von der 
Natur fertig gebrannter Zement nur mit fri 
schem, fettem Kalkbrei versetzt zu werden, um 
einen sehr guten Luftmörtel zu bilden, während 
unter Anwendung von magerem Kalk Wasser 
mörtel entsteht. Das Gemenge muß so lange 
gestoßen und geschlagen werden, bis es eine 
völlig gleichmäßige Masse bildet. Deutschland 
besitzt reiche Lager am Rhein, besonders im 
Brohl- und Nettetale bei Andernach, und ver 
sendet erhebliche Mengen auf größere Ent 
fernungen, am meisten stromabwärts nach Hol 
land, wo sie zu Wasserbauten beständig ge 
braucht werden. Die Holländer treiben aber 
auch Handel damit, indem sie die Rohmasse 
mahlen und als Utrechter T. weiter verkaufen. 
Traubenkernöl, das durch Auspressen erhal 
tene fette öl der Weintraubenkerne, das 
schwach gelblich und beinahe geruchlos er 
scheint, hat ein spez. Gew. von 0,920, erstarrt 
bei — 11 0 zu einer butterartigen Masse und 
wird an der Luft leicht dickflüssig und ranzig. 
Traubenkraut (Mexikanisches Trauben 
kraut, Jesuitentee, Kartäusertee, lat. 
Herba chenopodii ambrosioidis s. Herba bo- 
tryos mexicanae, frz. Th4 de mexique ou 
ambroisö, engl. Ambrose) nennt man die ge 
trockneten Blätter und Blüten eines einjährigen 
Meldengewächses, Chenopodium ambro- 
sioides L., das aus Mittelamerika stammt und 
bei uns in Gärten und als Handelspflanze ge 
zogen wird. Die Pflanze besitzt infolge ihres 
Gehaltes an ätherischem Öl einen angenehm 
aromatischen Geruch und etwas kampferartigen 
Geschmack und dient hauptsächlich als krampf 
stillender Tee sowie als Mittel gegen Motten. 
Traumatizin (lat. Traumaticinum, Liquor gut- 
tae perchae, frz. und engl. Traumaticine) nennt 
man eine Lösung von Guttapercha in der 10- bis 
15 fachen Menge Chloroform. Es hinterläßt 
nach dem Verdunsten des Lösungsmittels ein 
dünnes, sehr elastisches, nicht zusammen 
schrumpfendes Häutchen und wird daher wie 
Kollodium zum Verschließen von Schnittwunden 
sowie zum Überziehen von Brandstellen und 
Frostbeulen benutzt. Durch einen geringen Zu 
satz von Kautschuk kann die Klebkraft erhöht 
werden. 
Trimethylamin (lat. Trimethylaminum), 
eine starke, stickstoffhaltige, organische Base, 
N(CH 3 ) 8 , findet sich teils frei, teils an Säuren 
gebunden in verschiedenen Pflanzen, besonders 
aber in der Heringslake, die gewöhnlich zu 
seiner Darstellung benutzt wird. Man destilliert 
die Pleringslake mit Kalkmilch, neutralisiert das 
Destillat mit Salzsäure, dampft zur Trockene 
und zieht den Rückstand mit 96 % igem Alkohol 
aus, der nur das salzsaure Trimethylamin, hin 
gegen nicht den beigemengten Salmiak löst. 
Der weingeistige Auszug wird nach dem Ab 
destillieren des Alkohols mit Kalilauge erhitzt 
und das übergehende T. in Wasser aufgefangen. 
Die farblose, stark alkalisch reagierende Flüssig 
keit von intensivem Heringsgeruch findet be 
schränkte medizinische Verwendung. Neuer 
dings wird das T. auch aus der Zuckerrüben 
schlempe dargestellt, enthält dann aber häufig 
noch Methylamin und Dimethylamin. 
Trinitrotoluol, C 7 H 5 (N0 2 ) 3 , ein durch Nitrie 
ren des Toluols (s. d.) erhaltenes Pulver vom 
Schmelzpunkt 73 °, bildet unter Bezeichnungen 
von Trotyl u. a. einen der wichtigsten Spreng 
stoffe. 
Trional, das Methylderivat des Sulfonals (Me- 
thylsulfonal), wird in analoger Weise wie das 
Sulfonal (s. d.) dargestellt, indem man vom 
Äthylmethylketon und Äthylmerkaptan ausgeht. 
Es bildet farblose, glänzende und geruchlose 
Tafeln, die bei 76° schmelzen und in kaltem 
Wasser schwer, leichter in heißem Wasser und 
in Alkohol und Äther löslich sind. T. wird zur 
zeit als das beste Schlafmittel angesehen und 
hat vor dem ähnlich wirkenden Sulfonal den 
Vorzug, keine unangenehmen Nebenwirkungen 
zu äußern. Von anderen, dem Sulfonal chemisch 
verwandten, Verbindungen dienen noch das 
M et h on al(Dimethylsulf ondimethylmethan) und 
das Tetronal (Diäthylsulfondiäthyhnethan) als 
Schlafmittel.
	        

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Der Steinkohlenbergbau in Preussen Und Das Gesetz Des Abnehmenden Ertrages. Verlag der H. Laupp’schen Buchhandlung, 1906.
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